Pius X.: Katechismus

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Katechismus der katholischen Lehre
des heiligen Papstes Pius X.

Getreue Übersetzung des auf Befehl des hl. Papstes Pius X. veröffentlichten Katechismus. Erstmals übersetzt aus dem Italienischen anno Domini 1974 im Petrus Verlag Kirchen/Sieg, hier 2006 (177 Seiten, 3. Auflage, Mit kirchlicher Druckerlaubnis). Bei der Digitalisierung wurde das Vorwort weg- und die Gebete in vergangener Gebetsweise belassen.

Inhaltsverzeichnis

Gebete und Lehrstücke

Dies nimm zu Herzen, darin febe, dass dein Fortschritt offenbar sei vor allen! (1. Tim. 4,15)

1 Das heilige Kreuzzeichen

Im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes +. Amen

2 Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, Der empfangen ist vorn Heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Nachlass der Sünden, Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen

3 Gebet des Herrn

Vater unser, der Du bist im Himmel. Geheiligt werde Dein Name. Zu uns komme Dein Reich. Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigem. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Amen

4 Der Lobpreis des dreieinigen Gottes

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

5 Das Ave Maria

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes! Amen

6 Der Engel des Herrn

V. Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,

A. und sie empfing vorn Heiligen Geist. Gegrüßet seist du, Maria ...

V. Maria sprach: «Siehe, ich bin die Magd des Herrn,

A. mir geschehe nach deinem Wort.» Gegrüßet seist du, Maria ...

V. Und das Wort ist Fleisch geworden (hier kniet man nieder)

A. und hat unter uns gewohnt. Gegrüßet seist du, Maria ...

V. Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin,

A. auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V. Lasset uns beten. Wir bitten Dich, o Herr, gieße Deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch Sein Leiden und Kreuz zur glorreichen Auferstehung. Durch Christus, unseren Herrn. Amen

7 Unter deinen Schutz und Schirm

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerinj verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin! Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne!

V. Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin,

A. auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

V. Lasset uns beten. Wir bitten Dich, o Herr ...

8 O meine Gebieterin

O meine Gebieterin, o meine Mutter! Dir bringe ich mich ganz dar. Und um dir meine Hingabe zu bezeigen, weihe ich dir heute meine Augen, meine Ohren, meinen Mund, mein Herz, mich selber ganz und gar. Weil ich also dir gehöre, o gute Mutter, bewahre mich, beschütze mich als dein Gut und Eigentum! Amen

9 Das Memorare

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht nahm, deinen Beistand anrief, um deine Fürsprache flehte, von dir verlassen worden sei! Von solchem Vertrauen beseelt, nehme ich meine Zuflucht zu dir, o Mutter, Jungfrau der Jungfrauen! Zu dir komme ich, vor dir stehe ich seufzend als elender Sünder. O Mutter des ewigen Wortes, verschmähe meine Bitte nicht, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich. Amen

10 Heiliger Josef

Heiliger Josef, dem die höchsten Güter Gott der Vater anvertraut, des Erlösers treuer Hüter, Bräutigam der Gottesbraut! Du, der Kirche Schutzpatron, Fleh' für uns am Gottesthron! Josef, sieh von allen Seiten wird die Braut des Herrn bedroht. Satan und sein Anhang streiten wider Gott und Sein Gebot. Blick', o Schutzpatron, hernieder! Schirm' der Kirche Haupt und Glieder! Josef, führe die Verirrten wieder auf den rechten Pfad! O beschütze Herd' und Hirten, wenn Gefahr und Drangsal naht! Schirm' der Unschuld zarte Blüten, wenn ringsum die Stürme wüten! Reich' uns deine Vaterhand, wenn wir geh'n ins Heimatland! Amen.

11 Heiliger Schutzengel mein

Heiliger Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein. Bei Tag und Nacht, ich bitte dich, beschütz, regier und leite mich. Hilf mir leben recht und fromm, damit ich in den Himmel komm. Amen

12 Heiliger Erzengel Michael

Heiliger Erzengel Michael, verteidige uns im Kampfe. Gegen die Bosheit und Nachstellungen des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchschweifen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen

13 Requiem aeternam

Herr, gib den verstorbenen Christgläubigen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen! Herr, lass sie ruhen in Frieden! Amen

14 Morgengebet

O Gott, Du hast in dieser Nacht so väterlich für mich gewacht. Ich lob' und preise Dich dafür und dank' für alles Gute Dir. Bewahre mich auch diesen Tag, vor Sünde, Tod und jeder Plag'. Und was ich denke, rede, tu', das segne, bester Vater, Du! Beschütze auch, ich bitte dich, o heiliger Engel Gottes mich! Maria, bitt an Gottes Thron für mich bei Jesus, deinem Sohn, der hochgelobt sei allezeit, von nun an bis in Ewigkeit. Amen
[[Vater unser 55 ... 3 Gegrüßet seist du, Maria ...
(mit der Anrufung: O Maria, ohne Makef der Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen!)
Heiliger Schutzengel mein ...

15 Abendgebet

Bevor ich mich zur Ruh' begeb', ich Händ und Herz zu Gott erheb', ich sage Dank für jede Gab', die ich von Dir empfangen hab'. Und hab' ich heut beleidigt Dich, verzeih mir's Gott, ich bitte Dich. Dann schließ ich froh die Augen zu. Mein Engel wacht ja, wenn ich ruh'. Maria, liebste Mutter mein, o lass mich dir empfohlen sein! Und Du, mein Heiland Jesus Christ, Der Du mein Gott und Alles bist, in Deine Wunden schließ mich ein, dann schlaf ich ruhig, keusch und rein. Amen
Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria ... Heiliger Schutzengel mein ...

16 Die Eltern mein

Die Eltern mein empfehl' ich Dir, behüte, lieber Gott, sie mir. Vergilt, o Herr, was ich nicht kann, das Gute, das sie mir getan. Amen.

17 Vor dem Essen

Aller Augen warten auf Dich, o Herr, und Du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit; Du tust Deine milde Hand auf und erfüllest alles, was da lebt, mit Segen.

Vater unser ... Gegrüßet seist Du, Maria ...

Segne, o Herr, uns und diese Deine Gaben, die wir von Deiner Güte empfangen werden. Durch Christus, unseren Herrn. Amen

18 Nach dem Essen

Wir danken Dir, allmächtiger Gott, für alle Deine Wohltaten, der Du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen

Vater unser, der ... Gegrüßet seist du, Maria ...

Verleihe gnädig, o Herr, allen denen, die uns Gutes tun, um Deines Namens willen das ewige Leben. Amen

Die Seelen der verstorbenen Christgläubigen mögen durch die Barmherzigkeit Gottes ruhen in Frieden! Amen

19 Vor dem Unterricht

Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe.

V. Sende aus Deinen Geist, und alles wird neu geschaffen.

A. Und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern.

Lasset uns beten. O Gott, der Du die Herzen der Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt hast, gib, dass wir in demselben Geiste das, was recht ist, verstehen und Seines Trostes uns allezeit erfreuen mögen. Durch Christus, unseren Herrn. Amen

20 Nach dem Unterricht

Atme in mir, Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke! Treibe mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue! Locke mich, Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe! Stärke mich Heiliger Geist, dass ich Heiliges behüte! Hüte mich, Heiliger Geist, dass ich das Heilige nie mehr verliere! Amen (Hl. Augustinus)

21 Beim Weihwassernehmen

Es mache mich rein und heilige mich Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

22 Beim Segen

Es segne und behüte uns (mich) der allmächtige und barmherzige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

23 Der heilige Rosenkranz

Im Namen des Vaters Ich glaube an Gott, den ...

Ehre sei dem Vater Vater unser, der ...

Gegrüßet seist du, Maria ... (3x mit je folgenden Zusätzen)

Jesus, der den Glauben in uns vermehre.
der die Hoffnung in uns stärke.
der die Liebe in uns entzünde.

Ehre sei dem Vater ...

I. Die freudenreichen Geheimnisse

Den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.

Den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.

Den du, o Jungfrau, geboren hast.

Den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.

Den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

II. Die schmerzhaften Geheimnisse

Der für uns Blut geschwitzt hat.

Der für uns ist gegeißelt worden.

Der für uns ist mit Domen gekrönt worden.

Der für uns das schwere Kreuz getragen hat.

Der für uns ist gekreuzigt worden.

III. Die glorreichen Geheimnisse

Der von den Toten auferstanden ist.

Der in den Himmel aufgefahren ist.

Der uns den Heiligen Geist gesandt hat.

Der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.

Der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

24 Glaube

O mein Gott und Herr! Ich glaube alles, was Du geoffenbart hast und Durch Deine heilige Kirche uns zu glauben lehrst, weil Du der wahrhafte Gott bist. Vermehre, o Gott, meinen Glauben!

25 Hoffnung

O mein Gott und Herr! Ich hoffe von Dir die Verzeihung meiner Sünden, Deine Gnade und endlich die ewige Seligkeit, weil Du, o gütiger und getreuer Gott, dieses alles versprochen hast. Stärke, o Gott, meine Hoffnung!

26 Liebe

O mein Gott und Herr! Ich liebe Dich von ganzem Herzen über alles, weil Du der unendliche gute Gott bist. Aus Liebe zu Dir liebe ich auch meinen Nächsten wie mich selbst. Entzünde, o Gott, meine Liebe!

27 Reue und Vorsatz

O mein Gott und Herr, alle Sünden meines ganzen Lebens sind mir leid von Grund meines Herzens, weil ich dadurch verdient habe, von Dir, meinem gerechten Richter, zeitlich oder ewig gestraft zu werden; weil ich Dir, meinem größten Wohltäter, so undankbar gewesen bin; besonders aber, weil ich Dich, den unendlich guten Gott, dadurch beleidigt habe. Ich nehme mir ernstlich vor, mein Leben zu bessern und nicht mehr zu sündigen. O Jesus, gib mir Deine Gnade dazu! Amen

28 Geistige Kommunion

Jesus, Jesus komm zu mir! O wie sehn ich mich nach Dir. Leben ohne Dich ist Pein, komm mein eigen ganz zu sein!

Nichts gibt es auf dieser Welt, was mein Herz zufrieden stellt, Deine Liebe, Herr, allein, kann mir Licht und Trost verleihn.

O Du allerhöchstes Gut, Herr, Du gibst Dein Fleisch und Blut, mir zur Speise und zum Trank, Dir sei ewig Lob und Dank! Amen

29 Nach der hl Kommunion

Seele Christi, heilige mich! Leib Christi, erlöse mich! Blut Christi, tränke mich! Wasser der Seite Christi, wasche mich! Leiden Christi, stärke mich! O gütiger Jesus, erhöre mich! Verbirg in Deine Wunden mich! Von Dir lass nimmer scheiden mich! Vor dem bösen Feind beschütze mich! In der Todesstunde rufe mich! Und heiße zu Dir kommen mich! Mit Deinen Heiligen zu loben Dich. In Deinem Reiche ewiglich! Amen (Hl. Ignatius von Loyola)

30 Die zwei Hauptgeheimnisse des Glaubens

1. Die Einheit und Dreifaltigkeit Gottes.

2. Die Menschwerdung, das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.

31 Die zwei Gebote der Liebe

1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften!

2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! (Mk.12;30-31 / Mt.22;38-40)

32 Die 10 Gebote Gottes oder der Dekalog

Ich bin der Herr, dein Gott.

1. Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben.

2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Du sollst den Sonntag heiligen.

4. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.

33 Die 5 Gebote der Kirche

1. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.

2. Du sollst an Sonn- und Feiertagen dem heiligen Messopfer mit Andacht beiwohnen.

3. Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten.

4. Du sollst jährlich wenigstens einmal deine Sünden beichten und das heilige Sakrament des Altares empfangen, und zwar zur österlichen Zeit.

5. Du sollst zu verbotenen Zeiten keine feierliche Hochzeit halten.

34 Die 7 hl. Sakramente

1. Die hl. Taufe

2. Die hl. Firmung

3. Das allerheiligste Sakrament des Altares

4. Die hl. Buße

5. Die hl. Krankenölung

6. Die hl. Priesterweihe

7. Die hl. Ehe

35 Die 7 Gaben des Heiligen Geistes

1. Weisheit

2. Verstand

3. Wissenschaft

4. Rat

5. Stärke

6. Frömmigkeit

7. Gottesfurcht

36 Die 3 göttlichen Tugenden

1. Glaube

2. Hoffnung

3. Liebe

37 Die 4 Kardinaltugenden

1. Klugheit

2. Gerechtigkeit

3. Mäßigkeit

4. Starkmut

38 Die 7 Werke der leiblichen Barmherzigkeit

1. Die Hungrigen speisen

2. Die Durstigen tränken

3. Die Nackten bekleiden

4. Die Fremden beherbergen

5. Die Gefangenen erlösen

6. Die Kranken besuchen

7. Die Toten begraben

39 Die 7 Werke der geistigen Barmherzigkeit '

1. Die Zweifelnden beraten

2. Die Unwissenden belehren

3. Die Sünder zurechtweisen

4. Die Trauernden trösten

5. Erlittenes Unrecht verzeihen

6. Die Lästigen geduldig ertragen

7. Für die Lebenden und Verstorbenen zu Gott beten

40 Die 7 Hauptsünden oder Laster

1. Hoffart

2. Ungehorsam

3. Zorn

4. Geiz

5. Unmäßigkeit

6. Unkeuschheit

7. Trägheit

41 Die 6 Sünden gegen den Heiligen Geist

1. Die Verzweiflung am Heil

2. Die verrnessentliche Heilsgewissheit

3. Widerstand gegen die erkannte Wahrheit

4. Neid auf die Gnadengaben anderer

5. Verstocktheit in der Sünde

6. Unbußfertigkeit in der Stunde des Todes

42 Die 4 himmelschreienden Sünden

1. Der vorsätzliche Totschlag (Mord)

2. Die widernatürliche Unzucht

3. Die Unterdrückung der Armen und Hilflosen

4. Die Vorenthaltung des gerechten Lohnes

43 Die 4 letzten Dinge

1. Tod

2. Gericht

3. Hölle

4. Himmel

Erste Begriffe des katholischen Glaubens

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass Er ist, und denen, welche Ihn suchen, ein Vergefter ist. (Hebr. 11,6)

Dies aber ist das ewige Leben, dass sie Dich erkennen, den alleinigen wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus. (Joh. 11.3)

1 Wer hat uns erschaffen?

Gott hat uns erschaffen.

2 Wer ist Gott?

Gott ist das unendlich vollkommene Wesen (Sein), der Schöpfer und Herr des Himmels und der Erde.

3 Was bedeutet unendlich vollkommenes Wesen?

Unendlich vollkommenes Wesen bedeutet: In Gott sind alle Vollkommenheiten ohne Mangel und ohne Grenzen. Mit anderen Worten: Gott ist die unendliche Macht, Weisheit und Güte.

4 Was bedeutet Schöpfer?

Schöpfer bedeutet, dass Gott alles aus nichts gemacht hat.

5. Was bedeutet Herr?

Herr bedeutet, dass Gott der absolute Herrscher über alle Dinge ist.

6 Hat Gott einen Leib wie wir?

Nein, Gott hat keinen Leib, sondern Er ist reiner Geist.

7 Wo ist Gott?

Gott ist im Himmel, auf der Erde und überall: Er ist der Unbegrenzte, Allgegenwärtige.

8 Ist Gott immer gewesen?

Ja, Gott ist immer gewesen und wird immer sein: Er ist der Ewige.

9 Weiß Gott alles?

Ja, Gott weiß alles, auch unsere Gedanken: Er ist der Allwissende.

10 Kann Gott alles tun?

Ja, Gott kann alles tun, was Er will: Er ist der Allmächtige.

11 Kann Gott auch das Böse tun?

Nein, Gott kann nichts Böses tun, weil Er es nicht wollen kann, da Er die unendliche Güte ist. Er lässt aber das Böse zu, weil Er den Menschen den freien Willen nicht nehmen will und das Böse auch zum Guten lenken kann.

12 Sorgt Gott für das Geschaffene?

Ja, Gott trägt Sorge und Vorsorge für das Geschaffene. Er erhält und führt alles zu Seinem Ziel, mit unendlicher Weisheit, Güte und Gerechtigkeit.

13 Zu welchem Zweck hat Gott uns erschaffen?

Gott hat uns erschaffen, damit wir Ihn in diesem Leben erkennen, Ihn lieben und Ihm dienen, um Ihn dann im künftigen Leben im Himmel ewig genießen zu können.

14 Was ist der Himmel?

Der Himmel ist der ewige Genuss Gottes: der Zustand unserer vollkommenen Glückseligkeit; das ewige Teilnehmen an Seinen Gütern ohne irgendein Übel.

15 Welche Menschen verdienen den Himmel?

Jene Menschen verdienen den Himmel, die gut sind: die Gott lieben, Ihm treu dienen und in Seiner Gnade sterben.

16 Welche Menschen verdienen die Hölle?

Jene Menschen verdienen die Hölle, die böse sind: die Gott nicht lieben, Ihm nicht treu sind und in der Todsünde sterben.

17 Was ist die Hölle?

Die Hölle ist der ewige Ausschluss vom Genuss Gottes: der Zustand unserer vollkommenen Unglückseligkeit; das ewige Erleiden des Feuers mit jedem anderen Übel.

18 Warum belohnt Gott die Guten und bestraft die Bösen?

Gott belohnt die Guten und bestraft die Bösen, weil Er die unendliche Gerechtigkeit ist.

19 Gibt es mehr als einen Gott?

Nein, es gibt nur einen Gott, jedoch in drei ebenbürtigen und untereinander real (wirklich) verschiedenen Personen: die Heiligste Dreifaltigkeit.

20 Wie heißen die drei Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die drei Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit heißen: Vater, Sohn, Heiliger Geist.

21. Ist jede der drei Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit Mensch geworden?

Nein, von den drei Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit ist nur die zweite, der Sohn, Mensch geworden.

22 Wie heißt der Sohn Gottes, der Mensch wurde?

Der Sohn Gottes, der Mensch wurde, heißt: Jesus Christus.

23. Wer ist Jesus Christus?

Jesus Christus ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit: der menschgewordene Sohn Gottes.

24 Ist Jesus Christus Gott und Mensch?

Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch.

25 Warum ist der Sohn Gottes Mensch geworden?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns aus der Knechtschaft des Satans zu befreien, von den Sünden und der ewigen Verdammnis zu erlösen und den Himmel wieder zu öffnen.

26 Was tat Jesus Christus, um uns zu retten?

Jesus Christus tat Genugtuung für unsere Sünden, indem Er litt und sich selber am Kreuze Seinem himmlischen Vater aufopferte und uns nach dem Willen Gottes zu leben lehrte.

27 Was müssen wir tun, um nach dem Willen Gottes zu leben?

Um nach dem Willen Gottes zu leben, müssen wir mit der Hilfe Seiner Gnade, die man durch die Sakramente und das Gebet empfängt, die von Ihm geoffenbarte Wahrheit glauben und Seine Gebote halten.

1. Teil: Der Glaube: CREDO oder auch Hauptwahrheiten des katholischen Glaubens

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen. (Hebr. 11,6)

Kapitel I: Hauptgeheimnisse - Das heilige Kreuzzeichen

28 Welches sind die von Gott geoffenbarten Wahrheiten?

Die von Gott geoffenbarten Wahrheiten sind hauptsächlich jene, die im Credo oder Apostolischen Glaubensbekenntnis enthalten sind. Sie heißen die Glaubenswahrheiten, weil wir sie mit ganzem Glauben als von Gott gelehrt glauben müssen, Der sich weder irren noch täuschen kann.

29 Was ist das Credo oder Apostolische Glaubensbekenntnis?

Das Credo oder Apostolische Glaubensbekenntnis ist ein Bekenntnis der hauptsächlichen Geheimnisse und anderer Wahrheiten, die Gott durch Jesus Christus und die Apostel geoffenbart hat und die von der Kirche gelehrt werden.

