Ss. Trinità dei Pellegrini

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Koordinaten: UNIQ73e882314e9b13a-geo-00000000-QINU Die Kirche Ss. Trinità dei Pellegrini liegt mitten im historischen Zentrum der Stadt Rom, nahe der Brücke «Ponte Sisto» und nur 100 m vom «Palazzo Farnese» enfernt. Die Kirche wurde Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet und hat eine reiche Geschichte. Erbaut wurde sie von der «Erzbruderschaft der Pilger und Kranken der Allerheiligsten Dreifaltigkeit», die vom heiligen Philipp Neri zum Zweck der Beherbergung und Versorgung der Rompilger gegründet wurde. Die Kirche bildete ein Zentrum für das Wirken des heiligen Philipp, der oft als dritter Apostel der Ewigen Stadt bezeichnet wird. Seine Mission war es, die Gläubigen durch Prozessionen, Andachten und durch die Liturgie zu einem neuen Eifer im Glaubensleben zu führen.

Gemäß der typischen Bauweise römischer Kirchen zur Zeit der Gegenreformation, besitzt die Kirche Ss. Trinita dei Pellegrini einen großen Altarraum ohne Chorgestühl, was den Gläubigen ermöglicht, den heiligen Handlungen besser zu folgen. Ebenso sind die acht Seitenkapellen (zwei größere und sechs kleinere) so angeordnet, dass sie nicht die Aufmerksamkeit vom Hauptaltar ablenken. Die Kirche enthält mehrere interessante Kunstwerke, darunter z.B. das Bild „Maria mit Kind und die heiligen. Franziskus und Augustinus“ von Guiseppe Cesari (auch Cavaliere d'Arpino genannt), unter dessen Führung der Künstler Caravaggio während seines Aufenthalts in Rom arbeitete. Des weiteren ist in der Kirche das berühmte Bild der „Messe des heiligen Gregor“ von Iacopo Zucchi zu bewundern, ein bedeutendes Zeugnis der römischen Liturgie im ausgehenden 16. Jahrhundert. Das herausragendste Kunstwerk der Kirche ist indessen die majestätische Zeichnung der «Dreifaltigkeit» von Guido Reni aus Bologna. Im Jahre 1625 gab Kardinal Ludovisi, Neffe von Papst Gregor XV:, dieses wunderbare Kunstwerk bei dem bereits 50-jährigen Künstler in Auftrag, der damit eine Variante des «Gnadenstuhl-Motivs» realisierte; Gott Vater wird an der Spitze des Bildes mit offenen Armen dargestellt, der Heilige Geist in dessen Brusthöhe, und unter ihm die Darstellung des Gekreuzigten. Der Körper Jesu Christi ist in leuchtend weißer Farbe dargestellt, so dass er sich deutlich von dem farbenprächtigen Hintergrund abhebt, in Anspielung auf die Elevation des Leibes Jesu Christi, unter der Gestalt der weißen Hostie in der heiligen Messe, die am Hochaltar direkt unter dem Bild zelebriert wird. Diese Retabel wird als eine der schönsten Roms angesehen.

Personalpfarrei

Ein Beispiel zur Umsetzung des Motu Propria „Summorum Pontificum“ war die Errichtung Papst Benedikt XVI. einer Personalpfarrei. Durch Kardinalvikar Camillo Ruini (Römisches Vikariat) hat er sie am Ostersonntag dem 23. März 2008 der Petrusbruderschaft mit der dieser Kirche für den außerordentlichen Ritus im Herzen Roms geschaffen. Das Vikariat wollte mit dieser Pfarrei ein Zentrum für die Gläubigen der Stadt und auch einen Ort für jene Rompilger, die sich der traditionellen Heiligen Messe verbunden fühlen.

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