Mary Wilhelmina Lancaster

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Mary Wilhelmina Lancaster OSB (* 13. April 1924 in St. Louis, Missouri, USA ; † 29. Mai 2019 in Gower, Missouri, USA) war eine Afrikanisch-Amerikanische Nonne aus dem ländlichen Raum von Missouri, welche die Benediktinerinnen von Maria, Königin der Apostel gründete.

Ihre sterblichen Überreste wurden im Mai 2023 als unverwest entdeckt.

Biografie

Elisabeth Lancaster war eine Nachfahrin versklavter Afroamerikaner vor St. Genevieve, Missouri. Sie trat mit 17 Jahren zuerst bei den Oblatinnen der Vorsehung ein. Diese ist eine Kongregation von schwarzen Schwestern in Baltimore in Maryland. Sie erhielt den Ordensnamen "Mary Wilhelmina of the Most Holy Rosary". Nach dem Eintritt war sie Lehrerin für über 50 Jahre im Osten den USA.

1995, mit 70 Jahren, sah sie eine modernistische Lockerung der Ordensregel bei den Oblatinnen der Vorsehung, die sie dann verließ und die Benediktinerinnen von "Maria, Königin der Apostel" in Scranton, Pennsylvania gründete. Die Gemeinschaft zog 2005 nach Gower im Bundesstaat Missouri. Die Gemeinschaft feierte die lateinische "Tridentinische Messe" und betete das Stundengebet, wie es bis 1962 in der Kirche der Brauch war.<ref>https://en.wikipedia.org/wiki/Mary_Wilhelmina_Lancaster</ref> Sie unterhalten enge Verbindungen zur Priesterbruderschaft St. Petrus.

Die Benediktinerschwester Wilhelmina Lancaster war 2019 im Alter von 95 Jahren verstorben und wenige Tage später auf dem Gelände des Klosters in einem einfachen, nicht versiegelten Holzsarg beigesetzt worden. Um den Leichnam in die Abteikirche zu überführen, wurden die sterblichen Überreste der Ordensfrau 2023 exhumiert

Exhumierung

2023 exhumierten die Benediktineroblatinnen Wilhelminas Leib. Dabei wurde laut Bistumsangaben festgestellt, dass der Leichnam der Ordensfrau keinerlei Verwesungsanzeichen aufwies, die für gewöhnlich nach vier Jahren zu erwarten gewesen wären. Die Schwestern bahrten die verstorbene Ordensgründerin nach der Exhumierung in der Abteikirche auf und mehrere zehntausend Besucher kamen in das Kloster, um den Leichnam der Verstorbenen zu sehen. Bischof James Johnston habe daher unmittelbar ein Team aus einem Pathologen, zwei Ärzten und einem ehemaligen Gerichtsmediziner beauftragt, das die sterblichen Überreste und den Sarg untersucht und Augenzeugen der Bestattung und der Exhumierung interviewt habe, erklärte Bischof James Johnston in der Pressemitteilung. Die Experten hätten auch im Boden keine Elemente gefunden, die den Zustand von Schwester Wilhelminas Leichnam beeinflusst haben könnten.

Der Leichnam der verstorbenen US-Ordensfrau weist laut einem medizinischen Bericht offenbar keine Anzeichen von Verwesung auf. "Im Abschlussbericht stellte das Untersuchungsteam fest, dass der Zustand des Leichnams von Schwester Wilhelmina während der Untersuchung durch das Fehlen jeglicher Zersetzungsmerkmale auffiel", heißt es in einer Pressemitteilung der Diözese Kansas City-Saint Joseph im US-Bundesstaat Missouri am 22. August 2024. Auch Habit und Kleidung der Ordensfrau hätten keine Anzeichen von Verwesung aufgewiesen, während die Auskleidung des Sarges völlig verwittert gewesen sei. "Das Untersuchungsteam konnte nur eine begrenzte Untersuchung durchführen, kam aber dennoch zu dem Schluss, dass 'der Zustand ihres Leichnams für den Zeitraum von fast vier Jahren seit ihrem Tod höchst untypisch ist, insbesondere in Anbetracht der Umgebungsbedingungen und der Befunde an den dazugehörigen Gegenständen.'"<ref> Bistum: Keine Verwesungszeichen bei Leichnam von schwarzer Ordensfrau Katholisch.de am 23. August 2024</ref>