30 Was ist ein Geheimnis?

Ein Geheimnis ist eine Wahrheit, welche die Vernunft gänzlich übersteigt (ihr aber nicht entgegen ist) und die wir glauben, weil Gott sie geoffenbart hat.

31 Welches sind die hauptsächlichen Glaubensgeheimnisse, die im Credo bekannt werden?

Die im Credo bekannten hauptsächlichen Glaubensgeheimnisse sind zwei:

1. Die Einheit und die Dreifaltigkeit Gottes.

2. Die Menschwerdung, das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.

siehe Lehrstück 30

32 Bekennen wir die beiden Hauptgeheimnisse des Glaubens auch auf andere Weise?

Ja, wir bekennen die beiden Hauptgeheimnisse des Glaubens auch mit dem Kreuzzeichen, das deshalb das Zeichen des Christen ist.

33 Wie macht man das Kreuzzeichen?

Das Kreuzzeichen wird so gemacht, dass man die rechte Hand zur Stirne führt und sagt: Im Namen des Vaters; dann zur Brust, mit den Worten: und des Sohnes; darauf zur linken und zur rechten Schulter, indem man spricht: und des Heiligen Geistes; und schließt mit dem Wort: Amen.

34 Wie drücken wir durch das Kreuzzeichen die beiden Hauptgeheimnisse des Glaubens aus?

Durch das Kreuzzeichen drücken wir mit den Worten die Einheit und Dreifaltigkeit Gottes aus und mit der Kreuzform das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.

35 Ist es nützlich, das Kreuzzeichen zu machen?

Ja, es ist sehr nützlich, das Kreuzzeichen oft und andächtig zu machen, weil es ein äußerlicher Glaubensakt ist, der in uns diese Tugend belebt, die Menschenfurcht und die Versuchungen überwindet und uns Gnade erlangt von Gott.

36 Wann ist es gut, das Kreuzzeichen zu machen?

Es ist immer gut, das Kreuzzeichen zu machen, aber besonders vor und nach jedem religiösen Akt, vor und nach dem Essen und Ruhen und in den Gefahren der Seele und des Leibes.

Kapitel II: Die Einheit und Dreifaltigkeit Gottes

Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater an Jesus Christus. Seinen eingeborenen Sohn. unseren Herrn an den Heiligen Geist

37 Was bedeutet Einheit Gottes?

Einheit Gottes bedeutet, dass es nur einen Gott Gibt

38 Was bedeutet Dreifaltigkeit Gottes ?

Dreifaltigkeit Gottes bedeutet, dass in Gott drei gleichvollkommene, untereinander real (wirklich) verschiedene Personen sind: Vater, Sohn, Heiliger Geist.

39 Was bedeutet drei real verschiedene Personen?

Drei real verschiedene Personen bedeutet, dass in Gott eine Person nicht die andere ist, wenn auch alle drei ein einziger Gott sind.

40 Begreifen wir, wie die drei göttlichen Personen nur ein einziger Gott sind, obgleich Sie untereinander real verschieden sind?

Nein, wir begreifen nicht, wie die drei göttlichen Personen, obgleich untereinander real verschieden, nur ein einziger Gott sind: Es ist ein großes Geheimnis.

41 Welche ist die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist der Vater.

42 Welche ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist der Sohn.

43 Welche ist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist der Heilige Geist.

44 Warum ist der Vater die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Der Vater ist die erste Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil Er aus keiner anderen Person hervorgeht und weil aus Ihm die beiden anderen Personen, der Sohn und der Heilige Geist, hervorgehen.

45 Warum ist der Sohn die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeii?

Der Sohn ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil Er vom Vater gezeugt und zusammen mit dem Vater der Ursprung des Heiligen Geistes ist.

46 Warum ist der Heilige Geist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit?

Der Heilige Geist ist die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, weil er aus dem Vater und dem Sohne hervorgeht.

47 Ist jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit Gott?

Ja, jede Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist wahrer Gott.

48 Wenn jede göttliche Person Gott ist, sind dann die drei göttlichen Personen drei Götter?

Nein, die drei göttlichen Personen sind nicht drei Götter, sondern ein einziger Gott, weil Sie die gleiche einzige göttliche Natur oder einzige göttliche Substanz in völlig gleicher Vollkommenheit besitzen.

49 Sind die drei göttlichen Personen ebenbürtig oder ist eine von Ihnen größer, mächtiger und weiser?

Nein, die drei göttlichen Personen sind, weil nur ein Gott, in allem ebenbürtig und besitzen auch gemeinsam jede Vollkommenheit und Tätigkeit, obgleich gewisse Vollkommenheiten und die entsprechenden Werke mehr der einen Person als der anderen zugeschrieben werden, wie die Allmacht und die Schöpfungd em Vater.

50 War aber nicht der Vater vor dem Sohn und dem Heiligen Geist?

Nein, der Vater war nicht vor dem Sohn und dem Heiligen Geist, da die drei göttlichen Personen gleich ewig sind, weil sie ja die einzige göttliche Natur gemeinsam haben, die ewig ist.

Kapitel III: Erschaffung der Welt Herkunft und Fall des Menschen

Ich glaube an Gott ... den Schöpfer des Himmels und der Erde ...

51 Warum wird Gott Schöpfer des Himmels und der Erde genannt?

Gott wird Schöpfer des Himmels und der Erde genannt, weil Er sie aus nichts machte. Aus nichts etwas hervorbringen, heißt erschaffen.

52 Ist die Welt in allem das Werk Gottes?

Ja, die Welt ist in allem das Werk Gottes. In ihrer wunderbaren Größe, Schönheit und Ordnung zeigt Er uns Seine unendliche Macht, Weisheit und Güte.

53 Hat Gott nur das Stoffliche in der Welt geschaffen?

Nein, Gott hat nicht nur das Stoffliche (Materielle) in der Welt geschaffen, sondern auch die reinen Geister. Er erschafft noch immerfort die Seele eines jeden Menschen bei seiner Empfängnis.

54 Wer sind die reinen Geister?

Die reinen Geister sind Vernunftwesen ohne Leib.

55 Woher wissen wir, dass es erschaffene reine Geister gibt?

Dass es erschaffene reine Geister gibt, wissen wir aus dem Glauben.

56 Welche erschaffenen reinen Geister macht uns der Glaube bekannt?

Der Glaube macht uns die guten reinen Geister, die hl. Engel, und die bösen, die Teufel, bekannt.

57 Wer sind die hl Engel?

Die hl. Engel sind die unsichtbaren Diener Gottes. Sie sind auch unsere Beschützer, da Gott jedem Menschen bei seiner Empfängnis einen hl. Engel als Beschützer zur Seite stellt.

58 Haben wir Pflichten gegenüber den hl Engeln?

Gegenüber den hl. Engeln haben wir die Pflicht der Ehrfurcht; und gegenüber dem hl. Schutzengel haben wir auch die Pflicht, ihm dankbar zu sein, auf seine Eingebungen zu hören und ihn nie durch die Sünde zu beleidigen.

59 Wer sind die Dämonen?

Die Dämonen sind Engel, die sich aus Stolz gegen Gott aufgelehnt haben und in die Hölle hinabgestürzt wurden und nun aus Haß gegen Gott den Menschen zum Bösen verführen.

60 Was ist der Mensch?

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen, das aus Seele und Leib besteht.

61 Was ist die Seele?

Die Seele ist der geistige Teil des Menschen, durch den er lebt, denkt, frei ist und deshalb fähig, Gott zu erkennen, Ihn zu lieben und Ihm zu dienen.

62 Stirbt die Seele des Menschen mit dem Leib?

Nein, die Seele des Menschen stirbt nicht mit dem Leib, sondern lebt in Ewigkeit, da sie geistig ist.

63 Welche Sorge müssen wir für die Seele tragen?

Für die Seele müssen wir aufs Beste sorgen, weil sie in uns der beste und unsterbliche Teil ist. Nur wenn wir die Seele retten, können wir ewig glücklich werden.

64 Worin besteht die Freiheit des Menschen?

Die Freiheit des Menschen besteht darin, dass er etwas tun oder lassen kann, wie er es für richtig erachtet.

65 Kann der Mensch auch das Böse tun, wenn er frei ist?

Ja, der Mensch kann auch das Böse tun, das heißt, er ist fähig dazu. Er darf es aber nicht tun, weil es eben böse ist. Die Freiheit darf nur für das Gute gebraucht werden.

66 Wer waren die ersten Menschen?

Die ersten Menschen waren Adam und Eva. Sie waren unmittelbar von Gott erschaffen. Alle anderen Menschen stammen von Adam und Eva ab. Deshalb werden sie die Stammeltern der Menschen genannt.

67 Wurde der Mensch schwach und elend erschaffen, wie wir jetzt sind?

Nein, der Mensch wurde nicht schwach und elend erschaffen, wie wir jetzt sind, sondern in einem glückseligen Zustand, mit einer die menschliche Natur übersteigenden Bestimmung und Begabung.

68 Wozu war der Mensch von Gott bestimmt?

Der Mensch hatte von Gott die höchste Bestimmung, Ihn, den unendlich Guten, ewig zu schauen und zu genießen. Weil dies in allem die Fähigkeit der menschlichen Natur übersteigt, besaß der Mensch eine übernatürliche Kraft, die Gnade genannt wird.

69 Was hatte Gott dem Menschen außer der Gnade noch gegeben?

Außer der Gnade hatte Gott dem Menschen die Gabe gegeben, frei zu sein von den Schwächen und Nöten des Lebens und von der Notwendigkeit zu sterben. Voraussetzung war, dass er nicht sündigen würde, was Adam, der Stammvater der Menschheit, jedoch tat, indem er von der verbotenen Frucht aß.

70 Was war die Sünde Adams?

Die Sünde Adams war eine schwere Sünde (Todsünde) des Stolzes und des Ungehorsams.

71 Welche Schäden verursachte die Sünde Adams?

Die Sünde Adams beraubte ihn und alle Menschen der Gnade und jeder anderen übernatürlichen Gabe. Sie unterwarf ihn ferner der Sünde, dem Satan, dem Tod, der Unwissenheit, den schlechten Neigungen und jeder anderen Not. Sie schloß ihn vom Paradiese aus.

72 Wie heißt die Sünde, der wir Menschen durch Adams Schuld unterworfen sind?

Die Sünde, der wir Menschen durch Adams Schuld unterworfen sind, heißt Erbsünde. Sie heißt Erbsünde, weil sie am Ursprung der Menschheit begangen wurde und allen Nachkommen Adams beim Beginn ihres Lebens mit der Natur übertragen (vererbt) wird.

73 Worin besteht die Erbsünde?

Die Erbsünde besteht im Verlust der ursprünglichen (heiligmachenden) Gnade, die wir Menschen nach dem Willen Gottes haben müssten. Wir besitzen sie aber beim Beginn unseres Lebens nicht mehr, weil der Stammvater der Menschheit durch seinen Ungehorsam sich und alle seine Nachkommen ihrer beraubte.

74 Wie kann die Erbsünde denn willentlich sein und folglich eine Schuld für uns?

Die Erbsünde ist eine willentliche (freiwillige) Sünde und deshalb für uns eine Schuld, einzig weil Adam sie willentlich als Stammvater der Menschheit begangen hat. Darum belohnt Gott jene nicht mit dem Himmel, bestraft sie aber auch nicht mit ewigen Qualen, die nur in der Erbsünde sterben.

75 Sollte der Mensch wegen der Erbsünde für immer vom Himmel ausgeschlossen bleiben?

Ja, der Mensch sollte wegen der Erbschuld für immer vom Himmel ausgeschlossen bleiben, wenn nicht Gott der Vater in Seiner unendlichen Barmherzigkeit Seinen Sohn Jesus Christus zur Rettung der Menschen verheißen und gesandt hätte.

Kapitel IV: Menschwerdung, Leiden und Sterben des Gottessohnes

Ich glaube .. , an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn. unseren Herrn, Der empfangen ist vom Heiligen Geist. geboren aus Maria, der Jungfrau, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben. Abgestiegen zu der Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, sitzet zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters ...

76 In welcher Weise ist der Sohn Gottes Mensch geworden?

Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, indem er durch den Heiligen Geist im reinsten Schoße der Jungfrau Maria einen Leib und eine Seele annahm, wie wir sie haben.

77 Hörte der Sohn Gottes durch Seine Menschwerdung auf. Gott zu sein?

Nein, indem der Sohn Gottes Mensch wurde, hörte Er nicht auf, Gott zu sein. Vielmehr begann Er, während Er wahrer Gott verblieb, auch wahrer Mensch zu sein.

78 Sind in Jesus Christus zwei Naturen?

Ja, in Jesus Christus sind zwei Naturen: die göttliche Natur und die menschliche Natur.

79 Sind in Jesus Christus mit den zwei Naturen auch zwei Personen?

Nein, in Jesus Christus sind mit den zwei Naturen nicht zwei Personen, sondern nur eine einzige, die göttliche Person des Sohnes Gottes.

80 Warum wurde Jesus Christus als Sohn Gottes erkannt?

Jesus Christus wurde als Sohn Gottes erkannt, weil Er als solcher von Gott Vater bei der Taufe und bei der Verklärung bezeugt wurde, indem Er sprach: «Dieser ist mein vielgeliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.» Ferner hat sich Jesus Christus selber in Seinem irdischen Leben als Sohn Gottes bekannt.

81 Ist Jesus Christus immer gewesen?

Als Gott ist Jesus Christus immer gewesen; als Mensch begann Er erst vom Moment der Empfängnis an zu sein.

82 Von wem wurde Jesus Christus geboren?

Jesus Christus wurde von der allzeit jungfräulichen Maria geboren, die deshalb Mutter Gottes genannt wird und es in Wahrheit auch ist.

83 War der hl lose! nicht der Vater Jesu Christi?

Nein, der hl. Josef war nicht der eigentliche Vater Jesu Christi, sondern bloß Sein Nährvater. Als Bräutigam Mariens und sorgsamer Beschirmer Christi wurde er für Seinen Vater gehalten, ohne es wirklich zu sein.

84 Wo ist Jesus Christus geboren worden?

Jesus Christus wurde in Bethlehem, in einem Stall, geboren und in eine Futterkrippe gelegt.

85 Warum wollte Jesus Christus arm sein?

Jesus Christus wollte arm sein, um uns zu lehren, demütig zu sein und die Glückseligkeit nicht in Reichtümern, in Ehren und in weltlichen Vergnügen zu suchen.

86 Was tat Jesus Christus in Seinem irdischen Leben?

Jesus Christus lehrte uns in Seinem irdischen Leben, mit dem Beispiel und mit dem Wort, nach Gottes Willen zu leben, und bekräftigte mit vielen Wundern Seine Lehre. Schließlich opferte Er sich am Kreuze «als einziger Mittler zwischen Gott und den Menschen», um die Sünden zu tilgen, uns mit Gott zu versöhnen und uns den Himmel wieder zu öffnen.

87 Was ist ein Wunder?

Ein Wunder ist eine wahrnehmbare Tatsache, die alle Kräfte und Gesetze der Natur übersteigt und deshalb nur von Gott, dem Herrn der Natur, kommen kann.

88 Mit welchen Wundern vor allem bekräftigte Jesus Christus Seine Lehre und bewies Er, wahrer Gott zu sein?

Jesus Christus bekräftigte Seine Lehre und bewies, wahrer Gott zu sein, vor allem dadurch, dass Er in einem Augenblick den Blinden die Sehkraft, den Tauben das Gehör, den Stummen die Sprache, jeder Art von Kranken die Heilung und den Toten das Leben wiederschenkte; dass Er den Dämonen und den Mächten der Natur als Herr gebot; und vor allem durch Seine Auferstehung von den Toten.

89 Starb Jesus Christus als Gott oder als Mensch?

Jesus Christus starb als Mensch, weil Er als Gott weder leiden noch sterben konnte.

90 Was geschah mit Jesus Christus nach Seinem Tod?

Nach dem Tod stieg Jesus Christus mit der Seele hinab in die Vorhölle zu den Seelen der Gerechten, die bis dahin gestorben waren und dort auf den Erlöser harrten, um ihnen den Himmel zu öffnen. Dann auferstand Er, indem Er Seinen Leib wieder annahm, der begraben worden war.

91 Wie lange blieb der Leib Jesu Christi begraben?

Der Leib Jesu Christi blieb nicht ganz drei Tage begraben, vom Freitagabend bis zum Morgengrauen des Tages, den wir jetzt Ostersonntag nennen.

92 Was tat Jesus Christus nach Seiner Auferstehung?

Nach Seiner Auferstehung blieb Jesus Christus während vierzig Tagen auf der Erde. Dann fuhr Er in den Himmel auf, wo Er zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, sitzt.

93 Warum blieb Jesus Christus nach Seiner Auferstehung vierzig Tage auf der Erde?

Jesus Christus blieb nach Seiner Auferstehung vierzig Tage auf der Erde, um zu zeigen, dass Er wahrhaft auferstanden ist, um die Jünger im Glauben an Ihn zu bestärken und sie noch tiefer in Seine Lehre einzuführen.

94 Ist jetzt Jesus Christus nur im Himmel?

Jesus Christus ist jetzt nicht nur im Himmel, sondern als Gott ist Er überall. Als Gott und Mensch ist Er nur im Himmel und im allerheiligsten Altarsakrament.

Kapitel V: Wiederkunft Jesu Christi am Ende der Welt: Die beiden Gerichte: das persönliche und das allgemeine Gericht

… von dannen Er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten ...

95 Wann wird Jesus Christus wieder sichtbar auf diese Erde zurückkehren?

Jesus Christus wird am Ende der Welt wieder sichtbar auf diese Erde zurückkehren, um die Lebendigen und die Toten zu richten; alle Menschen, die guten und die bösen.

96 Wird Jesus Christus mit dem Gericht der Menschen bis zum Ende der Welt zuwarten?

Jesus Christus wird mit dem Gericht der Menschen nicht bis zum Ende der Welt zuwarten, sondern Er wird einen jeden sogleich nach dem Tode richten.

97 Gibt es mehr als ein Gericht?

Es gibt zwei Gerichte: das eine ist das persönliche Gericht über jede einzelne Seele sogleich nach dem Tod; das andere ist das allgemeine Gericht über alle Menschen zusammen, am Ende der Welt.

98 Worüber wird uns Jesus Christus richten?

Jesus Christus wird uns richten über das Gute und Böse, das wir im Leben begangen haben, sowie über unsere Gedanken und Unterlassungen.

99 Was geschieht mit der Seele nach dem persönlichen Gericht?

Nach dem persönlichen Gericht geht die Seele, wenn sie ohne Sünde ist und keine Sündenstrafen mehr abzubüßen hat, ein in die Freuden des Himmels. Wenn die Seele mit irgendeiner lässlichen Sünde befleckt ist oder noch irgendeine Sündenstrafe abzubüßen hat, geht sie ins Fegefeuer, bis sie Genugtuung geleistet hat. Wenn die Seele in der Todsünde ist, dieser für Gott unbekehrbaren Auflehnung, geht sie in die Hölle.

100 Was geschieht mit den Kindern, die ohne Taufe sterben?

Die Kinder, die ohne Taufe sterben, gehen in den Vorhimmel, wo sie Gott nicht genießen, aber auch nicht leiden. Weil sie die Erbsünde haben, aber keine persönlichen Sünden, verdienen sie nicht den Himmel, aber auch nicht die Hölle und das Fegefeuer.

101 Was ist das Fegefeuer?

Das Fegefeuer ist das zeitlich begrenzte Erleiden der Gottesferne und anderer Peinen, die jeden Rest von Sünde aus der Seele tilgen, um sie zur Anschauung Gottes würdig zu machen.

