Wiho von Osnabrück

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St. Wiho (um 1470) St.-Matthäus-Kirche Melle

Wiho von Osnabrück, auch Wiho I. (* in Friesland; † 20. April 805 in Osnabrück) war der erste Bischof des von Karl dem Großen gegründeten Bistums Osnabrück.[1]

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Gebürtig aus Nordfriesland, erhielt Wiho seine Ausbildung in Utrecht, wo er dem heiligen Ludger begegnet sein könnte, dessen Anwesenheit dort ab 750 bezeugt ist . Karl der Große vertraute ihm 787 als ersten das Bischofsamt des 780 im Zuge der Sachsenmission neu gegründeten Bistums Osnabrück an. Osnabrück (Ossenbrügge) war, neben 10 Gau- oder Taufkirchen (Aschendorf, Bersenbrück, Freren, Laer, Löningen, Melle, Meppen, Merzen, Visbeck, Wiedenbrück), um das Jahr 800 von Karl dem Großen zum Mittelpunkt des neuen Bistums erwählt worden.[2]

In Wihos Bischofszeit wurde die Domschule, die Vorgängerin des späteren Gymnasium Carolinum, direkt neben dem Osnabrücker St.-Petri-Dom gelegen, gegründet. Sie ist eine der ältesten Schulen Deutschlands.

Nach seinem Tode wurde Wiho heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist sein Todestag, der 20. April, nicht gebotener Gedenktag in Osnabrück ist zudem der 13. Februar.

Literatur

  • Friedrich Philippi: Wiho. In: Allgemeine Deutsche Biografie (ADB). Band 42, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 472.
  • Paul Burhoff: St. Matthäus Melle. Verlagsbuchhandlung Sutmöller, Melle 1983.
  • Wolfgang Seegrün: Wiho von Osnabrück. In: Osnabrücker Mitteilungen 85, 1979.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Wolfgang Seegrün, in: Osnabrücker Mitteilungen 85 (1979).
  2. Paul Burhoff, Melle 1983, S. 9–11.
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