Pius V.

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Papst Pius V. (* 17. Januar 1504, † 1. Mai 1572), Dominikaner, späterhin Papst.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Pius V. gemalt von El Greco

Geboren als Antonio Ghislieri trat er bereits mit 14 Jahren den Dominikanerorden bei. Erhielt als Ordennamen den Nanem Michele. Er wurde nach langer Tätigkeit für die "Heilige Inquisition" zum Generalkommissar der Inquisition berufen.

Nach langjähriger Lehrtätigkeit wurde er Bischof von Sutri und Nepi, nördlich von Rom. Sein Förderer Paul IV. berief ihn 1557 zum Kardinal. Obwohl die Beziehungen zu Pius IV. schwierig waren, wurde er als dessen Nachfolger am 7. Januar 1566 zum Papst gewählt. Der Hl. Carlo Borromeo, Neffe des verstorbenen Papstes, soll diese Wahl befürwortet haben. Papst Pius V. galt als sehr fromm und sehr geduldig. Auch besaß er eine große Demut und lebte sehr asketisch. Seine fundierten Predigten - er hatte intensiv Theologie und Philosophie studiert - fanden großen Zuspruch.

Am 9. Juli 1568 promulgiertte Pius V. mit der Bulle Quod a nobis das Breviarium Romanum ex decreto SS. Concilii restitutum. Mit der Bulle Quo primum tempore vom 14. Juli 1570 veröffentlichte er das Missale Romanum ex decreto sacrosancti Concilii tridentini restitutum. Am 16. Juni 1614 vervollständigte Paul V. die Reform der liturgischen Bücher, indem er in dem Apostolischen Schreiben Apostolicae Sedi das Rituale Romanum promulgierte. Er veröffentlichte auch den Römischen Katechismus (Catechismus Romanus). Unter Pius V. wurde Thomas von Aquin zum Kirchenlehrer deklariert. Papst Pius exkommunizierte Königin Elisabeth I., was in England zu einer Katholikenverfolgung führte. In der Politik trat Papst Pius V. der "Heiligen Allianz" mit Spanien und Venedig gegen die Türken bei. Am 7. Oktober 1571 fand der Seesieg über die Türken bei Lepanto statt, was Pius V. in einer Vision voraussah. Dieser Sieg galt als der erste große Sieg der Christen über die Türken. Später wurde am 7. Oktober das Rosenkranzfest eingeführt.

Nach seinem Tod wurde Pius V. in der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom bestattet. Am 24. Mai 1712 wurde er von Papst Clemens XI. heilig gesprochen.

Religiöse Intoleranz

Heinrich Grätz schreibt in seinem Buch "Geschichte der Juden" über ihn:
"Die Juden haßte dieser Papst nicht weniger als die deutschen Protestanten, die schweizerischen Calvinisten und die französischen Hugenotten. Sie empfanden bald das Herbe der neuen Kirchlichkeit. [. . .] verschärfte sie (die Beschränkungen) noch mehr und setzte die Milderung seines Vorgängers außer Kraft, als wenn sie gar nicht verordnet gewesen wäre. Also abermals Ausschließung vom Verkehr mit Christen, Verbot, Grundbesitz zu haben, andere Geschäfte als Trödelhandel zu treiben, Einschärfung, Judenabzeichen zu tragen, und Verbot mehr als eine Synagoge zu besitzen. Aber nicht nur gegen die Juden des Kirchenstaates erließ er diese Verordnungen, sondern auch gegen die der ganzen katholischen Welt".

Kanonisation, Patronat und Verehrung

Kanonisation

1712 wurde Pius von Papst Clemens XI. Albani heiliggesprochen.

Attribute

Patronate

Der heilige Papst Pius V. ist der Patron der Glaubenskongregation.[1]

Gedenktag/e

Sein Gedenktag ist der 30. April. Pius V. hat einen Kardinal kreiert, der später Papst wurde: Sixtus V.

Orte, die mit Pius V. in Verbindung stehen

Biographische Orte

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

Vorgänger
Pius IV.
Papst
1566 - 1572
Nachfolger
Gregor XIII.

Anmerkungen

  1. Erzbischof Müller: Glaubenskongregation muss Glauben fördern Kath.net am 30. April 2013