102 Können wir den Seelen im Fegefeuer helfen und sie sogar daraus befreien?

Wir können den Seelen im Fegefeuer helfen und sie sogar daraus befreien mit den Fürbitten, den Gebeten, den Ablässen, den Almosen und anderen guten Werken. Die größte Hilfe können wir ihnen mit dem heiligen Messopfer zuwenden.

103 Ist es gewiss, dass es den Himmel und die Hölle gibt?

Es ist gewiss, dass der Himmel und die Hölle existieren: Gott hat es oftmals geoffenbart, indem Er den Guten das ewige Leben und den Genuss Seiner Selbst verhieß und den Bösen das Verderben und das ewige Feuer androhte.

104 Wie lange werden der Himmel und die Hölle dauern?

Der Himmel und die Hölle werden ewig dauern.

Kapitel VI: Die katholische Kirche: Die Gemeinschaft der Heiligen

Ich glaube ... an die heilige, katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, ...

105 Was ist die Kirche?

Die Kirche ist die Gemeinschaft aller Menschen, die getauft sind, an Jesus Christus glauben, Seine Lehre befolgen, Seine Sakramente empfangen und mit dem Heiligen Vater geeint sind.

'106 Von wem wurde die Kirche gegründet?

Die Kirche wurde von Jesus Christus gegründet, indem Er Seine Gläubigen in einer Gemeinschaft vereinigte, sie den Aposteln mit dem hl. Petrus als Haupt unterstellte und ihr das Opfer (hl. Messopfer), die Sakramente und den Heiligen Geist gab, Der sie belebt und vor jedem Irrtum bewahrt.

'107 Welche ist die Kirche Jesu Christi?

Die Römisch-Katholische Kirche ist die Kirche Jesu Christi, weil nur sie einig, heilig, katholisch und apostolisch ist, wie Er sie wollte.

108 Warum ist die Kirche einig?

Die Kirche ist einig, weil alle ihre Glieder stets einig waren, sind und sein werden im Glauben, im Opfer, in den Sakramenten und im sichtbaren Haupt, dem römischen Papst (dem Nachfolger des hl. Petrus), indem sie so alle einen einzigen Leib bilden, den geheimnisvollen (mystischen) Leib Jesu Christi.

109 Warum ist die Kirche heilig?

Die Kirche ist heilig, weil heilig sind Jesus Christus (ihr unsichtbares Oberhaupt), der Geist, der sie belebt; weil in ihr heilig sind die Lehre, das Opfer und die Sakramente; weil alle Christen berufen sind, sich zu heiligen, weil viele tatsächlich heilig waren, sind und sein werden.

110 Warum ist die Kirche katholisch?

Die Kirche ist katholisch (d.h. allesumfassend, allgemein), weil sie für alle Menschen aller Zeiten gegründet und passend und auf der ganzen Erde verbreitet ist.

111 Warum ist die Kirche apostolisch?

Die Kirche ist apostolisch, weil sie gegründet ist auf die Apostel und auf ihre Predigt und von ihren Nachfolgern regiert wird, den rechtmäßigen Hirten, die ohne Unterbrechung und Veränderung fortfahren, sowohl ihre Lehre als auch ihre Vollmachten zu übertragen.

112 Wer sind die rechtmäßigen Hirten der Kirche?

Die rechtmäßigen Hirten der Kirche sind der Papst (der Höchste Pontifex) und die mit ihm vereinten Bischöfe.

113 Wer ist der Papst?

Der Papst ist der Nachfolger des hl. Petrus auf dem Bischofsstuhl von Rom und Primat im universalen Apostolat und Episkopat; also das sichtbare Oberhaupt, der Stellvertreter Jesu Christi (des unsichtbaren Oberhauptes) der ganzen Kirche, die darum Römisch-Katholisch genannt wird.

114 Was bilden der Papst und die mit ihm vereinten Bischöfe?

Der Papst und die mit ihm vereinten Bischöfe bilden die lehrende Kirche. Sie wird so genannt, weil sie von Jesus Christus die Sendung hat, die göttlichen Wahrheiten und Gesetze allen Menschen zu lehren. Nur von ihr erhalten die Menschen deren volle und sichere Kenntnis, die notwendig ist, um christlich zu leben.

115 Kann die lehrende Kirche irren, wenn sie uns die von Gott geoffenbarte Weisheit lehrt?

Nein, die lehrende Kirche kann nicht irren, wenn sie uns die von Gott geoffenbarte Wahrheit lehrt: ihre Lehre ist unfehlbar, weil «der Geist der Wahrheit» ihr fortwährend beisteht, wie es Jesus Christus versprochen hat.

116 Kann der Papst allein irren, wenn er uns die von Gott geoffenbarten Wahrheiten lehrt?

Nein, der Papst allein kann nicht irren, wenn er uns die von Gott geoffenbarten Wahrheiten lehrt; er ist unfehlbar wie die Kirche, wenn er als Hirte und Lehrer aller Christen Lehrentscheidungen für endgültig erklärt, die den Glauben und die Sitte betreffen.

117 Kann eine andere «Kirche», außerhalb der Römisch-Katholischen, die Kirche Jesu Christi sein oder wenigstens ein Teil von ihr?

Nein, keine «Kirche» außerhalb der Römisch-Katholischen kann die Kirche Jesu Christi sein und auch nicht ein Teil von ihr, weil sie mit dieser die einzelnen Unterscheidungsmerkmale nicht gemeinsam haben kann, die Einigkeit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität, wie sie auch tatsächlich keine einzige der anderen «Kirchen» hat, die sich christlich nennen.

118 Warum hat Jesus Christus die Kirche gegründet?

Jesus Christus hat die Kirche gegründet, damit die Menschen in ihr die sichere Führerin und die Mittel zur Heiligkeit und zum ewigen Heil fänden.

119 Welches sind die Mittel zur Heiligkeit und zum ewigen Heil, die man in der Kirche findet?

Die Mittel zur Heiligkeit und zum ewigen Heil, die man in der Kirche findet, sind der wahre Glaube, das Opfer und die Sakramente, die wechselseitigen geistigen Hilfen wie das Gebet, der Rat und das gute Beispiel.

120 Sind die Mittel zur Heiligkeit und zum ewigen Heil allen Menschen zugänglich?

Die Mittel zur Heiligkeit und zum ewigen Heil sind allen Menschen zugänglich, die zur Kirche gehören: den Gläubigen, die in den apostolischen Schriften die Heiligen genannt werden, weshalb ihre Vereinigung und Anteilnahme an diesen Mitteln die Gemeinschaft der Heiligen in heiligen Dingen ist.

121 Warum nennt man die Gläubigen, die zur Kirche gehören, heilig?

Die Gläubigen, die zur Kirche gehören, werden heilig genannt, weil sie Gott geweiht, durch die Sakramente gerechtfertigt oder geheiligt sind und die Pflicht haben, als Heilige zu leben.

'122 Was bedeutet Gemeinschaft der Heiligen?

Gemeinschaft der Heiligen bedeutet, dass alle Gläubigen, die in Jesus Christus einen einzigen Leib bilden, aus allem Guten, das im Leibe selbst ist und getan wird (in der universalen Kirche), Gewinn ziehen.

123 Gehören die Seligen des Himmels und die Seelen im Fegefeuer auch zur Gemeinschaft der Heiligen?

Ja, die Seligen des Himmels und die Seelen des Fegefeuers gehören auch zur Gemeinschaft der Heiligen, weil sie unter sich und mit uns in der Liebe vereint sind und weil die Heiligen unsere Gebete und die Seelen im Fegefeuer unsere Fürbitten empfangen. Sie alle können uns helfen mit ihrer Fürsprache bei Gott.

124 Wer ist aus der Gemeinschaft der Heiligen ausgeschlossen? -

Aus der Gemeinschaft der Heiligen ist ausgeschlossen, wer außerhalb der Kirche ist: die Verdammten, die Ungläubigen, die Juden, die Irrgläubigen, die Abgefallenen, die Schismatiker und die Exkommunizierten.

125 Wer sind die Ungläubigen?

Die Ungläubigen sind die Nichtgetauften, die wie die Götzendiener und Mohammedaner in keiner Weise an den verheißenen Erlöser (an den Messias oder Christus) glauben wollen.

126 Wer sind die Juden?

Die Juden sind die Nichtgetauften, die sich zum Gesetz Moses bekennen und nicht glauben, dass Jesus der verheißene Messias oder Christus ist.

127 Wer sind die Irrgläubigen?

Die Irrgläubigen sind die Getauften, die hartnäckig irgendeine von Gott geoffenbarte und von der Kirche gelehrte Wahrheit nicht glauben wollen; zum Beispiel die Protestanten.

128 Wer sind die Abgefallenen?

Die Abgefallenen sind die Getauften, die mit äußerlichen Akten den früher bekannten katholischen Glauben verleugnen.

129 Wer sind die Schismatiker?

Die Schismatiker sind die Getauften, die sich mit Hartnäckigkeit weigern, dem rechtmäßigen Oberhirten zu unterstehen und deshalb von der Kirche getrennt sind, auch wenn sie keine einzige Glaubenswahrheit leugnen.

130 Wer sind die Exkommunizierten?

Die Exkommunizierten sind die Getauften, die wegen schwerer Schuld von der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen werden, damit sie die übrigen nicht verderben, und mit diesem letzten Heilmittel bestraft und zurechtgewiesen werden.

131 Ist es ein schwerwiegender Nachteil, außerhalb der Kirche zu sein?

Ja, außerhalb der Kirche zu sein ist ein schwerwiegender Nachteil, weil man außerhalb ihrer weder die beständigen Mittel noch die sichere Führung zum ewigen Heil findet, das für den Menschen das einzig wahrhaft Notwendige ist.

132 Kann, wer außerhalb der Kirche ist, gerettet werden?

Wer aus eigener Schuld und ohne vollkommene Reue außerhalb der Kirche stirbt, findet keine Rettung. Wer sich ohne eigene Schuld außerhalb der Kirche befindet und gut lebt, kann durch die Liebe, mit der er mit Gott und im Geiste auch mit der Seele der Kirche vereint ist, gerettet werden.

Kapitel VII: Der Nachlass der Sünden

Die Sünde

Ich glaube ... an den Nachlass der Sünden ...

133 Was bedeutet Nachlass der Sünden?

Nachlass oder Vergebung der Sünden bedeutet, dass Jesus Christus den Aposteln und ihren Nachfolgern die Vollmacht gegeben hat, in der Kirche jede Sünde nachzulassen.

134 Wie werden in der Kirche die Sünden nachgelassen?

In der Kirche werden die Sünden hauptsächlich durch die Sakramente der Taufe und der Buße nachgelassen, die von Jesus Christus zu diesem Zweck eingesetzt wurden.

135 Was ist die Sünde?

Die Sünde ist eine Gott zugefügte Beleidigung, eine Verachtung Seiner grenzenlosen Liebe durch einen Ungehorsam gegenüber Seinem Gesetz.

136 WeIche Arten von Sünde gibt es?

Es gibt zwei Arten von Sünden: die Erbsünde und die persönliche Sünde.

137 Welches ist die Erbsünde?

Die Erbsünde ist die Sünde, welche die Menschheit in ihrem Stammvater Adam begangen hat und die von Adam durch natürliche Abstammung auf jeden Menschen übergeht.

138 Wurde unter den Kindern Adams niemals jemand von der Erbschuld ausgenommen?

Unter den Nachkommen Adams wurde einzig die Heiligste Jungfrau Maria von der Erbsünde bewahrt, die durch ihre Auserwählung zur Mutter Gottes voll der Gnade und deshalb schon vom ersten Augenblick an ohne Sünde war. Darum feiert die Kirche ihre Unbefleckte Empfängnis (Fest 8. Dezember).

139 Wie wird die Erbsünde getilgt?

Die Erbsünde wird durch die heilige Taufe getilgt.

140 WeIches ist die persönliche Sünde?

Die persönliche Sünde ist jene, die der Mensch freiwillig begeht, wenn er den Vernunftgebrauch hat.

141 Auf wieviel Weisen wird die persönliche Sünde begangen?

Die persönliche Sünde wird auf vier Weisen begangen: in Gedanken, Worten, Werken und durch Unterlassungen.

142 WeIche Arten von persönlichen Sünden gibt es?

Es gibt zwei Arten von persönlichen Sünden: die Todsünde und die lässliche Sünde.

143 Was ist die Todsünde?

Die Todsünde ist ein Ungehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes in einer schwerwiegenden Sache, der mit vollem Bewusstsein und freier Zustimmung begangen wird.

144 Warum wird die schwere Sünde Todsünde genannt?

Die schwere Sünde wird Todsünde genannt, weil sie die Seele der göttlichen Gnade beraubt, die ihr Leben ist, ihr die Verdienste und die Fähigkeit nimmt, neue zu gewinnen, und sie sich dadurch der ewigen Strafe (des ewigen Todes in der Hölle) schuldig macht.

145 Wenn die Todsünde den Menschen der Verdienstlichkeit unfähig macht, ist es dann nutzlos, dass der Sünder gute Werke tut?

Nein, es ist nicht unnütz, dass der Sünder im Stande der Todsünde gute Werke tut, vielmehr muss er solche tun, um durch ihre Unterlassung nicht noch schlechter zu werden; ferner, um sich durch sie in gewisser Weise auf die Bekehrung und auf die Wiedererlangung der Gnade Gottes vorzubereiten.

146 Wie kann man die Gnade Gottes wiedererlangen, die man durch die Todsünde verloren hat?

Die durch die Todsünde verlorene Gnade Gottes kann man durch eine gute sakramentale Beichte oder durch die vollkommene Reue (Liebesreue) wiedererlangen, die von den Sünden befreit, jedoch nicht von der Verpflichtung entbindet, sich persönlich im Sakrament der Buße anzuklagen.

147 Werden zusammen mit der Gnade auch die durch die Todsünde verlorenen Verdienste wiedererlangt?

Ja, zusammen mit der Gnade werden aus übergroßer Huld Gottes auch die durch die Todsünde verlorenen Verdienste wiedererlangt.

148 Was ist die lässliche Sünde?

Die lässliche Sünde ist ein Ungehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes in einer geringfügigen Sache oder auch in einer an sich schweren Sache, jedoch ohne das volle Bewusstsein und die volle Zustimmung.

149 Warum wird die leichte Sünde lässlich genannt?

Die leichte Sünde wird lässlich genannt, weil sie nachgelassen werden kann, weil sie die (heiligmachende) Gnade Gottes nicht raubt und weil man ihre Vergebung durch die Reue und die guten Werke auch ohne die sakramentale Beichte erlangen kann.

150 Ist die lässliche Sünde schädlich für die Seele?

Die lässliche Sünde ist schädlich, weil sie die Seele in der Liebe Gottes erkalten lässt und sie für die Todsünde geneigter macht. Sie macht sich ferner in diesem und im anderen Leben zeitlicher Strafe schuldig.

151 Sind alle Sünden gleich?

Nein, die Sünden sind nicht alle gleich. So wie einige lässliche Sünden weniger leicht sind als andere, sind auch einige Todsünden schwerwiegender und folgenschwerer als andere.

152 WeIche sind unter den schweren Sünden die schlimmsten und folgenschwersten?

Unter den Todsünden sind am schwerwiegendsten und folgenschwersten die Sünden gegen den Heiligen Geist und jene, die vor Gott um Rache rufen.

siehe Lehrstücke 41, 42

153 Warum sind die Sünden gegen den Heiligen Geist die schwersten und die unheilvollsten?

Die Sünden gegen den Heiligen Geist sind die schwersten und unheilvollsten, weil sich der Mensch durch sie den geistigen Gaben der Wahrheit und der Gnade widersetzt und sich deshalb schwerlich bekehrt, auch wenn er es könnte.

154 Warum gehören die himmelschreienden Sünden auch zu den schwersten und unheilvollsten?

Die himmelschreienden Sünden gehören deshalb zu den schwersten und unheilvollsten, weil sie direkt gegen das Wohl der Menschen gerichtet und darum höchst hassenswert sind; so sehr, dass sie mehr als alle anderen Sünden die Strafen Gottes nach sich ziehen.

155 Was hilft uns besonders, uns von der Sünde fernzuhalten ? '

Um uns von der Sünde fernzuhalten, hilft uns besonders der ständige Gedanke, dass Gott uns unendlich liebt und wir durch die Sünde diese Liebe zurückweisen, dass Gott überall ist, alles sieht und selbst das Geheime der Herzen weiß. Ferner helfen auch die Erwägungen der letzten Dinge* dessen, was uns am Ende dieses Lebens und am Ende der Welt erwartet.

* siehe Lehrstück 43

Kapitel VIII: Die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen

Ich glaube ... an die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben. Amen

156 Was erwartet uns am Ende dieses Lebens?

Am Ende dieses Lebens erwarten uns der Tod und das besondere (persönliche) Gericht.

157 Was erwartet uns am Ende der Welt?

Am Ende der Welt erwarten uns die Auferstehung des Fleisches und das allgemeine (oder Jüngste) Gericht.

158 Was bedeutet Auferstehung des Fleisches?

Auferstehung des Fleisches bedeutet, dass sich der Leib des Menschen durch die Kraft Gottes am Ende der Welt wieder zusammensetzen und mit der Seele vereinigen wird, um im ewigen Leben an der Belohnung oder an der Bestrafung Anteil zu nehmen, wie jeder Mensch es verdient hat.

159 Was bedeutet ewiges Leben?

Ewiges Leben bedeutet, dass sowohl die Belohnung als auch die Bestrafung in alle Ewigkeit fortdauern werden, dass die Anschauung (der Genuss) Gottes das wahre Leben und die Glückseligkeit der Seele sein werden, während der Verlust der Anschauung Gottes die höchste Unglückseligkeit und wie ein ewiger Tod sein wird.

160 Was bedeutet das Wort Amen?

Das Wort Amen bedeutet: «in Wahrheit», «so ist es» und «so sei es». Damit bekräftigen wir, dass alles wahr ist, was wir im Credo bekennen und dass wir uns die Vergebung der Sünden, die Auferstehung zur Herrlichkeit und das ewige Leben in Gott wünschen.

2. Teil: Das Gesetz: Die Gebote Gottes - Die Gebote der Kirche - Das Tugendleben oder die katholische Moral

Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. (Mt. 19, 17)

Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote. (Joh. 14, 15)

Kapitel I: Die Gebote Gottes

1. Die Gebote Gottes im allgemeinen

161 Was sind die Gebote Gottes?

Die Gebote Gottes oder der Dekalog sind die sittlichen Gesetze, die Gott im Alten Bund Moses auf dem Berge Sinai gab und die Jesus Christus im Neuen Bund vervollkommnet hat.

162 Was gebietet uns der Dekalog?

Der Dekalog gebietet uns die wichtigsten natürlichen Pflichten gegenüber Gott, uns selbst und gegenüber dem Nächsten; ebenso die anderen Pflichten, die sich daraus ergeben, zum Beispiel jene des eigenen Standes.

163 Wie kann man unsere Pflichten gegenüber Gott und dem Nächsten zusammenfassen?

Unsere Pflichten gegenüber Gott und dem Nächsten lassen sich im Gebot der Gottesliebe, dem größten und ersten Gebot, und in jenem der Nächstenliebe zusammenfassen, das dem ersten gleich ist. «An diesen beiden Geboten», sagte Jesus, «hängen das ganze Gesetz und die Propheten.»·

* Mt. 22, 38-40; Lehrstück 31

164 Warum ist das Gebot der Gottesliebe das höchste Gebot?

Das Gebot der Gottesliebe ist darum das höchste Gebot, weil derjenige, der Gott mit ganzer Seele liebt, gewiss auch alle übrigen Gebote hält.

165 Kann man die Gebote Gottes halten?

Man kann mit der Gnade Gottes, die Er keinem Menschen versagt, der von Herzen darum bittet, alle Gebote ohne Ausnahme selbst in den heftigsten Versuchungen halten.

