Magnus von Schottland

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Magnus von Schottland, auch Mans oder Mang, (* in Egilsay; † 16. April 1115), war Jarl der Orkneys und ein schottischer Heiliger. Sein Gedenktag ist der 16. April.

Biografie

Magnus war der Sohn des Grafen (regulus) Erlendr Þorfinnsson, Jarl von Orkney. Er wurde auf der Insel Egilsay im Norden Schottlands geboren und erzogen. Die Lebensbeschreibung sagt von ihm, er habe, obwohl den Jahren nach ein Knabe, wie ein Greis gelebt. Von schlechter Gesellschaft umgeben sagte man von ihm, er sei im Verbrechen groß geworden (homo sceleribus in gente nequam alitus). Er verlegte sich auf das Räuberhandwerk, das er zu Wasser und zu Land ausübte, bis er, wie einst Saulus, auf dem Wege von der Gnade Gottes wunderbar berührt, sich wieder zu Gott wandte. So wurde er vom Räuber ein Patron des Landes, der Verfolger der Guten ein Hirt der Guten wurde.

Sein Vater war in Norwegen gestorben. Magnus verheiratete sich, lebte aber mit seiner Frau in beständiger Enthaltsamkeit. Sein väterliches Erbe konnte er nicht antreten, deshalb entstand zwischen ihm und seinem Vetter Hako ein blutiger Kampf, in dem Magnus durch List getötet wurde. Er ließ sich durch Hako, der ihm einen Vergleich angeboten hatte, auf die Insel Eglis locken, wo er mit Gewalt aus der Kirche geschleppt und erstochen wurde. Dort soll er, der Sage nach, in der St.-Magnus-Kathedrale in Kirkwall begraben liegen. Da die Orkadischen Inseln eine Zeit lang von Dänemark unterworfen waren, nennen einige Martyrologien seinen Namen mit dem Zusatz in Dania.

Ein Teil seiner Reliquien soll in Aachen ruhen. Karl IV. nahm von hier ein Schulterstück, das dem hl. Magnus gehören soll, mit nach Prag, wo es in der Kathedrale St. Veit aufbewahrt wurde. Am 11. Juli 1898 wurde Magnus von Papst Leo XIII. heiliggesprochen.

Literatur

  • Liv Kjørsvik Schei, Gunnie Moberg: Magnus Erlendsson. The saint. In: The Orkney Story. Hippocrene Books, New York 1985, ISBN 0-87052-150-0.
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