Pallium

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Der gute Hirte

Das Pallium ist eine weiße, etwa vier bis sechs Zentimenter breite Wollstola. Es symbolisiert das verlorene und wieder gefundene Schaf, das der Gute Hirte auf seinen Schultern trägt sowie das göttliche Opferlamm, das auf dem Altar des Kreuzes zum Heil der Menschen geschlachtet wurde. Das Pallium wird in der katholischen Kirche vom Papst als Zeichen seines universalen Hirtendienstes (und den ihm besonders verbundenen Metropolitan-Erzbischöfen) über dem Messgewand getragen und im Rahmen der Investitur überreicht. Auf das Pallium sind sechs Seidenkreuze gestickt. Diese symbolisieren die fünf Wundmale Christi sowie die Kopfwunde (Dornenkrone). Der Papst trägt seit Benedikt XVI. wieder wie in der Frühzeit ein Pallium mit roten Kreuzen, die Pallien der Metropoliten haben schwarz-farbige Kreuze.

Das Pallium wird aus der Wolle der „Agnes-Lämmer“ gewoben, die am Tag der hl. Agnes (21. Januar) gesegnet werden. Es wird am Fest der hll. Petrus und Paulus (29. Juni) den neuen Metropolitan-Erzbischöfen überreicht. Vor der Verleihung wird es am Petrusgrab aufbewahrt.

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