166 Sind wir verpflichtet, die Gebote Gottes zu halten?

Ja, wir sind verpflichtet, die Gebote Gottes zu halten, weil sie von Ihm, unserem höchsten Herrn, uns auferlegt sind und von der Natur und der gesunden Vernunft gefördert werden.

167 Sündigt schwer, wer die Gebote Gottes in einer wichtigen Sache übertritt?

Ja, wer absichtlich auch nur ein einziges Gebot Gottes in einer wichtigen Sache übertritt, sündigt schwer gegen Gott und verdient deshalb die Hölle.

168 Was muss man in den Geboten auseinanderhalten ?

In den Geboten muss man unterscheiden, was geboten und was verboten ist.

2. Die Gebote Gottes im besonderen

Das erste Gebot

169 Was gebietet uns das erste Gebot: Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben?

Das erste Gebot gebietet uns, religiös zu sein. Das heißt: an Gott zu glauben, Ihn zu lieben, Ihn anzubeten und Ihm zu dienen als dem einzigen wahren Gott, Schöpfer und Herr aller Dinge.

170 Was verbietet uns das erste Gebot?

Das erste Gebot verbietet uns die Pietätlosigkeit, den Aberglauben, die Irreligiosität; ferner den Abfall (Apostasie) vom Glauben, die Irrgläubigkeit (Häresie), das freiwillige Zweifeln und die schuldhafte Unwissenheit hinsichtlich der Wahrheiten des Glaubens.

171 Was ist die Pietätlosigkeit?

Die Pietätlosigkeit ist die Verweigerung jedes Kultes gegenüber Gott.

172 Was ist die Abergläubigkeit ?

Die Abergläubigkeit ist die Ausübung eines göttlichen Kultes oder die Anbetung gegenüber einer Sache, die nicht Gott ist, sowie die Anbetung Gottes in unangemessener Form: daher der Götzendienst oder der Kult gegenüber falschen Gottheiten oder Geschöpfen; die Zuflucht zum Teufel, zu den Geistern und zu jedem verdächtigen Mittel, um menschlich Unerreichbares zu erlangen; der Gebrauch von unschicklichen, eitlen oder von der Kirche verbotener Riten.

173 Was ist die Irreligiosität?

Die Irreligiosität ist die Unehrerbietigkeit gegenüber Gott und den göttlichen Dingen: die Versuchung (Herausforderung) Gottes, das Sakrileg (der Frevel) oder die Profanierung (Entweihung, Schändung) heiliger Personen oder Gegenstände, die Simonie oder der Kauf und Verkauf von geistlichen Dingen oder solchen, die mit geistlichen Dingen im Zusammenhang stehen.

174 Wenn der Kult gegenüber Geschöpfen Aberglaube ist, wie ist dann der katholische Kult gegenüber den Engeln und den Heiligen nicht Aberglaube?

Der katholische Kult gegenüber den Engeln und Heiligen ist darum kein Aberglaube, weil er kein göttlicher Kult, kein Kult der Anbetung ist, der nur Gott allein gebührt: wir beten sie nicht an wie Gott, sondern wir verehren sie als Freunde Gottes und um der Gaben willen, die sie von Ihm empfangen haben. Folglich gereicht der katholische Kult gegenüber den Engeln und Heiligen zur Ehre Gottes selbst, der in den Engeln und Heiligen Wunder wirkt.

175 Wer sind die Heiligen?

Die Heiligen sind jene Menschen, die gemäß den Lehren und den Beispielen Jesu Christi die Tugenden heldenhaft übten und im Himmel und auf Erden besondere Verherrlichung verdienten. Sie dürfen und sollen mit der Gutheißung der Kirche öffentlich verehrt und angerufen werden.

176 Warum verehren wir auch den Leib der Heiligen?

Wir verehren auch den Leib der Heiligen, weil er ihnen als Tempel des Heiligen Geistes dazu diente, heldenhafte Tugenden zu üben und glorreich zum ewigen Leben auferstehen wird.

177 Warum verehren wir auch die kleinsten Reliquien und die Bilder der Heiligen?

Wir verehren auch die kleinsten Reliquien und die Bilder der Heiligen zu ihrem Gedächtnis und ihrer Ehre, indem wir die ganze Verehrung auf die Heiligen selbst beziehen, im Unterschied zu den Götzendienern, die den Bildern oder Idolen einen göttlichen Kult entgegenbringen.

178 Hat Gott im Alten Bund nicht strengstens die Bilder(- Verehrung) verboten?

Gott hat im Alten Bund deshalb streng die Bilder-(Verehrung) verboten, weil diese für die Juden, die unter den Götzendienern lebten und sehr zum Aberglauben neigten, gleichsam als nächste Gelegenheit zum Götzendienst dienten.

Das zweite Gebot

179 Was verbietet uns das zweite Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren?

Das zweite Gebot verbietet uns, den Namen Gottes ehrfurchtslos zu nennen: Gott, der Heiligsten Jungfrau, den Heiligen und den heiligen Dingen zu fluchen; falsche, unnötige oder in irgendwelcher Weise unzulässige Eide zu schwören.

180 Was ist Schwören?

Schwören ist die Anrufung Gottes zum Zeugnis dessen, was man behauptet oder verspricht. Deshalb beleidigt derjenige Gott schwer (der die Heiligkeit und die Wahrheit ist), welcher falsch schwört oder seinen Eid bricht.

181 Ist die Sünde des Fluchens schwerwiegend? '

Das Fluchen ist eine schwerwiegende Sünde, weil sie eine Beschimpfung (Ehrverletzung) und Verhöhnung Gottes oder seiner Heiligen ist. Oft ist es auch entsetzliche Häresie.

182 Was gebietet uns das zweite Gebot?

Das zweite Gebot gebietet uns, stets Ehrfurcht zu haben vor dem Namen Gottes und die Gelübde und die feierlichen Versprechen zu halten.

183 Was ist ein Gelübde?

Ein Gelübde ist das gegenüber Gott gemachte Versprechen irgend eines Ihm wohlgefälligen Gutes, zu dem wir uns im Glauben verpflichten.

Das dritte Gebot

184 Was gebietet uns das dritte Gebot: Du sollst den Sonntag heiligen?

Das dritte Gebot gebietet uns, Gott an den Festtagen mit äußerlichen Akten des Kultes zu ehren, unter welchen für die Katholiken der wesentliche das heilige Messopfer ist.

185 Warum müssen wir äußerliche Kultakte leisten? Genügt es nich(, Gott, Der doch reiner Geist ist, innerlich im Herzen anzubeten?

Es genügt nicht, Gott nur innerlich im Herzen anzubeten, sondern wir müssen Ihm auch den gebotenen äußerlichen Kult erweisen, weil wir Gott im ganzen Sein, in Seele und Leib, unterworfen sind, weil wir ein gutes Beispiel geben müssen und weil sonst der fromme Geist verlorengeht.

186 Was verbietet uns das dritte Gebot?

Das dritte Gebot verbietet uns die knechtlichen Arbeiten an Sonn- und Feiertagen.

187 Welches sind knechtliche Arbeiten?

Man nennt jene Arbeiten knechtlich, die auf dem Felde, in den Werkstätten und Fabriken verrichtet werden, das heißt, alle Arbeiten, durch die man seinen Unterhalt verdient.

188 Sind alle knechtlichen Arbeiten an Sonn- und Feiertagen verboten?

An Sonn- und Feiertagen sind sämtliche für das Leben und den Gottesdienst nicht notwendigen und von der Frömmigkeit oder durch einen anderen schwerwiegenden Grund nicht gerechtfertigten knechtlichen Arbeiten verboten.

189 Wie soll man die Sonn- und Feiertage verbringen?

Es ziemt sich, die Sonn- und Feiertage zum Wohl der Seele zu verbringen, indem man der Sonntagsmesse, der Predigt und dem Katechismusunterricht beiwohnt und irgend ein gutes Werk vollbringt. Es ziemt sich auch, an Sonn- und Feiertagen zu ruhen und sich von jedem Laster fernzuhalten.

Das vierte Gebot

190 Was gebietet uns das vierte Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, auf dass es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden?

Das vierte Gebot gebietet uns, die Eltern und unsere Vorgesetzten zu lieben, sie zu achten und ihnen zu gehorchen.

191 Was verbietet uns das vierte Gebot?

Das vierte Gebot verbietet uns, die Eltern und Vorgesetzten zu beleidigen und ihnen ungehorsam zu sein.

192 Warum müssen wir den Vorgesetzten gehorchen?

Wir müssen den Vorgesetzten gehorchen, weil jede Gewalt (Amtsmacht) von Gott ist; « ... weshalb ein jeder, der der (rechtmäßigen) Amtsgewalt widersteht, sich der Anordnung Gottes widersetzt.» *

* Röm. 13, 1-2.

Das fünfte Gebot

193 Was verbietet uns das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten?

Das fünfte Gebot verbietet uns, sowohl dem natürlichen wie auch dem geistigen Leben des Nächsten und dem eigenen Schaden zuzufügen. Daher verbietet es uns den Mord, den Selbstmord, den Zweikampf, die Verletzung, die Schläge, die Ehrverletzungen, die Verfluchungen (Verwünschungen) und das Ärgernis.

194 Warum ist der Selbstmord Sünde?

Der Selbstmord ist Sünde wie der Mord an sich, weil nur Gott Herr ist über unser Leben, wie auch über das des Nächsten. Überdies ist der Selbstmord eine Sünde der Verzweiflung, die mit dem Leben auch noch die Möglichkeit zu bereuen und sich vor der ewigen Verderbnis zu retten nimmt.

195 Hat die Kirche gegen den Selbstmord Strafen verfügt?

Die Kirche hat gegen den bewussten Selbstmord die Verweigerung des kirchlichen Begräbnisses verfügt.

196 Warum ist der Zweikampf Sünde ?

Der Zweikampf ist Sünde, weil er immer ein Versuch des Mordes und gleichsam des Selbstmordes ist, begangen aus privater Rache, in Missachtung des Gesetzes und des öffentlichen Rechtes und weil man damit überdies die Entscheidung über Recht und Unrecht unsinnigerweise der (physischen) Kraft, der Gewandtheit und dem Zufall überlässt.

197 Hat die Kirche Strafen gegen den Zweikampf verfügt?

Die Kirche hat gegen die Zweikämpfer und gegen alle, die freiwillig einem Duell beiwohnen, die Exkommunikation verfügt.

198 Was ist das Ärgernis?

Das Ärgernis ist gegeben, wenn man durch irgend ein schlechtes Beispiel in Wort oder Tat dem Nächsten Gelegenheit (Anlass) zur Sünde gibt.

199 Ist das Ärgernis eine schwere Sünde?

Das Ärgernis ist eine sehr schwere Sünde. Gott wird für das Böse Genugtuung fordern, zu dem man andere mit gemeinen Anreizungen und mit schlechten Beispielen verführt. «Wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt.»*

* Mt.18,7

200 Was gebietet uns das fünfte Gebot?

Das fünfte Gebot gebietet uns, allen Menschen (auch den Feinden) wohlzuwollen und das dem Nächsten zugefügte körperliche und geistige Unrecht wiedergutzumachen.

Das sechste Gebot

201 Was verbietet uns das sechste Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben?

Das sechste Gebot verbietet uns jede Unreinheit: also die Taten, die Worte, die Blicke, die Bücher, die Bilder, die Schauspiele usw., die unsittlich sind.

202 Was gebietet uns das sechste Gebot?

Das sechste Gebot gebietet uns, «heilig zu sein im Leib», indem wir der eigenen Person und der des Nächsten höchste Ehrfurcht entgegenbringen, weil wir Werke Gottes und Tempel sind, in denen Gott mit Seiner Anwesenheit und mit seiner Gnade wohnt.

Das siebente Gebot

203 Was verbietet uns das siebente Gebot: Du sollst nicht stehlen?

Das siebente Gebot verbietet uns, den Nächsten an Hab und Gut zu schädigen. Daher verbietet es uns die Diebstähle, die Beschädigungen, den Wucher, die Betrügereien in Verträgen und im Handel und den Beistand zu solchen Schädigungen.

204 Was gebietet uns das siebente Gebot?

Das siebente Gebot gebietet uns, das von anderen geraubte Gut zurückzuerstatten, die schuldhaft angerichteten Schäden wiedergotzumachen, die Schulden und den gerechten Lohn der Arbeiter zu bezahlen.

205 Wird derjenige, der nicht zurückerstattet und nicht wiedergutmacht, obwohl er es könnte, Vergebung dieser Sünde erlangen?

Wer nicht zurückerstattet und nicht wiedergotmacht, obwohl er es könnte, wird keine Vergebung dieser Sünde erlangen, auch wenn er es mit Worten bereut hat.

Das achte Gebot

206 Was verbietet uns das achte Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis geben?

Das achte Gebot verbietet uns jede Falschheit und den ungerechten Schaden am Ruf eines anderen. Daher verbietet es uns nebst dem falschen Zeugnis: die Verleumdung, die Lüge, die Herabsetzung, die üble Nachrede, die Schmeichelei, das vorschnelle Urteil und den vermessenen Verdacht.

207 Was gebietet uns das achte Gebot?

Das achte Gebot gebietet uns, überall und jederzeit die Wahrheit zu sagen und die Taten des Nächsten wenn immer möglich positiv auszulegen.

208 Wozu ist der Mensch verpflichtet, der dem guten Rufdes Nächsten durch falsche Anklage oder Verleumdung geschadet hat?

Wer dem guten Ruf des Nächsten durch falsche Anklage oder Verleumdung geschadet hat, muss den begangenen Schaden nach Kräften wiedergutmachen.

Das neunte Gebot

209 Was verbietet uns das neunte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau?

Das neunte Gebot verbietet uns die unkeuschen Gedanken und Begierden.

210 Was gebietet uns das neunte Gebot?

Das neunte Gebot gebietet uns die vollkommene Reinheit des Herzens und die höchste Ehrfurcht vor dem Heiligtum der Familie.

Das zehnte Gebot

211 Was verbietet uns das zehnte Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut?

Das zehnte Gebot verbietet uns die unmäßige (zügellose) Begierde nach Reichtümern ohne Rücksicht auf die Rechte und das Wohl des Nächsten.

212 Was gebietet uns das zehnte Gebot?

Das zehnte Gebot gebietet uns, gerecht und mäßig zu sein im Streben nach Verbesserung der eigenen Verhältnisse und mit Geduld die Beschränkungen und die übrigen Nöte zu ertragen, die vom Herrn zu unserem Verdienst zugelassen werden, da wir «durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen.» *

* Apg.14,21

Kapitel II: Die allgemeinen Vorschriften der Kirche (Kirchengebote)

213 Was sind die allgemeinen Vorschriften der Kirche?'

Die allgemeinen Vorschriften der Kirche sind Gesetze, mit denen die Kirche in Anwendung der Gebote Gottes den Gläubigen einige Akte der Frömmigkeit und bestimmte Enthaltungen vorschreibt.

214 Warum hat die Kirche das Recht, Gesetze und Vorschriften zu erlassen?

Die Kirche hat das Recht, Gesetze und Vorschriften zu erlassen, weil die Kirche in der Person der Apostel von Jesus Christus dazu die Befugnis erhalten hat. Wer deshalb der Kirche nicht gehorcht, ist Gott selbst gegenüber ungehorsam.

215 Wer kann in der Kirche Gesetze und Vorschriften erlassen?

In der Kirche können der Papst und die Bischöfe als Nachfolger der Apostel Gesetze und Vorschriften erlassen. Zu ihnen hat Jesus Christus gesagt: «Wer euch hört, hört mich; wer euch verachtet, verachtet mich.»*

* Luk. 10, 16

Das erste Kirchengebot

216 Was gebietet uns das erste Kirchengebot: Du sollst die gebotenen Feiertage halten?

Das erste Kirchengebot gebietet uns, die zur Ehre Gottes und der Heiligen festgesetzten Feiertage genauso zu halten wie die Sonntage.

217 Sündigt schwer, wer an den gebotenen Feiertagen dem hl. Messopfer nicht andächtig beiwohnt?

Wer ohne wahren Verhinderungsgrund dem hl. Messopfer an den gebotenen Feiertagen nicht andächtig beiwohnt und wer seinen Untergebenen keine Gelegenheit gibt, ihm beizuwohnen, sündigt schwer.

Das zweite Kirchengebot

218 Was gebietet uns das zweite Kirchengebot: Du sollst an Sonn- und Feiertagen dem hl. Messopfer mit Andacht beiwohnen?

Das zweite Kirchengebot gebietet allen Menschen, die den Vernunftgebrauch haben und nicht ohne wahren Grund verhindert sind, dem hl. Messopfer andächtig beizuwohnen.

219 Sündigt schwer, wer an Sonn- und Feiertagen dem hl. Messopfer nicht mit Andacht beiwohnt?

Wer den Vernunftgebrauch hat und ohne wahren Verhinderungsgrund an Sonn- und Feiertagen dem hI. Messopfer nicht andächtig beiwohnt oder einen Hauptteil (Opferung, Wandlung, Kommunion) davon versäumt, wer seinen Untergebenen keine Gelegenheit gibt, dem hI. Messopfer beizuwohnen, sündigt schwer und erfüllt das göttliche Gebot nicht, den Sonntag zu heiligen.

Das dritte Kirchengebot

220 Was gebietet uns das dritte Kirchengebot: Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten?

Das dritte Kirchengebot gebietet uns die Einhaltung des kirchlichen Fastens und am Freitag (am Tag des bitteren Leidens und Sterbens Jesu Christi) und an einigen von der Kirche festgelegten Fasttagen kein Fleisch zu essen (= Abstinenz).

221 Was erlaubt das kirchliche Fasten?

Das Fastengebot erlaubt täglich nur eine einmalige Sättigung; es verbietet aber nicht, morgens und abends eine kleine Stärkung zu nehmen; man muss sich aber dabei in Bezug auf Menge und Art der Speisen an die bewährten ortsüblichen Gewohnheiten halten.

222 Wer ist verpflichtet, das kirchliche Fasten und die Abstinenztage zu halten?

Zum kirchlichen Fasten ist jeder Gläubige ab dem vollendeten 21. bis zum begonnenen 60. Lebensjahr verpflichtet, wenn er nicht wegen Krankheit, schweren Arbeiten oder aus einem anderen gerechten Grund entschuldigt ist. Die Abstinenztage zu halten ist jeder katholische Christ verpflichtet, der 7 Jahre alt und nicht durch einen rechtmäßigen Grund entschuldigt ist.

223 Warum auferlegt uns die Kirche Enthaltsamkeit und Fastzeiten ?

Die Kirche auferlegt uns nach dem Beispiel und der Lehre Jesu Christi Enthaltsamkeiten und Fastenzeiten: zur Buße für die Sünden, zur Abtötung des Fleisches und der Leidenschaften und aus anderen besonderen Erfordernissen.

Das vierte Kirchengebot

224 Was gebietet uns das vierte Kirchengebot: Du sollst jährlich wenigstens einmal deine Sünden beichten und das heilige Sakrament des Altares empfangen, und zwar zur österlichen Zeit?

Das vierte Kirchengebot gebietet uns, wenigstens einmal im Jahr das heilige Bußsakrament und das heilige Sakrament des Altares zur österlichen Zeit zu empfangen.

225 Warum fügt die Kirche das Wort wenigstens hinzu, wenn sie uns auferlegt, einmal im Jahr zu beichten und zu kommunizieren?

Wenn die Kirche uns auferlegt, einmal jährlich zu beichten und zu kommunizieren, so fügt sie das Wort wenigstens hinzu, um uns die Nützlichkeit, ja die Notwendigkeit in Erinnerung zu rufen, diese Sakramente oft zu empfangen, wie es ihr Wunsch ist.

