Katharina von Siena

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**'''9''': Sämtliche Briefe, An die Männer der Politik, 2009 (gebunden, 504 Seiten, 60 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-901853-16-6).
 
**'''9''': Sämtliche Briefe, An die Männer der Politik, 2009 (gebunden, 504 Seiten, 60 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-901853-16-6).
 
**'''10''': Sämtliche Briefe, An verschiedene Adressaten, 2014 (gebunden, 452 Seiten, 49 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-901853-29-6).
 
**'''10''': Sämtliche Briefe, An verschiedene Adressaten, 2014 (gebunden, 452 Seiten, 49 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-901853-29-6).
**'''11''': (Ihr Hauptwerk) [[Der Dialog]], Gespräch mit Gott über seine Vorsehung, 2017 (gebunden, 550 Seiten, ISBN 978-3-901853-35-7).
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**'''11''': (Ihr Hauptwerk) [[Der Dialog]], Gespräch mit Gott über seine Vorsehung, Vollständige Übersetzung von Claudia Reimüller, 2017 (gebunden, 550 Seiten, ISBN 978-3-901853-35-7).
 
**'''12''': Gebete (in Vorbereitung)
 
**'''12''': Gebete (in Vorbereitung)
 
**'''14''': Caterina von Siena und die Kirche, Versuch einer zusammenfassenden Darstellung anhand ihrer Werke, Diplomarbeit von Thomas Skrianz (Paperback fadengeheftet, 120 Seiten, ISBN 978-3-901853-36-4).
 
**'''14''': Caterina von Siena und die Kirche, Versuch einer zusammenfassenden Darstellung anhand ihrer Werke, Diplomarbeit von Thomas Skrianz (Paperback fadengeheftet, 120 Seiten, ISBN 978-3-901853-36-4).

Version vom 9. September 2019, 17:21 Uhr

S. Catharina, doctor ecclesiae

Katharina von Siena (* 25. März 1347 in Siena, † 29. April 1380 in Rom) ist eine heilige Mystikerin und Kirchenlehrerin. Sie gehört zusammen mit Birgitta von Schweden und Edith Stein zu den weiblichen Patronen Europas; Gedenktag seit 1970 der 29. April. Katharina von Siena war christologisch orientiert mit eucharistischer Spiritualität.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Katharina von Siena wurde am 25. März 1347 in Siena als 24. Kind der Wollfärbersfamilie Benincasa geboren. Ihre Eltern hießen Giacomo di Benincasa und Lapa di Puccio di Piagente. Katharina war bereits in ihrer Kindheit sehr religiös geprägt. Mit sechs hatte sie die Vision des thronenden Christus. Mit zwölf Jahren wollten sie ihre Eltern verheiraten. Sie weigerte sich aber, dies zu tun, da sie sich durch ein Gelübde der Jungfräulichkeit bereits Jesus Christus verlobt hatte. Mit 16 Jahren trat sie den Dritten Orden der Dominikanerinnen bei. Sie lebte in den Folgejahren zuerst zurückgezogen, dann aber wirkte sie auf das Wort des Herrn in aktiver Weise im Dienst am Reich Gottes (Sorge für Arme und Kranke, geistliche Unterweisungen etc.). Ihr Leben war von tiefer Christushingabe erfüllt und von der Liebe zur Kirche geprägt, die in dieser Zeit schwere Krisen durchmachte. Als große geistliche Beraterin setzte sich erfolgreich für die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom ein. Katharina lebte sehr asketisch und konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr essen; ihre einzige Nahrung war die heilige Eucharistie. Sie betete das Brevier und las viele Heiligenbiographien. Dann erlebte sie mit 23 Jahren einen "mystischen Tod", bei dem ihr Christus das Herz aus der Brust nahm, um ihr sein eigenes einzusetzen.

Am 1. April 1375 empfing sie die Wundmale Christi; 1380 starb die Hl. Katharina in Rom. Sie wurde in der Kirche Santa Maria sopra Minerva beigesetzt, wo sie auch heute verehrt wird; 1461 wurde sie von Papst Pius II. heilig gesprochen. Im Jahr 1970 wurde sie von Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin ernannt. Sie hat viele Reisen unternommen, um die innere Reform der Kirche zu erwecken und den Frieden unter den Staaten zu begünstigen. Auch aus diesem Grund hat sie Papst Johannes Paul II. zur Mitpatronin Europas erklärt: „Der Alte Kontinent vergesse nie die christlichen Wurzeln, die die Grundlage seines Weges sind, und fahre fort, aus dem Evangelium die Grundwerte zu schöpfen, die Gerechtigkeit und Eintracht sicherstellen“.

Geistliches

Eine Vision hat sich unauslöschbar in Herz und Sinn der Mystikerin Katharina eingeprägt. Dabei hanedlte es sich um jene der Gottesmutter, die sie Jesus vorgestellt und ihr einen Ring geschenkt habe, der nur für sie sichtbar war. Außerdem erschien ihr Jesus mit einem menschlichen Herzen in der Hand und habe ihr die Brust geöffnet und ihr dieses eingefügt. So habe Katharina wirklich die Worte des Apostel Paulus gelebt: „Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir“.

Eine Charakteristik der Spiritualität Katharinas war die „Gabe der Tränen“ gebunden, wodurch eine feine und tiefe Sensibilität zum Ausdruck kommt. Sie hat auf diese Weise den Gefühlszustand Jesu erneuert. Für Katharina „mischen sich die Tränen der Heiligen mit dem Blut Christi“, von dem sie innig und mit sehr wirksamen symbolischen Bildern gesprochen hat.


Obwohl sie sich der Tatsache der menschlichen Mängel der Priester bewusst gewesen war, hat sie immer eine große Ehrfrucht vor ihnen gehegt, da diese durch die Sakramente und das Wort die heilbringende Kraft des Blutes Christi spendeten.
 Die Heilige hat die Priester und auch den Papst, den sie den „süßen Christus auf Erden“ nannte, eingeladen, ihrer Verantwortung treu zu sein. Dazu hat sie immer und ausschließlich ihre tiefe und beständige Liebe zur Kirche veranlasst. Sie hatte das „das feinste Wissen “: „Jesus Christus und seine Kirche zu kennen und zu lieben“.[1]

Gesamtedition der Werke von und über Caterina von Siena

Literatur

Päpstliche Schreiben

Paul VI.

Johannes Paul II.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Katharina von Siena: eine eucharistische Heilige, Papst Benedikt XVI. in der Generalaudienz am 24. November 2010
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