Das fünfte Kirchengebot

226 Was verbietet uns das fünfte Kirchengebot: Du sollst zu verbotenen Zeiten keine feierliche Hochzeit halten?

Das fünfte Kirchengebot verbietet die Messe mit dem besonderen Brautsegen vom ersten Adventsonntag bis und mit dem hI. Weihnachtstag und vom Aschermittwoch bis und mit dem hI. Ostertag. In diesen Zeiten sollen die Brautleute von allem großen Gepränge und allen weltlichen Lustbarkeiten absehen.

Kapitel III: Die Tugenden

1. Die Tugenden im allgemeinen. Die göttlichen Tugenden

227 Was ist Tugend?

Tugend ist die beständige Anlage (Neigung) der Seele, das Gute zu tun.

228 Wie viele Arten von Tugenden gibt es?

Es gibt zwei Arten von Tugenden: die natürlichen (sittlichen, moralischen) und die übernatürlichen Tugenden. Wir erlangen die natürlichen Tugenden, indem wir wiederholt gute Taten vollbringen. Die übernatürlichen Tugenden hingegen können wir mit unseren Kräften allein weder erlangen noch ausüben. Sie werden uns vielmehr von Gott geschenkt. Die übernatürlichen Tugenden sind die eigentlichen Tugenden des Christen.

229 Welches sind die eigentlichen Tugenden des Christen?

Die eigentlichen Tugenden des Christen sind die übernatürlichen Tugenden, insbesondere der Glaube, die Hoffnung und die Liebe. Man nennt sie die theologischen oder göttlichen Tugenden, weil sie Gott selbst zum Ziel und als Grund haben.

230 Wie empfangen und üben wir die übernatürlichen Tugenden?

Wir empfangen die übernatürlichen Tugenden zusammen mit der heiligmachenden Gnade durch die Sakramente und indem wir die zwei Gebote der Liebe erfüllen, die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten, die der Gottesliebe entspringt. Wir üben die göttlichen Tugenden mit den helfenden Gnaden, den guten Gedanken und Eingebungen, mit welchen Gott uns in jedem guten Akt bewegt und hilft. *

* siehe Lehrstück 31

231 Welche von den übernatürlichen Gnaden ist die vorzüglichste?

Von den übernatürlichen Gnaden ist die (Gottes-)Liebe die vorzüglichste, weil sie von der heiligmachenden Gnade untrennbar ist, uns innig mit Gott und dem Nächsten vereint, uns zur vollkommenen Beobachtung des Gesetzes und zu jedem guten Werk bewegt und im Himmel fortbesteht: in ihr ist die christliche Vollkommenheit.

Der Glaube

232 Was ist der Glaube?

Der Glaube ist jene übernatürliche Tugend, mit der wir auf die Autorität Gottes hin glauben, was Er geoffenbart hat und uns durch die Kirche zu glauben vorstellt.

233 Wo sind die göttlichen Offenbarungen enthalten, die uns die Kirche zu glauben vorstellt?

Was uns Gott geoffenbart hat und uns durch die Kirche zu glauben vorstellt, ist in der Heiligen Schrift und in der (mündlichen) Überlieferung (Tradition) enthalten.

234 Was ist die Heilige Schrift?

Die Heilige Schrift ist die Sammlung aller Bücher des Alten und Neuen Testaments, die aufgrund göttlicher Eingebung niedergeschrieben wurden und von der Kirche als Werk Gottes selbst angenommen worden sind.

235 Was ist die Überlieferung?

Die Überlieferung ist das mündliche Lehrgut Jesu Christi und der Apostel, das von der Kirche ohne Veränderung bis zu uns überliefert worden ist.

236 Wer kann uns vollumfänglich und unverfälscht die in der Heiligen Schrift und in der Überlieferung enthaltenen Wahrheiten bekannt machen?

Allein die Kirche kann uns mit göttlicher Autorität vollumfänglich und im wahren Sinne die in der Heiligen Schrift und in der Tradition enthaltenen Wahrheiten bekannt machen, weil Gott nur ihr allein die Glaubenshinterlage anvertraut und den Heiligen Geist gesandt hat, Der ihr ununterbrochen beisteht, damit sie nicht irre.

237 Genügt es, im allgemeinen an die von Gott geoffenbarten Wahrheiten zu glauben?

Es genügt nicht, im allgemeinen an die von Gott geoffenbarten Wahrheiten zu glauben, sondern auch das Dasein des vergeltenden Gottes und die beiden Hauptgeheimnisse* müssen mit ausdrücklichem Glaubensakt geglaubt werden.

* siehe Lehrstück 30

Die Hoffnung

238 Was ist die Hoffnung? '

Die Hoffnung ist jene übernatürliche Tugend, durch die wir Gott vertrauen und von Ihm das ewige Leben und die notwendigen Gnaden erwarten, um es hier auf Erden mit den guten Werken zu verdienen.

239 Aus welchem Grunde erhoffen wir von Gott das ewige Leben und die notwendige Gnade, um es zu verdienen?

Wir erhoffen von Gott das ewige Leben und die notwendigen Gnaden, um es zu verdienen, weil Er als der unendlich Gute und unendlich Getreue sie uns durch die Verdienste Jesu Christi versprochen hat. Deshalb beleidigt derjenige Gott aufs tiefste, der die Hoffnung aufgibt oder verzweifelt.

Die Liebe

240 Was ist die Liebe?

Die Liebe ist jene übernatürliche Tugend, durch die wir Gott um Seiner Selbst willen über alles lieben und den Nächsten wie uns selbst aus Liebe zu Gott.

241 Warum müssen wir Gott lieben?

Wir müssen Gott lieben um Seiner Selbst willen: als das höchste Gut, als der Quell all unserer Güter. Deshalb müssen wir Ihn auch über alles «mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen Seele, mit unserem ganzen Gemüte und mit allen unseren Kräften» lieben.·

* Mk. 12,30

242 Warum müssen wir den Nächsten lieben?

Wir müssen den Nächsten lieben aus Liebe zu Gott, weil Gott es uns gebietet, weil jeder Mensch von Gott nach Seinem Bild geschaffen ist, weil alle Menschen Gott zum Vater haben und darum Brüder sind, weil Jesus Christus für alle Menschen sein kostbares Blut vergossen hat.

243 Sind wir verpflichtet, auch unsere Feinde zu lieben?

Ja, wir sind verpflichtet, auch unsere Feinde zu lieben und ihre Beleidigungen zu verzeihen, weil auch die Feinde unsere Nächsten sind, weil Jesus Christus auch für sie Sein kostbares Blut vergossen hat und Er uns ausdrücklich befohlen hat, sie zu lieben.

2. Übung der Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Die evangelischen Räte

244 Wann müssen wir Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erwecken?

Wir müssen im Leben oftmals Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erwecken, besonders dann, wenn wir Versuchungen zu überwinden oder wichtige christliche Pflichten zu erfüllen haben und wenn wir in Todesgefahr sind.

245 Ist es gut, oft Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu erwecken?

Es ist gut, oft Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu erwecken, um die so notwendigen Tugenden zu erhalten, sie zu vermehren und zu stärken, weil sie die lebenswichtigen Teile des «geistigen Menschen» sind.

246 Wie müssen wir Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe erwecken?

Wir müssen Akte des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe mit dem Herzen, mit dem Mund und mit den Werken erwecken, indem wir in unserem Leben Zeugnis davon ablegen.

247 Wie beweist man den Glauben?

Man beweist den Glauben, indem man ihn ohne Angst und Menschenfurcht bekennt und verteidigt, wenn sich die Gelegenheit bietet und entsprechend seinen Grundsätzen lebt. «Der Glaube ohne die Werke ist tot.» *

* Jak.2, 26

248 Wie beweist man die Hoffnung?

Man beweist die Hoffnung, indem man sich nicht von den Nöten und Widerwärtigkeiten des Lebens beunruhigen lässt, ebensowenig durch die Verfolgungen, die man des Glaubens wegen zu erdulden hat, sondern vielmehr voll Ergebung der Verheißungen Gottes gewiss lebt.

249 Wie beweist man die Liebe?

Die Liebe beweist man, indem man die Gebote Gottes hält, die Werke der Barmherzigkeit übt und wenn Gott einen ruft, die evangelischen Räte befolgt.

* siehe Lehrstücke 38, 39

250 Was sind die evangelischen Räte?

Die evangelischen Räte sind Einladungen (die Jesus Christus im Evangelium macht) zu einem vollkommeneren Leben in der Ausübung von nicht befohlenen Tugenden.

251 Welches sind die hauptsächlichen evangelischen Räte?

Die hauptsächlichen evangelischen Räte sind: die freiwillige Armut, die immerwährende Keuschheit und der vollkommene Gehorsam.

252 Was ist die sittliche Tugend?

Die sittliche (moralische, natürliche) Tugend ist die Gewohnheit, das Gute zu tun, die dadurch erlangt wird, indem man wiederholt gute Taten vollbringt.

253 Welches sind die hauptsächlichen sittlichen Tugenden?

Die hauptsächlichen sittlichen Tugenden sind: die Frömmigkeit, die uns bewegt, Gott den gebührenden Kult zu erweisen, die vier Kardinaltugenden: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigkeit, die uns imLeben ehrbar machen.

254 Warum werden diese Kardinaltugenden genannt?

Diese Tugenden werden Kardinaltugenden genannt, weil sie die Angelpunkte (Cardinis) der anderen sittlichen Tugenden sind.

255 Was ist die Klugheit?

Die Klugheit ist die Tugend, die unsere Akte (Unternehmungen) zum rechten Ziele leitet und bewirkt, dass man die guten Mittel auswählt und anwendet.

256 Was ist die Gerechtigkeit?

Die Gerechtigkeit ist die Tugend, die bewirkt, dass man einem jeden gibt, was ihm gebührt.

257 Was ist die Tapferkeit?

Die Tapferkeit ist die Tugend, die uns jede Schwierigkeit oder Gefahr einschließlich den Tod ohne Verwegenheit und ohne Furcht zum Dienste Gottes und für das Wohl des Nächsten überwinden lässt.

258 Was ist die Mäßigkeit?

Die Mäßigkeit ist die Tugend, die uns die Leidenschaften und besonders die sinnlichen Begierden beherrschen und den Gebrauch der sinnlichen Güter mäßigen lässt.

259 Was sind die Leidenschaften?

Die Leidenschaften sind heftige Erregungen oder Bewegungen der Seele, die zum Laster und oft auch zum Verbrechen fortreißen, wenn sie nicht von der Vernunft beherrscht werden.

260 Was ist das Laster?

Das Laster ist die Gewohnheit, das Böse zu tun, in das man sich durch wiederholt schlechte Taten verstrickt hat.

261 Welches sind die Hauptlaster?

Die HauptIaster sind die Hauptsünden. Sie werden so genannt, weil sie Haupt (capitus) und Ursprung der anderen Laster und Sünden sind.

* siehe Lehrstück 40

262 Welche Tugenden sind den Hauptlastern entgegengesetzt?

Die den HauptIastern entgegengesetzten Tugenden sind: die Demut, die Freigebigkeit, die Keuschheit, die Geduld, die Nüchternheit, die Brüderlichkeit, und der Eifer im Dienste Gottes.

263 Hat Jesus Christus irgendeine sittliche Tugend im besonderen empfohlen?

Jesus Christus hat einige sittliche Tugenden ganz besonders empfohlen, indem er in den 8 Seligkeiten diejenigen als selig bezeichnet, die sie üben.

264 Wie heißen die 8 Seligkeiten ?

1. Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich.

2. Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land besitzen.

3. Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.

4. Selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden.

5. Selig die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

6. Selig, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.

7. Selig die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.

8. Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich. '"

* Mt. 5, 3-10

265 Warum nannte Jesus Christus im Gegensatz zur Meinung der Welt in den 8 Seligkeiten die demütigen und notleidenden Menschen selig?

Jesus Christus pries im Gegensatz zur Meinung der Weit die demütigen und notleidenden Menschen darum selig, weil sie einst einen besonderen Lohn von Gott empfangen werden. Er lehrte uns damit, sie nachzuahmen und uns nicht um die trügerischen Grundsätze der Welt zu kümmern.

266 Können jene Menschen wahrhaft glücklich sein, die den Grundsätzen der Welt folgen?

Jene Menschen, die den Grundsätzen der Welt folgen, können nicht wahrhaft glücklich sein, weil sie Gott den Herrn, ihre wahre Glückseligkeit, nicht suchen. Sie haben den Frieden des Gewissens nicht und gehen den Weg des Verderbens.

3. Teil: Die Gnadenmittel. Die Sakramente oder gnadenspendenden Mittel. Das Gebet oder das gnadenerlangende Mittel

Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird selig werden. (Mk. 16,16)

Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und Sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben! (Joh. 6,54}

Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten. (Joh. 20.23)

Kapitel I: Die Sakramente im allgemeinen

267 Was sind die Sakramente?

Die Sakramente sind die wirksamen Zeichen der von Jesus Christus zu unserer Heiligung eingesetzten Gnaden.

268 Warum sind die Sakramente die wirksamen Zeichen der Gnade?

Die Sakramente sind Zeichen der Gnade, weil sie in ihren sinnenfälligen Teilen jene unsichtbare Gnade bedeuten oder auf sie hinweisen, die sie mitteilen. Sie sind deren wirksame Zeichen, weil sie nicht nur die Gnade bedeuten, sondern sie auch wirklich mitteilen.

269 Welche Gnade teilen die Sakramente mit?

Die Sakramente teilen die Heiligmachende und die sakramentale Gnade mit.

270 Was ist die Heiligmachende Gnade?

Die Heiligmachende Gnade ist eine unserer Seele ständig innewohnende übernatürliche Gabe, die uns heilig macht, das heißt gerecht, zu Freunden und Adoptivkindern Gottes, Brüdern Jesu Christi und Erben des Himmels.

271 Was ist die sakramentale Gnade?

Die sakramentale Gnade ist das Recht auf die besonderen Gnaden, die nötig sind, um den Eigenzweck eines jeden Sakramentes zu erreichen.

272 Wer hat den Sakramenten die Kraft gegeben, die Gnade mitzuteilen?

Jesus Christus hat den Sakramenten die Kraft gegeben, die Gnade zu vermitteln, die Er selbst uns mit seinem Leiden und Sterben verdient hat.

273 Wie heiligen uns die Sakramente?

Die Sakramente heiligen uns entweder dadurch, dass sie uns die erste Heiligmachende Gnade mitteilen (welche die Erbsünde tilgt) oder dadurch, dass sie in uns jene Gnade vermehren, die wir bereits besitzen.

274 Welche Sakramente verleihen uns die erste Gnade?

Die erste Gnade verleihen uns die hl. Taufe und die hl. Beichte, die man Sakramente der Toten nennt, weil sie den Seelen, die durch die Sünde gestorben sind, das Leben der Gnade geben.

275 Welche Sakramente vermehren in uns die Gnade?

Es vermehren in uns die Gnade: die hl. Firmung, das allerheiligste Sakrament des Altares, die hl. Krankenölung, die hl. Priesterweihe und die hl. Ehe. Man nennt diese die Sakramente der Lebenden, weil alle, die sie empfangen, bereits durch die Gnade Gottes geistig leben müssen.

276 Begeht derjenige eine Sünde, der ein Sakrament der Lebenden empfängt, obwohl er weiß, dass er nicht in der Gnade Gottes ist?

Wer ein Sakrament der Lebenden empfängt, obschon er weiß, dass er nicht in der Gnade Gottes ist, begeht eine sehr schwere Sünde (Gottesraub oder Sakrileg), weil er unwürdigerweise etwas Heiliges empfängt.

277 Was müssen wir tun, um die Gnade der Sakramente zu bewahren?

Um die Gnade der Sakramente zu bewahren, müssen wir durch eigenes Bemühen mitwirken, indem wir das Gute ausführen und das Schlechte fliehen.

278 Welches sind die zum Heile notwendigsten Sakramente?

Die für das ewige Heil notwendigsten Sakramente sind die Sakramente der Toten: die Taufe und die Beichte, weil sie die erste Gnade oder das geistige Leben verleihen.

279 Sind die Taufe und die Beichte gleicherweise notwendig?

Die Taufe und die Beichte sind nicht gleichermaßen notwendig: die Taufe ist für alle Menschen notwendig, da alle mit der Erbsünde geboren werden. Die Beichte hingegen ist nur für jene notwendig, die nach der Taufe eine Todsünde begehen und dadurch die Gnade verlieren.

280 Wenn die Taufe für alle notwendig ist, kann dann niemand ohne Taufe gerettet werden?

Ohne Taufe kann niemand gerettet werden. Wenn man jedoch die Wassertaufe nicht empfangen kann, genügt die Bluttaufe: das für Jesus Christus erlittene Martyrium oder die Begierdetaufe: das Verlangen nach den von Gott eingesetzten Heilsmitteln in vollkommener Reue und Liebe zu Gott.

281 Wie oft kann man die Sakramente empfangen?

Einige Sakramente kann man mehrmals, andere nur ein einziges Mal empfangen.

282 Welche Sakramente empfängt man nur ein einziges Mal?

Man empfängt nur ein einziges Mal: die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe.

283 Warum empfängt man die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe nur ein einziges Mal?

Man empfängt die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe nur ein einziges Mal, weil sie der Seele ein unauslöschliches Merkmal einprägen, indem sie eine ewige Weihe des Menschen an Jesus Christus bewirken, die ihn von dem Menschen unterscheidet, der sie nicht empfangen hat.

284 Was ist das Merkmal?

Das Merkmal ist ein geistiges Unterscheidungszeichen, das unauslöschlich ist.

285 Welche Merkmale prägen die Taufe, die Firmung und die Priesterweihe der Seele ein?

Die Taufe prägt der Seele das Merkmal des Christen ein. Die Firmung das des Soldaten Jesu Christi; die Priesterweihe das Seines Dieners.

286 Wie viele Dinge sind zur Spendung eines Sakramentes erforderlich?

Zur Spendung eines Sakramentes sind drei Dinge erforderlich: die Materie, die Form und der Spender, der die Absicht haben muss, das zu tun, was die Kirche tut.

287 Was ist die Materie des Sakramentes?

Die Materie des Sakramentes ist das sinnenfällige Element, das erforderlich ist, um es zu vollziehen (wie z. B. das Wasser bei der Taufe).

288 Was ist die Form des Sakramentes?

Die Form des Sakramentes sind die Worte, die der Spender aussprechen muss im Akt der Anwendung der Materie selbst.

289 Wer ist der Spender des Sakramentes?

Der Spender des Sakramentes ist die fähige Person, die es vollzieht oder verleiht im Namen und durch die Autorität Jesu Christi.

Kapitel II: Die Taufe

290 Was ist die Taufe?

Die Taufe ist das Sakrament, das uns zu Christen macht: zu Nachfolgern Jesu Christi, Kindern Gottes und Gliedern der Kirche.

291 Welches ist die Materie der Taufe?

Die Materie der Taufe ist das natürliche Wasser.

292 Welches ist die Form der Taufe?

Die Form der Taufe sind die Worte: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

293 Wer ist der Spender der Taufe?

Spender der Taufe ist gewöhnlich der Priester. Im Notfall kann es jeder Mensch sein, auch ein Häretiker oder Ungläubiger, vorausgesetzt, dass er die Absicht hat, das zu tun, was die Kirche tut.

294 Wie spendet man die Taufe?

Die Taufe spendet man, indem man Wasser über den Kopf des Täuflings gießt und gleichzeitig die Worte der Form spricht.

295 Welche Wirkungen ruft die Taufe hervor?

Die Taufe verleiht die erste heiligmachende Gnade und die übernatürlichen Tugenden; sie nimmt die Erbsünde und die persönlichen Sünden, falls solche vorhanden sind, zugleich mit jeder Sündenstrafe hinweg, die wir durch sie verdient haben. Sie prägt das Merkmal des Christen ein und macht uns fähig, die anderen Sakramente zu empfangen.

296 Verwandelt die Taufe den Menschen?

Die Taufe verwandelt den Menschen im Geiste und lässt ihn wie neu geboren werden, indem sie aus ihm einen neuen Menschen macht. Deshalb gibt man dem Täufling den Namen eines Heiligen, der ihm im christlichen Leben Beispiel und Beschützer sein soll.

297 Wozu verpflichtet sich der Täufling?

Wer die Taufe empfängt und dadurch Christ wird, verpflichtet sich, den Glauben zu bekennen und das Gesetz Jesu Christi zu beobachten. Deshalb widersagt er allem, was sich dem entgegenstellt.

298 Wem widersagt man beim Empfang der Taufe?

Beim Empfang der Taufe widersagt man dem Teufel, seinen Werken und all seiner Pracht.

299 Was wird unter den Werken und der Pracht des Teufels verstanden?

Unter den Werken und der Pracht des Teufels versteht man die Sünden, die Eitelkeit der Welt und ihre verderblichen Grundsätze, die dem Evangelium widersprechen.

300 Wie widersagen die Kinder in der Taufe dem Teufel?

Die Kinder widersagen in der Taufe dem Teufel durch die Taufpaten.

301 Wer sind die Taufpaten bei der Taufe?

Die Taufpaten sind jene, die der Kirche den Täufling vorstellen und in seinem Namen antworten, wenn er ein Kleinkind ist. Als geistliche Eltern verpflichten sie sich, für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen, falls die eigenen Eltern darin fehlen sollten. Sie müssen deshalb gute Christen sein.

302 Sind wir verpflichtet, die Versprechen und die Widersagungen zu halten, welche die Paten in unserem Namen bei der Taufe gemacht haben?

Wir sind verpflichtet, die Versprechen und die Widersagungen zu halten, welche die Paten in unserem Namen bei der Taufe gemacht haben, weil die Paten uns nur das auferlegen, was Gott allen auferlegt und was wir selbst versprechen müssen, um gerettet zu werden.

303 innerhalb welcher Frist müssen die Eltern (oder wer immer ihre Stelle vertritt) das Kind taufen lassen?

Die Eltern oder ihre Stellvertreter müssen das Kind spätestens zehn Tage nach der Geburt taufen lassen. Es geziemt sich, dem Kind die Gnade und die ewige Glückseligkeit sofort sicherzustellen, da es sehr leicht sterben könnte. Bei Lebensgefahr ist sofort nach der Geburt die Nottaufe zu spenden.

Kapitel III: Die Firmung

304 Was ist die Firmung?

Die Firmung ist das Sakrament, das aus uns, vollkommene Christen und Soldaten Jesu Christi macht und uns das Merkmal dafür einprägt.

305 Welches ist die Materie der Firmung?

Die Materie der Firmung ist der heilige Chrisam: Öl vermischt mit Balsam, das der Bischof am Hohen Donnerstag (Gründonnerstag) weiht.

306 Welches ist die Form der Firmung?

Die Form der Firmung sind die Worte: Ich bezeichne dich mit dem Zeichen des Kreuzes und stärke dich mit dem Chrisam des Heiles, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

307 Wer ist der Spender der Firmung?

Spender der Firmung ist der Bischof. Ausnahmsweise kann sie auch der Priester spenden, wenn er dazu vom Papst die Befugnis hat.

308 Wie spendet der Bischof die Firmung?

Der Bischof breitet die Hände über den Firmling aus und ruft den Heiligen Geist an. Dann salbt er dem Firmling mit dem heiligen Chrisam in Form eines Kreuzes die Stirn, indem er die Worte der Form ausspricht. Dann gibt er ihm einen leichten Schlag auf die Wange und spricht die Worte: Der Friede sei mit dir. Zuletzt segnet er alle Firmlinge.

309 In welcher Weise macht uns die Firmung zu vollkommenen Christen und Soldaten Jesu Christi?

Die Firmung macht aus uns vollkommene Christen und Soldaten Jesu Christi, indem sie uns die Fülle des Heiligen Geistes gibt: Seine Gnaden und Seine Gaben. Diese bestärken (festigen) oder kräftigen uns im Glauben und in den anderen Tugenden gegen die dämonischen Mächte.

310 In welchem Alter sollte man die Firmung empfangen?

Es ist gut, die Firmung schon im Alter von ungefähr 7 Jahren zu empfangen, weil dann die Versuchungen anfangen und man in diesem Alter die Heiligkeit und die Gnade dieses Sakramentes genügend kennen kann.

311 Welche Voraussetzungen muss derjenige erfüllen, der die Firmung empfängt?

Wer die Firmung empfängt, muss in der Gnade Gottes sein. Wenn er den Vernunftgebrauch hat, muss er die hauptsächlichen Geheimnisse des Glaubens kennen, sich mit Andacht diesem Sakrament nähern und tief durchdrungen sein von dem, was der Ritus (die heilige Handlung) bedeutet.

312 Was bedeutet der heilige Chrisam?

Der heilige Chrisam mit dem Öl, das sich ausbreitet und Kraft gibt, bedeutet die reichliche Gnade der Firmung. Der Balsam des heiligen Chrisams, der wohlriecht und vor dem Zerfall bewahrt, bedeutet den guten Geruch der Tugenden, die der Firmling besitzen muss, indem er die Verderbnis der Laster flieht.

313 Was bedeutet die Salbung, die in Form eines Kreuzes aufdie Stirne gemacht wird?

Die in Kreuzform auf die Stirne gemachte Salbung bedeutet, dass der Firmling nun als starker Streiter Jesu Christi die Stirne erhoben tragen muss, ohne sich des Kreuzes zu schämen und ohne Angst zu haben vor den Feinden des Glaubens.

314 Was bedeutet der leichte Backenstreich, den der Bischof dem Firmling gibt?

Der leichte Backenstreich, den der Bischof dem Firmling gibt, bedeutet, dass dieser bereit sein muss, für den Glauben jeden Angriff und jede Pein zu ertragen.

315 Sind für die Firmung Paten erforderlich?

Für die Firmung ist nur ein Pate (gleichen Geschlechtes wie der Firmling) erforderlich. Dieser muss katholisch und selbst gefirmt sein. Er darf nicht schon Taufpate des Firmlings sein. Der Firmpate muss ein guter Christ sein, damit er den Firmling geistig erbauen und ihm beistehen kann.

Kapitel IV: Das allerheiligste Sakrament des Altares

1. Das Sakrament: Einsetzung, Zweck

316 Was ist das Altarsakrament ?

Das Altarsakrament ist das Sakrament, das unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaft den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus zur Nahrung der Seelen enthält.

317 Welches ist die Materie des Altarsakramentes?

Die Materie des Altarsakramentes ist das Weizenbrot und der Traubenwein.

318 Welches ist die Form des Altarsakramentes?

Die Form des Altarsakramentes sind die Worte Jesu Christi: DAS IST MEIN LEIB.
DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES / GEHEIMNIS DES GLAUBENS / DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
Canon Missae

319 Wer ist der Vollziehende des Altarsakramentes?

Der Vollziehende des Altarsakramentes ist der Priester, der durch das Aussprechen der Worte Jesu Christi im hl. Messopfer das Brot in den Leib und den Wein in das Blut Jesu Christi verwandelt.

320 Wann hat Jesus Christus das Altarsakrament eingesetzt?

Jesus Christus hat das Altarsakrament beim letzten Abendmahl (am Hohen Donnerstag oder Gründonnerstag) vor seinem bitteren Leiden eingesetzt:

«Er nahm am Abend vor Seinem Leiden Brot in Seine heiligen und ehrwürdigen Hände, erhob die Augen gen Himmel zu Dir, Gott, Seinem allmächtigen Vater, sagte Dir Dank, + segnete es, brach es und gab es Seinen Jüngern mit den Worten: ... *
In gleicher Weise nahm Er nach dem Mahle auch diesen wunderbaren Kelch in Seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte Dir abermals, segnete + ihn und gab ihn Seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: ... *
Tut dies, sooft ihr es tut, zu Meinem Andenken.»
* Canon Missae / Frage 318

321 Warum hat Jesus Christus das Altarsakrament eingesetzt?

Jesus Christus hat das Altarsakrament eingesetzt, damit Er im hl. Messopfer das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes sei und in der hl. Kommunion die Nahrung für die Seelen, zum ewigen Andenken an Seine Liebe und Sein bitteres Leiden.

2. Wirkliche Gegenwart Jesu Christi im allerheiligsten Sakrament des Altares

322 Ist im Altarsakrament derselbe Jesus Christus gegenwärtig wie im Himmel, und Der auf Erden von der Jungfrau Maria geboren wurde?

Im Altarsakrament ist derselbe Jesus Christus gegenwärtig wie im Himmel, und Der auf Erden von der Jungfrau Maria geboren wurde.

323 Warum glauben wir, dass Jesus Christus wahrhaft im Altarsakrament zugegen ist?

Wir glauben, dass Jesus Christus wahrhaft im Altarsakrarrtent zugegen ist, weil er selbst das konsekrierte (verwandelte) Brot und den konsekrierten Wein Seinen Leib und Sein Blut nannte und weil Uns dies die Kirche lehrt. Doch ist dieses Sakrament ein großes Geheimnis.

324 Was ist die Hostie vor der hl. Wandlung?

Vor der hl. Wandlung ist die Hostie Brot.

325 Was ist die Hostie nach der hl. Wandlung?

Nach der hl. Wandlung ist die Hostie der wahre Leib unseres Herrn Jesus Christus in der Gestalt des Brotes.

326 Was enthält der Kelch vor der hl. Wandlung?

Vor der hl. Wandlung enthält der Kelch Wein, mit ein paar Tropfen Wasser vermischt.

327 Was ist nach der hl. Wandlung im Kelch?

Nach der hl. Wandlung ist das wahre Blut unseres Herrn Jesus Christus in der Gestalt von Wein im Kelch.

328 Wann werden Brot und Wein Leib und Blut Jesu?

Brot und Wein werden im Augenblick der hl. Wandlung durch die Worte des Priesters Leib und Blut Jesu Christi.
siehe Frage 318

329 Ist nach der hl. Wandlung nichts mehr da vom Brot und vom Wein?

Nach der hl. Wandlung ist weder von der Substanz (dem Wesen) des Brotes noch des Weines etwas vorhanden. Es verbleiben nur die Gestalten oder der äußere Schein der Materie.

330 Was sind die Gestalten oder der äußere Schein?

Die Gestalten oder der äußere Schein sind alle Eigenschaften, die sinnenfällig sind: die Form, die Farbe, der Geruch, der Geschmack und das Gewicht des Brotes und des Weines.

331 lst unter der Gestalt des Brotes nur der Leib Jesu Christi und unter der Gestalt des Weines nur Sein Blut gegenwärtig?

Nein, sowohl unter der Gestalt des Brotes als auch des Weines ist der ganze Jesus Christus mit Fleisch und Blut, mit Leib und Seele, mit Menschheit und Gottheit gegenwärtig.

332 Wenn man die hl. Hostie in mehrere Teile zerbricht, zerbricht man dann den Leib Jesu Christi?

Nein, wenn man die hl. Hostie in mehrere Teile zerbricht, zerbricht man nicht den Leib Jesu Christi, sondern nur die Gestalt des Brotes. Jesus Christus bleibt in jedem Teil ganz gegenwärtig.

333 Befindet sich Jesus Christus in allen konsekrierten Hostien der Welt? Ja, Jesus Christus befindet sich in allen konsekrierten Hostien der Welt.

334 Warum bewahrt man in den Kirchen das allerheiligste Sakrament auf ?

Man bewahrt in den Kirchen das allerheiligste Sakrament auf, damit es die Gläubigen anbeten, in der hl. Kommunion empfangen und in diesem Sakrament den immerwährenden Beistand und die dauernde Gegenwart Jesu Christi in der Kirche spüren.

3. Die heilige Kommunion: Vorbereitung, Verpflichtung, Wirkungen

335 Wie viele Dinge sind notwendig, um würdig zu kommunizieren?

Um würdig zu kommunizieren, sind drei Dinge notwendig:

1. die Heiligmachende Gnade (in der Gnade Gottes sein)

2. das lebendige Bewusstsein dessen, was man empfangen will

3. das eucharistische Fasten.

336 Was bedeutet in der Gnade Gottes sein?

In der Gnade Gottes sein bedeutet, das Gewissen von jeder Todsünde rein zu haben.

337 Empfängt derjenige Jesus Christus, der weiß, dass er in der Todsünde lebt?

Derjenige, der weiß, dass er in der Todsünde lebt und so kommuniziert, empfängt Jesus Christus. Er bekommt jedoch nicht Seine Gnade, sondern begeht vielmehr ein schreckliches Sakrileg (Gottesraub) und macht sich so der Verdammung schuldig.

«Wer unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der versündigt sich am Leibe und Blute des Herrn ... , der isst und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht (von anderer Speise) unterscheidet.» (1. Kor. 11, 27,29)

338 Was bedeutet das lebendige Bewusstsein dessen, was man empfangen will?

Das lebendige Bewusstsein dessen, was man empfangen will, bedeutet, sich unserem Herrn Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament des Altars mit lebendigem Glauben, mit glühender Begierde und mit tiefer Demut und Bescheidenheit zu nähern.

339 Worin besteht das eucharistische Fasten vor der hl. Kommunion?

Das eucharistische Fasten vor Empfang der hl. Kommunion besteht darin, dass wir von Mitternacht an nichts mehr essen und trinken. Beim Kommunionempfang nach 13 Uhr gilt das Nüchternheitsgebot ab drei Stunden vorher.

* siehe Vorwort '

340 Darf man vor der hl. Kommunion Wasser trinken?

Vor der hl. Kommunion darf man Wasser trinken, weil das Wasser das eucharistische Fasten nicht bricht.

340a Gibt es in bestimmten Fällen Erleichterungen für das eucharistische Fasten?

Ja, die Kranken können auch ohne zeitliche Begrenzung die nichtalkoholischen Getränke und die wahren und eigentlichen Arzneien einnehmen, seien sie fest oder flüssig.

340b Kann jemand in Todesgefahr auch kommunizieren, wenn er nicht nüchtern ist?

Ja, in Todesgefahr kann auch der kommunizieren, der nicht nüchtern ist.

341 Besteht eine Verpflichtung, die hl. Kommunion zu empfangen?

Es besteht die Verpflichtung, wenigstens einmal jährlich, und zwar zur österlichen Zeit, die hl. Kommunion zu empfangen* und in Todesgefahr als Wegzehrung ([Viaticum]]), welche die Seele auf der Reise in die Ewigkeit stärken soll.

* siehe Frage 224

342 In welchem Alter beginnt die Verpflichtung zur österlichen Kommunion?

Die Verpflichtung zur österlichen Kommunion beginnt mit dem Alter, in welchem die Fähigkeit gegeben ist, sie mit genügender Vorbereitung zu empfangen (für gewöhnlich mit ungefähr 7 Jahren).

343 Ist es gut und nützlich, oft zu kommunizieren?

Es ist sehr gut und sehr nützlich, oft, ja täglich zu kommunizieren, vorausgesetzt, dass man es stets mit der gebührenden Vorbereitung tut.

344 Wie lange verbleibt Jesus Christus nach der hl. Kommunion in uns?

Nach der Kommunion bleibt Jesus Christus solange in uns, als die eucharistischen Gestalten fortbestehen (ca. 15 Minuten). Daher soll die Danksagung mindestens 15 Minuten dauern.

345 Was wirkt die hl. Kommunion in dem Menschen, der sie würdig empfängt?

In dem Menschen, der die hl. Kommunion (die Seelenspeise) würdig empfängt, erhält und vermehrt sie die Gnade, die das Leben der Seele ist, wie es die Speise für das Leben des Leibes tut. Sie lässt die lässlichen Sünden nach und bewahrt vor den Todsünden. Sie gibt geistigen Trost und geistige Stärkung, indem sie die Liebe und die Hoffnung auf unsere Auferstehung zum ewigen Leben mehrt, dessen Unterpfand sie ist.

4. Das heilige Messopfer

346 Ist das allerheiligste Altarsakrament nur ein Sakrament?

Das allerheiligste Altarsakrament ist nicht nur ein Sakrament, sondern es ist auch das Opfer des Neuen und Ewigen Bundes. Als solches heißt es das heilige Messopfer.

347 Was ist das Opfer?

Das Opfer ist die öffentliche Darbringung einer Sache an Gott, die man zerstört, um zu bekennen, dass Er der Schöpfer und Höchste Herr ist, dem alles gänzlich gehört.

348 Was ist das heilige Messopfer?

Das heilige Messopfer ist das Opfer des Leibes und des Blutes Jesu Christi, die unter den Gestalten von Brot und Wein vom Priester Gott auf dem Altar zum Gedächtnis und zur Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christi dargebracht werden.

349 Ist das hl. Messopfer das Kreuzesopfer selbst?

Das hl. Messopfer ist das Kreuzesopfer selbst. Es besteht nur ein Unterschied in der Weise der Darbringang.

350 Welcher Unterschied besteht zwischen dem Kreuzesopfer und dem hl. Messopfer?

Zwischen dem Kreuzesopfer und dem hl. Messopfer besteht dieser Unterschied: Im Kreuzesopfer opferte sich Jesus Christus am Kreuze, indem er freiwillig das eigene Blut hingab und jede Gnade für uns verdiente. Im hl. Messopfer auf dem Altar vergießt Er sein Blut nicht mehr sichtbar, sondern opfert und vernichtet sich mystischerweise (geheimnisvollerweise) durch den Dienst des Priesters und wendet uns die Verdienste des Kreuzesopfers zu.

351 Zu welchen Zwecken wird das hl. Messopfer Gott dargebracht?

Das hl. Messopfer wird Gott dargebracht, um Ihm den höchsten Anbetungskult zu erweisen, Ihm für Seine Wohltaten zu danken, Ihn zu besänftigen, Ihm Genugtuung zu leisten für unsere Sünden und um Gnaden zu erlangen zum Wohl der lebenden und verstorbenen Christgläubigen.

352 Bringt man das hl. Messopfer nicht auch den Heiligen dar ?

Nein, man bringt das hl. Messopfer nicht den Heiligen dar, sondern einzig Gott, auch wenn man es zu Ehren der Heiligen Gott darbringt: das Opfer gebührt nur dem Schöpfer und Höchsten Herrn.

353 Sind wir verpflichtet, dem heiligen Messopfer beizuwohnen?

Wir sind verpflichtet, dem hl. Messopfer an Sonnund gebotenen Feiertagen beizuwohnen. Es empfiehlt sich jedoch, ihm oft beizuwohnen, um so am höchsten Akt der Religion teilzunehmen, der Gott über alles wohlgefällig und der Seele verdienstlich ist.

siehe Lehrstück 33. Frage 218 '

354 Welches ist die angemessenste Weise, dem heiligen Messopfer beizuwohnen?

Die angemessenste Weise, dem heiligen Messopfer beizuwohnen, ist diese: in Vereinigung mit dem Priester das hl. Messopfer GOTT darbringen, indem man im Geiste das Kreuzesopfer Jesu Christi betrachtet (das bittere Leiden und Sterben) und indem man würdig kommuniziert. Die hl. Kommunion ist die wirkliche Vereinigung mit dem makellosen Opfer und deshalb die höchste Teilnahme am heiligen Opfer.

Kapitel V: Die Beichte

1. Das Sakrament und seine Teile. Die Gewissenserforschung

355 Was ist die Beichte?

Die Beichte ist das von Jesus Christus eingesetzte Sakrament, um die nach der Taufe begangenen Sünden nachzulassen.

356 Wann wurde das Sakrament der Beichte von Jesus Christus eingesetzt?

Das Sakrament der Beichte wurde von Jesus Christus eingesetzt, als er den Aposteln (und in ihnen ihren Nachfolgern) sagte: «Empfanget den Heiligen Geist: Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen; und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten.» *

* Joh. 20, 22-23
* Mt. 18, 18

357 Wer ist der Spender der Beichte?

Spender der Beichte ist der vom Bischof ermächtigte Priester.

358 Wie viele und welche Dinge sind erfordert, um eine gute Beichte abzulegen?

Um eine gute Beichte abzulegen, sind sechs Dinge erforderlich: 1. Das Gebet; 2. die Gewissenserforschung; 3. die Reue über die Sünden; 4. der gute Vorsatz; 5. die Anklage (das Bekenntnis) der Sünden; 6. die Genugtuung oder Buße.

359 Wie macht man die Gewissenserforschung?

Die Gewissenserforschung geschieht dadurch, dass man sich nach vorherigem andächtigem Gebet (besonders zum Hl. Geist) die Sünden seit der letzten gut (gültig) abgelegten Beichte in Erinnerung ruft, die man in Gedanken, Worten und Werken, durch Unterlassungen gegen die Gebote Gottes, gegen die Vorschriften der Kirche und gegen die Pflichten des eigenen Standes begangen hat.

360 Müssen wir in der Gewissenserforschung die Zahl der Sünden bestimmen?

Bei der Gewissenserforschung müssen wir nach Möglichkeit die Zahl der Todsünden bestimmen.

2. Reue und Vorsatz

361 Was ist die Reue?

Die Reue oder der Reueschmerz ist jenes Missfallen an den begangenen Sünden und jene Abscheu vor ihnen, die bewirken, dass wir uns vornehmen, nicht mehr zu sündigen.

362 Wie viele Arten von Reue gibt es?

Es gibt zwei Arten von Reue: die vollkommene Reue oder Liebesreue, die unvollkommene oder Furchtreue.

363 Was ist die vollkommene Reue oder Liebesreue ?

Die vollkommene Reue oder Liebesreue ist das Missfallen an den begangenen Sünden, weil sie eine Beleidigung Gottes, unseres unendlich gütigen und liebenswürdigen Vaters, und Ursache des Leidens und Sterbens unseres Erlösers Jesus Christus sind.

364 Warum ist die Liebesreue eine vollkommene Reue?

Die Liebesreue ist eine vollkommene Reue, weil sie aus einem vollkommenen Motiv entspringt, nämlich der kindlichen Liebe zu Gott (Caritas), und weil sie uns sogleich die Vergebung der Sünden erwirkt, auch wenn die Verpflichtung zu beichten bleibt.

365 Was ist die unvollkommene Reue oder Furchtreue ?

Die unvollkommene Reue oder Furchtreue ist das Missfallen an den begangenen Sünden aus Furcht vor den ewigen und zeitlichen Strafen oder auch wegen der Hässlichkeit der Sünde an sich.

366 Warum ist die Furchtreue eine unvollkommene Reue?

Die Furchtreue ist eine unvollkommene Reue, weil sie unvollkommenen Motiven entspringt, die eher Knechten als Kindern Gottes eigen ist, und weil uns die Furchtreue nicht die Vergebung der Sünden erwirkt, die nur mittels des Bußsakramentes erlangt werden kann.

367 Ist es nötig, Reue über alle begangenen Sünden zu haben?

Es ist nötig, ohne Ausnahme über alle begangenen Todsünden (schweren Sünden) Reue zu haben. Es geziemt sich, auch die lässlichen Sünden zu bereuen.

368 Warum ist es notwendig, über alle Todsünden Reue zu haben?

Es ist notwendig, über alle Todsünden Reue zu haben, weil wir mit jeder Todsünde Gott schwer beleidigen und seine Gnade verlieren und darum verdienen, in ewiger Verdammung von Ihm getrennt zu sein.

369 Was ist der gute Vorsatz?

Der gute Vorsatz ist der entschlossene Wille, niemals mehr zu sündigen und die Gelegenheiten dazu zu fliehen.

370 Was ist die Gelegenheit zur Sünde?

Die Gelegenheit zur Sünde ist, was uns in Gefahr des Sündigens bringt, sei es eine Person oder eine Sache.

371 Sind wir verpflichtet, die Gelegenheiten zur Sünde zu fliehen?

Wir sind verpflichtet, die Gelegenheiten zur Sünde zu fliehen, weil wir verpflichtet sind, die Sünde zu fliehen. Wer sie nicht flieht, wird schließlich fallen. «Wer die Gefahr liebt, kommt darin um.» *

* Sir. 3, 27

3. Anklage (Bekenntnis) der Sünden

372 Was ist die Sündenanklage ?

Die Sündenanklage ist die dem beichthörenden Priester gegenüber gemachte Offenbarung der Sünden, um von ihnen losgesprochen zu werden.

373 Welcher Sünden müssen wir uns anklagen?

Wir sind verpflichtet, uns aller noch nicht oder schlecht gebeichteten Todsünden anzuklagen. Es empfiehlt sich jedoch, auch die lässlichen Sünden zu beichten.

374 Wie müssen wir die Todsünden bekennen?

Wir müssen die Todsünden vollständig bekennen. Wir dürfen uns von keiner falschen Scham überwinden lassen, dass wir irgendeine Todsünde verschweigen, indem wir deren Art, deren Zahl und auch deren Umstände, die eine weitere schwerwiegende Bosheit hinzufügen würden, nicht offen darlegen.

375 Was muss derjenige tun, der sich der genauen Zahl der Todsünden nicht erinnert?

Wer sich nicht der genauen Zahl der Todsünden erinnert, muss die Zahl nennen, die ihm die nächstliegende scheint.

376 Warum dürfen wir uns nicht von der Scham überwinden lassen, irgendeine Todsünde zu verschweigen?

Wir dürfen uns deshalb von der Scham, irgendeine Todsünde zu verschweigen, nicht überwinden lassen, weil wir in der Person des Beichtvaters Jesus Christus selbst beichten; weil der Beichtvater keinerlei Sünden aufdecken darf (selbst wenn es ihm das Leben kostete) und weil wir sonst (indem wir eine Todsünde verschweigen, die Verzeihung nicht erlangen) und beim Jüngsten Gericht vor allen beschämt werden würden.

377 Würde derjenige eine gute Beichte ablegen, der aus Scham oder einem anderen Grund eine Todsünde verschwiege?

Wer aus Scham oder einem anderen Grund eine Todsünde verschwiege, würde keine gute Beichte ablegen, sondern ein Sakrileg begehen.

378 Was muss derjenige tun, der weiß, dass er nicht gut gebeichtet hat? Wer weiß, dass er nicht gut gebeichtet hat, muss die schlecht gemachten Beichten wiederholen und sich der begangenen Sakrilegien anklagen.

379 Legt derjenige eine gute Beichte ab, der ohne Schuld eine Todsünde übergeht oder vergisst ?

Wer ohne Schuld eine Todsünde übergeht oder vergisst, legt eine gute Beichte ab. Es bleibt ihm jedoch die Pflicht, sich ihrer in der nächsten Beichte anzuklagen.

4. Lossprechung - Genugtuung - Ablässe

380 Was ist die Lossprechung?

Die Lossprechung ist der Spruch, mit dem der Priester im Namen Jesu Christi dem Beichtenden die Sünden nachlässt, indem er sagt: Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

381 Ist mit dem Nachlass der Sünden durch die Lossprechung auch jede verdiente Strafe nachgelassen?

Wenn durch die Lossprechung die Sünden nachgelassen sind, ist auch die mit der Todsünde verdiente ewige Sündenstrafe nachgelassen, jedoch bleibt gewöhnlich in diesem Leben oder im nächsten (im Fegefeuer) eine zeitliche Sündenstrafe zu verbüßen, wenn man keine vollkommene Reue hatte.

382 Was ist die Genugtuung oder die sakramentale Buße?

Die Genugtuung oder die sakramentale Buße ist das vom Beichtvater zur Strafe, zur Zurechtweisung und zur Sühnung der durch die Sünde verdienten zeitlichen Strafe den Sündern auferlegte gute Werk.

383 Wann geziemt es sich, die sakramentale Buße zu erfüllen?

Es geziemt sich, die sakramentale Buße so bald wie möglich zu erfüllen, wenn der Beichtvater dafür die Zeit nicht bestimmt hat.

384 Genügt die sakramentale Buße, um uns von allen zeitlichen Strafen zu befreien, die wir uns mit den Sünden verdient haben?

Die sakramentale Buße genügt für gewöhnlich nicht, uns von allen zeitlichen Sündenstrafen zu befreien. Deshalb ist es angemessen, mit anderen Bußwerken und Werken der Frömmigkeit und mit Ablässen genugzutun.

385 Welches sind die Werke der Buße und der Frömmigkeit?

Die Werke der Buße und der Frömmigkeit sind: das Fasten, die Abtötungen, die Werke der geistigen und leiblichen Barmherzigkeit*, die Gebete und der fromme Gebrauch jener geweihten Gegenstände und heiligen Zeremonien, die man Sakramentalien nennt, wie zum Beispiel das Weihwasser und die verschiedenen Segnungen.

* siehe Lehrstücke 38, 39.

386 Was ist der Ablass?

Der Ablass ist ein Nachlass zeitlicher Strafe (die Gott der Sünden wegen geschuldet ist), den die Kirche unter gewissen Bedingungen demjenigen gewährt, der in der Heiligmachenden Gnade lebt, indem sie ihm die überreichlichen Verdienste und Genugtuungen Jesu Christi, der Heiligsten Jungfrau Maria und der Heiligen zuwendet, die den Schatz der Kirche ausmachen.

387 Wie viele Arten von Ablässen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Ablässen: der vollkommene und der unvollkommene (teilweise) Ablass.

388 Welches ist der vollkommene Ablass?

Der vollkommene Ablass ist jener, der die ganze zeitliche Sündenstrafe nachlässt.

389 Welches ist der unvollkommene Ablass?

Der unvollkommene oder teilweise Ablass ist jener, der nur einen Teil der zeitlichen Sündenstrafen nachlässt.

390 Was wird unter Ablass von vierzig oder hundert Tagen, von sieben Jahren und ähnlichen Zeitangaben verstanden?

Unter Ablass von vierzig oder hundert Tagen, von sieben Jahren und ähnlichen Zeitangaben wird der Nachlass von soviel zeitlicher Sündenstrafe verstanden, für die im Altertum nach der von der Kirche bestimmten Bußordnung vierzig Tage, hundert Tage, sieben Jahre ... Buße notwendig gewesen wäre.

391 Was ist erforderlich, um die Ablässe zu gewinnen?

Um die Ablässe zu gewinnen, ist die Heiligmachende Gnade und die gute Ausführung der vorgeschriebenen Werke erforderlich.

Kapitel VI: Die Krankenölung

392 Was ist die Krankenölung ?

Die Krankenölung (auch Letzte Ölung genannt) ist das Sakrament, das zur geistigen und auch leiblichen Linderung der schwerkranken Christen von Jesus Christus eingesetzt ist.

393 Wer ist der Spender der Krankenölung?

Spender der Krankenölung ist der Pfarrer oder ein anderer Priester, der dazu ermächtigt ist.

394 Wie nimmt der Priester die Krankenölung vor?

Der Priester spendet die Krankenölung, indem er in Kreuzesform mit dem vom Bischof geweihten Öl die Sinnesorgane des Kranken salbt und spricht: Durch diese heilige Salbung und seine mildreichste Barmherzigkeit verzeihe dir der Herr, was du gesündigt hast durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Sprechen, Berühren und Gehen.

395 Welche Wirkungen hat die Krankenölung?

Die Krankenölung vermehrt die Heiligmachende Gnade. Sie tilgt die lässlichen Sünden und auch die Todsünden, die der reumütige Kranke nicht mehr beichten kann. Sie verleiht ferner Kraft, das Übel geduldig zu ertragen, den Versuchungen zu widerstehen und heilig zu sterben. Oft hilft sie dazu, die Gesundheit wiederzuerlangen, wenn es in Gottes Vorsehung gut ist für die Seele.

396 Wann kann man die heilige Ölung spenden?

1. Die heilige Ölung kann man spenden, wenn die Krankheit gefährlich ist. Es ist gut, sie sogleich nach der Beichte und vor der Wegzehrung zu geben, solange der Kranke bei Bewusstsein bleibt.

2. Stirbt jemand nach einer längeren Krankheit, so kann die heilige Ölung noch ungefähr eine halbe Stunde nach dem letzten Atemzug gespendet werden, bei einem plötzlichen Tode sogar zwei oder mehrere Stunden nachher.

Kapitel VII: Die Priesterweihe

397 Was ist die Priesterweihe?

Die Priesterweihe ist das Sakrament, das die Vollmacht verleiht, die heiligen Handlungen des allerheiligsten Altarsakramentes und die für das Heil der Seelen vorzunehmen. Die Priesterweihe prägt das unauslöschliche Merkmal eines Dieners Gottes ein.

398 Wer ist der Spender der Priesterweihe?

Spender der Priesterweihe ist der Bischof, der durch das Auflegen der Hände und das Überreichen der der Priesterweihe eigenen heiligen Gegenstände den Heiligen Geist und die heilige Gewalt gibt, indem er die Worte der vorgeschriebenen Form spricht.

399 Warum heißt das Sakrament der Priesterweihe, das zu Dienern Gottes macht, auch Ordo?

Das Sakrament, das zu Dienern Gottes macht, heißt auch Ordo, weil es verschiedene Grade von Dienern umfasst, von denen der eine dem anderen unterstellt ist, woraus die heilige Hierarchie folgt.

400 Welches sind die Stufen der heiligen Hierarchie?

Die Stufen der heiligen Hierarchie sind: die niederen Weihen, das Subdiakonat und das Diakonat, welche Vorstufen sind; das Priesteramt, welches die Gewalt besitzt, das allerheiligste Altarsakrament zu vollziehen und die Sünden nachzulassen, das Bischofsamt (die Fülle des Priestertums), das die Gewalt einschließt, die Weihen vorzunehmen und die Gläubigen zu lehren und zu führen.

401 Ist die Würde des Priestertums groß?

Die Würde des Priestertums ist äußerst groß, weil es die Gewalt über den eigentlichen Leib Jesu Christi besitzt, den es im allerheiligsten Sakrament des Altares gegenwärtig setzt, und die Gewalt über den mystischen Leib Jesu Christi (die Kirche) mit seiner erhabenen Mission, die Menschen zur Heiligkeit und zum ewigen Leben im Himmel zu führen.

402 Welche Absicht muss derjenige haben, der in den Priesterstand eintritt?

Wer in den Priesterstand eintritt, darf einzig auf die größere Ehre Gottes und das Heil der Seelen abzielen.

403 Darf jeder nach seinem Willen in den Priesterstand eintreten?

Nein, niemand darf nach seinem Willen in den Priesterstand eintreten, sondern er muss von Gott durch den eigenen Bischof berufen sein, das heißt, er muss zusammen mit der Berufung auch die Tugenden und die Haltungen für den heiligen Dienst haben, die der Priesterstand erfordert.

404 Würde schiechttun, wer ohne Berufung in den Priesterstand einträte?

Wer ohne Berufung in den Priesterstand einträte, würde sehr schlecht tun, weil er nur äußerst schwerlich die sehr hohen Pflichten des Priesterstandes beobachten könnte: Er würde sich zweifellos in die Gefahr des öffentlichen Ärgernisses und des ewigen Verderbens begeben.

405 Welche Pflichten haben die Gläubigen gegenüber denen, die zur Priesterweihe berufen sind?

Die Gläubigen haben die Pflicht, den Kindern und Untergebenen volle Freiheit zu belassen, ihrer göttlichen Berufung zu folgen. Sie sollen Gott um gute Hirten und Diener bitten und in diesem Anliegen an den Quatember-Tagen fasten. Schließlich haben sie die Pflicht, die Geweihten als gottgeweihte Personen hochzuachten.

Kapitel VIII: Die Ehe

406 Was ist die Ehe?

Die Ehe ist das Sakrament, das den Mann und die Frau bis zum Tode eines Partners unauflöslich vereint, wie Jesus Christus und die Kirche (seine Braut) vereint sind, und das ihnen die Gnade gibt, miteinander heilig zu leben und die Kinder christlich zu erziehen.

407 Wer ist Spender des Ehesakramentes ?

Spender des Ehesakramentes sind die Brautleute, welche die Ehe eingehen.

408 Müssen die Brautleute im Stande der Heiligmachenden Gnade sein, wenn sie die Ehe eingehen?

Die Brautleute müssen im Stande der Heiligmachenden Gnade sein, wenn sie den Ehebund schließen, sonst begehen sie ein Sakrileg.

409 Wie geht man den Ehebund ein?

Den Ehebund schließt man durch das gegenseitige Ja-Wort vor dem (katholischen) Pfarrer (oder vor seinem Stellvertreter) und vor zwei Zeugen aus dem Gebiet der Pfarrei.

410 Zieht die auf diese Weise gefeierte Vermählung auch zivile Wirkungen nach sich?

Die auf solche Weise gefeierte Vermählung wird in vielen (katholischen) Staaten auch staatlich anerkannt und ist deshalb auch zivilrechtlich bindend. *

* siehe Frage 412

411 Wie gelangt die so gefeierte Vermählung auch zivilrechtlich zur Gültigkeit?

Die so gefeierte Eheschließung wird dadurch zivil rechtskräftig, dass der entsprechende Eintrag in den Registern des Zivil-Staates auf das Begehren des Pfarrers vorgenommen wird. *

*siehe Frage 412

412 Dürfen die katholischen Eheleute auch die (nur-)zivile Eheschließung vornehmen?

Nein, die nur zivilrechtlich geschlossene «Ehe» ist keine Ehe, sondern bloße Formalität vor einem staatlichen Standesbeamten. Wer sich daher nicht (unmittelbar) danach kirchlich trauen lässt, gilt als öffentlicher Sünder, weil er in wilder Ehe (Konkubinat) lebt.

413 Welche Pflichten haben die Eheleute?

Die Eheleute haben die Pflicht, heilig zusammenzuleben, einander mit immerwährender Zuneigung in den geistigen und zeitlichen Bedürfnissen zu helfen und die Kinder gut zu erziehen, indem sie für ihre Seele nicht weniger sorgen als für ihren Leib und sie vor allem mit dem Wort und mit dem guten Beispiel zur Frömmigkeit und zur Tugend erziehen.

Kapitel IX: Das Gebet oder das gnadenerlangende Mittel

Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden. (Luk. 11,9)

Wahrlich. wahrlich, ich sage euch. wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bitten werdet, so wird er es euch geben. (Joh. 16,23)

414 Was ist das Gebet?

Das Gebet ist eine fromme Erhebung der Seele zu Gott, um Ihn gut zu erkennen, anzubeten, Ihm zu danken und Ihn um das zu bitten, wessen wir bedürfen.

415 Welche Arten von Gebet gibt es?

Es gibt zwei Arten von Gebet: das geistige und das gesprochene Gebet.

416 Welches ist das geistige Gebet?

Das geistige Gebet ist jenes, das allein mit dem Geist und mit dem Herzen gemacht wird: die Betrachtung der christlichen Wahrheiten und die Beschauung.

417 Welches ist das gesprochene Gebet?

Das gesprochene Gebet ist jenes, das man mit Worten macht, begleitet von Gedanken und vom Herzen.

418 Wie muss man beten?

Man muss beten, indem man sich bewusst ist, dass man in der Gegenwart der unendlichen Majestät Gottes ist und Seiner Barmherzigkeit bedarf. Deshalb muss man demütig, aufmerksam und andächtig beten.

419 Ist es notwendig zu beten?

Ja, es ist notwendig zu beten und oft zu beten, weil Gott es befiehlt und Er normalerweise nur im Gebet die geistigen und zeitlichen Gnaden gewährt.

420 Warum gewährt Gott die Gnade, um die wir bitten?

Gott gewährt die Gnade, um die wir bitten, weil Er als der Treueste versprochen hat, uns zu erhören, wenn wir Ihn mit Vertrauen und Ausdauer im Namen Jesu Christi bitten.

421 Warum müssen wir Gott im Namen Jesu Christi bitten?

Wir müssen Gott im Namen Jesu Christi bitten, weil alle unsere Gebete und guten Werke nur in Ihm Wert haben, Seinem Sohn und einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen. Deshalb pflegt die Kirche die Gebete mit diesen oder ähnlichen Worten zu schließen: durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn ...

422 Warum werden wir in unseren Gebeten nicht immer erhört?

Wir werden in unseren Gebeten nicht immer erhört, entweder weil wir schlecht beten oder weil wir für unser wahres Wohl (das geistige Wohl) Unnützes erbitten.

423 Um was müssen wir Gott bitten?

Wir müssen Gott um Seine Verherrlichung und für uns um das ewige Leben und die Gnaden (auch zeitliche) bitten, wie es uns Jesus Christus im Vaterunser gelehrt hat.

424 Was ist das Vaterunser?

Das Vaterunser ist das von Jesus Christus gelehrte und empfohlene Gebet, das deshalb Gebet des Herrn heißt und das vorzüglichste ist von allen Gebeten.

425 Warum ist das Vaterunser das vorzüglichste aller Gebete?

Das Vaterunser ist das vorzüglichste aller Gebete, weil es aus dem Geist und aus dem Herzen Jesu hervorgegangen ist und in 7 kurzen Bitten das enthält, worum wir Gott als Seine Kinder und als Brüder untereinander bitten sollen.

426 Worum müssen wir als gute Kinder Gottes bitten?

Als gute Kinder Gottes müssen wir darum bitten, dass in der ganzen Welt Sein Name bekannt und verehrt werde und dass sich Sein Reich (die Kirche) ausbreite und dass von allen Menschen Sein heiligster Wille erfüllt werde: darum bitten wir in den ersten drei Bitten des Vaterunser.

427 Worum müssen wir als Brüder untereinander bitten?

Als Brüder untereinander müssen wir um die körperliche und geistige Nahrung, um die Vergebung der Sünden, um die Bewahrung vor den Versuchungen und um die Befreiung vom Übel bitten: darum bitten wir für uns und für alle Menschen in den letzten vier Bitten des Vaterunser.

428 Warum will Jesus Christus, dass wir Gott als unseren Vater anrufen?

Jesus Christus will, dass wir Gott als unseren Vater anrufen, damit wir uns daran erinnern, dass Gott wahrhaft der Vater aller Menschen ist, besonders von uns Christen, die wir in der Taufe von Ihm als Seine Kinder angenommen wurden. Jesus Christus will uns dadurch große Liebe und großes Vertrauen zu unserem Vater einflößen.

429 Wenn Gott den erhört, der gut betet, warum rufen wir dann auch die Mutter Gottes, die hl. Engel und die Heiligen an ?

Wir rufen auch die Mutter Gottes, die hl. Engel und die Heiligen an, damit sie uns, da sie dem Herrn teuer und uns gegenüber barmherzig sind, in unseren Bitten mit ihrer mächtigen Fürbitte helfen.

430 Warum sind die hl. Engel, die Heiligen und die Heiligste Jungfrau mächtige Fürbitter bei Gott?

Die hl. Engel und die Heiligen sind mächtige Fürbitter bei Gott, weil sie Seine treuen Diener, ja Seine bevorzugten Freunde sind. Die Mutter Gottes ist am mächtigsten, weil sie die Mutter des Sohnes Gottes und voll der Gnade ist. Deshalb rufen wir sie so oft an, um so mehr, als sie uns von Jesus Christus (unter dem. Kreuz) als Mutter anvertraut worden ist.

431 Mit welchem Gebet rufen wir die MutterGottes besonders an ?

Wir rufen die Mutter Gottes besonders mit dem Ave Maria (Gegrüßet seist du, Maria ... ) oder dem englischen Gruß an. Er heißt so, weil er mit dem Gruß beginnt, den der Erzengel Gabriel aussprach, als er ihr die Kunde brachte, dass sie zur Mutter Gottes auserwählt sei.

432 Worum bitten wir die Mutter Gottes mit dem Ave Maria?

Mit dem Ave Maria bitten wir die Mutter Gottes um ihre mütterliche Fürsprache für uns im Leben und im Tod.

433 Zeigt die Anrufung der Mutter Gottes und der Heiligen nicht vielleicht Misstrauen gegenüber fJesus Christus als dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, als genügten Seine Verdienste nicht, uns die Gnaden zu erlangen?

Die Anrufung der Mutter Gottes und der Heiligen zeigt keinerlei Misstrauen gegenüber Jesus Christus als dem einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen. Im Gegenteil: Sie beweist einen größeren Glauben an Seine Verdienste, die so groß und wirksam sind, dass durch sie (und nur durch sie) die Mutter Gottes und die Heiligen von Gott die Gnade, die Verdienste und die Macht der Fürsprache besitzen.

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Unterweisung für die Seelenhirten

(Entnommen dem Vorwort des Römischen Katechismus)

Das Bemühen eines kirchlichen Lehrers wird vor allem darauf gerichtet sein, dass die Gläubigen von Herzen Jesus Christus zu kennen verlangen, und Diesen als den Gekreuzigten; und dass sie fest überzeugt sind und mit innigster Frömmigkeit des Herzens und Furcht Gottes glauben, kein anderer Name sei den Menschen unter dem Himmel gegeben, in dem wir selig werden sollen; da er ja die Versöhnung für unsere Sünden ist. Allein weil wir daran ersehen, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten, so ist das nächste und mit dem, was wir eben erwähnten, aufs engste verbunden, daß er zugleich zeige, wie die Gläubigen ihr Leben nicht in Trägheit und Müßiggang hinbringen dürfen, sondern, wie er selbst gewandelt ist, auch wir wandeln und mit allem Eifer nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glaube, Liebe, Sanftmut streben müssen. Denn er gab sich selbst für uns hin, um uns von aller Ungerechtigkeit zu erlösen und sich ein annehmbares Volk zu reinigen, welches guten Werken nachstrebt, wie es der Apostel den Hirten vorschreibt, dass sie es verkündigen und einschärfen sollten.

Da aber unser Herr und Heiland nicht nur lehrte, sondern auch durch sein Beispiel zeigte, dass das Gesetz und die Propheten von der Liebe abhängen, und darauf der Apostel es bestätigte, die Liebe sei das Endziel des Gebotes und die Erfüllung des Gesetzes: so kann niemand zweifeln, dafür sei, als für die Hauptsache, mit allem Fleiße zu sorgen, dass das gläubige Volk zur Liebe der grenzenlosen Güte Gottes gegen uns ermuntert und wie von göttlicher Glut entflammt, zu jenem höchsten und vollkommensten Gute hingerissen werde, welchem anzuhangen vollkommene und wahre Glückseligkeit ist, wie derjenige deutlich erkennen wird, welcher mit dem Propheten sagen kann: «Was habe ich im Himmel, und was begehre ich auf Erden außer Dir?» Dies ist nämlich jener vorzüglichere Weg, welchen derselbe Apostel gezeigt hat, da er den ganzen Zweck seiner Lehre und seines Unterrichtes auf die Liebe richtete, welche niemals aufhört. Denn es mag etwas zu glauben oder zu hoffen oder zu handeln vorgelegt werden, immer muss dabei die Liebe unseres Herrn dergestalt empfohlen werden, dass jedermann einsieht, alle Werke vollkommener christlicher Tugend haben sonst nirgends ihren Ursprung als aus der Liebe und seien auf kein anderes Ziel als auf die Liebe zu beziehen.

Anhang

Lateinische Gebete und Hymnen

Dieser Abschnitt wurde bei der Digitalisierung nicht aufgenommen.

Beichtandacht für Kinder

Vor der heiligen Beichte

Lieber Gott, gütigster Vater! Sieh hier dein armes, sündiges Kind! Voll Reue komme ich, um meine Sünden zu beichten, damit du mir wieder verzeihst. Ich möchte gern eine gute Beichte ablegen. Das kann ich aber nicht, wenn du mir nicht hilfst. Darum bitte ich dich, sende den Heiligen Geist in mein Herz!

Komm, Heiliger Geist, erleuchte meinen Verstand, dass ich meine Sünden recht erkenne! Rühre mein Herz, dass ich sie gut bereue, aufrichtig beichte und mich ernstlich bessere! Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria.

Gewissenserforschung

Besinne dich jetzt und frage dich: Wann habe ich das letzte Mal gebeichtet? War die letzte Beichte gültig? Habe ich darin vielleicht eine schwere Sünde wissentlich ausgelassen? Habe ich die auferlegte Buße verrichtet?

Folgendes sind die Sünden. welche Kinder wohl begehen können. Denke nach. welche du davon begangen hast. und erforsche dich nicht bloß über die Todsünden, sondern auch über die lässlichen Sünden. Merke dir dabei, wenigstens wenn es eine Todsünde sein sollte, die Zahl, wie oft du sie begangen hast, sowie auch die wichtigen Umstände.

Gegen das erste Gebot Gottes

  • Habe ich die täglichen Gebete längere Zeit hindurch unterlassen?
  • War ich beim Beten freiwillig unandächtig?
  • Habe ich freiwillig am Glauben gezweifelt?
  • Habe ich mich meiner Religion geschämt?
  • Habe ich den Katechismus nicht gelernt?
  • Habe ich freiwillig die Christenlehre versäumt?
  • Habe ich abergläubische Dinge getan?
  • Habe ich gegen Gott gemurrt?

Gegen das zweite Gebot Gottes

  • Habe ich heilige Namen leichtfertig ausgesprochen?
  • Habe ich geflucht?

Gegen das dritte Gebot Gottes

  • Habe ich an Sonn- oder Feiertagen durch meine Schuld die heilige Messe versäumt?
  • Bin ich an Sonn- oder Feiertagen durch meine Schuld in die heilige Messe bedeutend zu spät gekommen?
  • Bin ich in der Kirche unandächtig gewesen?
  • Habe ich mich in der Kirche unartig betragen?
  • Habe ich an Sonn- oder Feiertagen ohne Not knechtIiche Arbeit verrichtet?

Gegen das vierte Gebot Gottes

  • Bin ich gegen meine Eltern oder Vorgesetzten frech und trotzig gewesen?
  • Habe ich sie dadurch schwer betrübt?
  • Habe ich mich meiner Eltern geschämt?
  • Habe ich meinen Eltern Böses gewünscht?
  • Habe ich für sie längere Zeit gar nicht gebetet?
  • Bin ich meinen Eltern oder Vorgesetzten ungehorsam gewesen? In wichtigen Dingen?
  • Habe ich mürrisch gehorcht?
  • Habe ich alte Leute verspottet?

Gegen das fünfte Gebot Gottes

  • Habe ich mein Leben ohne Not in Gefahr gebracht?
  • Habe ich meine Gesundheit durch schädliche Gewohnheiten geschwächt? (z. B. durch Rauchen?)
  • Bin ich unmäßig im Essen und Trinken gewesen?
  • Bin ich zornig gewesen?
  • Bin ich neidisch gewesen?
  • Habe ich gegen andere Hass und Feindschaft gehabt?
  • Habe ich anderen Böses gewünscht?
  • Habe ich mich mit anderen gezankt?
  • Habe ich andere beschimpft?
  • Habe ich andere misshandelt?
  • Habe ich andere zu einer Sünde verführt? Zu weicher Sünde?
  • Habe ich mutwilligerweise Tiere gequält?

Gegen das sechste und neunte Gebot Gottes

Sei besonders in diesem Punkte recht aufrichtig gegen den Beichtvater und frage ihn um Rat. wenn du nicht weißt, ob etwas eine Sünde ist.

  • Habe ich Unschamhaftes allein getan?
  • Habe ich Unschamhaftes mit anderen getan?
  • Habe ich Unschamhaftes ohne Not freiwillig angeschaut?
  • Habe ich Unschamhaftes gelesen?
  • Habe ich Unschamhaftes gern angehört?
  • Habe ich Unschamhaftes geredet? gesungen?
  • Habe ich freiwillig begehrt, Unschamhaftes zu sehen? zu tun?
  • Habe ich freiwillig über Unschamhaftes nachgedacht?

Gegen das siebente und zehnte Gebot Gottes

  • Habe ich genascht?
  • Habe ich meinen Eltern Geld weggenommen? (Wieviel ?)
  • Habe ich andern etwas gestohlen? Hatte es großen Wert?
  • Habe ich Gestohlenes angenommen?
  • Habe ich Gefundenes nicht zurückgegeben, obschon ich wusste oder leicht erfahren konnte, wem es gehörte?
  • Habe ich fremde Sachen mutwillig beschädigt? War der Schaden groß?
  • Habe ich den Willen gehabt, zu stehlen?

Gegen das achte Gebot Gottes

  • Habe ich gelogen?
  • Habe ich durch die Lüge andern schwer geschadet?
  • Habe ich die unbekannten Fehler des Nächsten ohne Not offenbart?
  • Habe ich von andern etwas Böses ausgesagt, was nicht wahr ist? Etwas sehr Schlimmes?

Gegen die Gebote der Kirche

  • Habe ich wissentlich an verbotenen Tagen Fleisch gegessen?
  • Habe ich die heilige Kommunion in der österlichen Zeit zu empfangen unterlassen?

Gegen besondere Standespflichten

  • Bin ich beim Unterricht absichtlich unaufmerksam gewesen?
  • Habe ich den Unterricht absichtlich gestört?
  • Habe ich mich der Strafe widersetzt?
  • Habe ich die Schularbeiten aus Trägheit nicht gemacht?
  • Habe ich die Schule ohne Wissen der Eltern versäumt?

Solltest du eine schwere Sünde begangen haben, die im Beichtspiegel nicht genannt ist, so musst du sie dennoch beichten.

Reue und Vorsatz

Erwecke nun eine herzliche Reue über deine Sünden und erwäge deshalb das folgende:

1. Du hast verdient, von Gott in diesem und in jenem Leben gestraft zu werden. Denke an die Hölle mit ihrer ewigen Qual. Denke auch an die bitteren Schmerzen der Seelen im Fegfeuer. Wie wäre es dir ergangen, wenn Gott dich gleich nach der Sünde hätte sterben lassen?

Sprich darum andächtig:

O Gott, du strafst jede Sünde. Auch ich habe deine Strafe verdient. Ich bin ungehorsam gewesen gegen dich, ich habe dich beleidigt. Das tut mir von Herzen leid. Ich will in Zukunft dein gehorsames Kind sein, damit ich vor der ewigen Verdammnis bewahrt und deinen auserwählten Kindern zugezählt werde.

2. Blick auf das Kreuz und denke an Jesus, deinen Heiland, wie er an Händen und Füßen durchbohrt, mit Dornen gekrönt, mit Wunden ganz bedeckt, für dich leidet und stirbt. Siehe, auch deine Sünden sind schuld daran.' Und es sollte dich nicht schmerzen, sie begangen zu haben?

Sprich darum recht innig:

O mein Heiland Jesus Christus! Siehe zu deinen Füßen dein armes, sündiges Kind! Du hast so viele Pein für mich gelitten und hast dein Leben für mich hingegeben. Auch meine Sünden hast du am Kreuze gebüßt. Wie schmerzt es mich, sie begangen zu haben! Ach, hätte ich dich doch nicht beleidigt! Sei mir gnädig um deines Leidens willen!

Ich danke dir, Herr Jesus Christ, dass du für mich gestorben bist. Lass doch dein Leiden, deine Pein an mir niemals verloren sein!

3. Erinnere dich der vielen und großen Wohltaten, mit denen Gott dich überhäuft. Ihm verdankst du Leben und Gesundheit. Nahrung und Kleidung: Er hat dir die Eltern gegeben und hat seinen heiligen Engel an deine Seite gestellt: durch seine Gnade bist du ein Kind der heiligen katholischen Kirche. Ist es recht, einen so liebreichen Vater, den höchsten, liebenswürdigsten Gott, der alle guten Eigenschaften in sich vereinigt zu beleidigen? Müsstest du nicht ihn von ganzem Herzen lieben?

Sprich darum wieder aus tiefstem Herzen:

O mein Gott, ich liebe dich! Du bist mein guter Vater im Himmel, mein größter Wohltäter! Du bist der Abgrund aller Vollkommenheit und Güte! Wie konnte ich das vergessen und dich beleidigen!

Ich bitte dich, nimm mich wieder zu deinem Kinde an! Dich will ich künftig über alles lieben und will alles meiden, wodurch ich dich verlieren könnte. Insbesondere will ich alle Gefahr und Gelegenheit der Sünde fliehen, damit ich nicht das Unglück habe, wieder in Sünden zu fallen.

Liebe Mutter Gottes, heiliger Schutzengel, heilige(r) Namenspatron(in), bitte für mich, dass ich eine gute Beichte ablege und fortan ein recht frommes Leben führe.

Musst du noch warten, dann bete den schmerzhaften Rosenkranz oder andere Gebete und störe niemand durch Schwatzen oder Unruhe.

Wenn du in den Beichtstuhl trittst, dann mache das heilige Kreuzzeichen und sprich:

Meine letzte Beichte war vor ... Wochen. In Demut und Reue bekenne ich meine Sünden.

Nachdem du deine Sünden deutlich und aufrichtig gebeichtet hast, sprich:

Diese und alle meine Sünden sind mir von Herzen leid. Ich will mich ernstlich bessern und bitte um Buße und die Lossprechung.

Hierauf merke wohl auf den Zuspruch des Beichtvaters und auf die Buße, die er auferlegt. Und wenn er fragt, so besinne dich erst etwas und dann antworte bescheiden und aufrichtig. Gehe nicht aus dem Beichtstuhl, bis der Priester durch den katholischen Gruß oder auf eine andere Weise das Zeichen dazu gibt.

Gebet nach der heiligen Beichte

O Gott, wie groß ist deine Liebe und Güte! Du hast mir die Sünden vergeben. Ich bin jetzt wieder ganz dein Kind. Dank sei dir für deine große Barmhenigkeit! Ich will diese Gnade nicht vergessen und aus Dankbarkeit mich bemühen, die Sünde und die nächste Gelegenheit zur Sünde sorgfältigst zu meiden. Segne, o Gott, diesen meinen Vorsatz und stärke mich, dass ich nicht wanke. Darum bitte ich dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, der durch sein kostbares Blut mich erlöst und abgewaschen hat von meinen Sünden. Amen. Heilige Mutter Gottes, hilf mir, dass ich die Gnade nie verliere! - Heiliger Schutzengel, verlass mich nicht! Amen.

Jetzt verrichte die dir auferlegte Buße.

Anleitung für die Ministranten

Dieser Abschnitt wurde bei der Digitalisierung nicht aufgenommen.

Literatur

  • Katechismus der katholischen Lehre des hl. P. Pius X., Erstmals übersetzt aus dem Italienischen anno domini 1974, Petrus Verlag Kirchen/Sieg 1974 (1. Auflage), 1977 (2. Auflage), 2006 (3. Auflage mit nicht nennenswerten Änderungen).
  • Katechismus der katholischen Lehre des hl. Papst Pius X., Sarto Verlag 2015 (178 Seiten, ISBN 978-3943858518, kartoniert).
  • Pius X. Kompendium der christlichen Lehre, herausgegeben von der Priesterbruderschaft St. Pius X., Die Übersetzung wurde besorgt von Gymnasialprofessor i.R. Heribert Gillinger, Oberrat Mag. Jur. Franz Josef Leitner und Ministerialrat i. R. Dr. iur. Ferdinand Steinhart (er enthält einen kleinen und großen Katechismus), Mediatrix-Verlag Wien 1981 (456 Seiten, ISBN 3854060238).
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