K-TV

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Kephas-Fernshen (Abkürzung: K-TV) ist ein spendenfinanzierter katholischer Fernsehsender für das deutschsprachige Europa mit Sitz in Opfenbach/Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Profil

Der Sender besteht seit dem 11. September 1999. Gründer und Geistlicher Leiter von K-TV war Pfarrer i.R. Hans Buschor. Dieser wollte eine Trennung zwischen geistlicher und weltlicher Leitung. Um die Zukunft des Senders sicherzustellen, gründete er die Kephas Stiftung gGmbH als dessen Träger. Ab 1. Oktober 2012 war Martin Lohmann Chefredakteur des Fernsehsenders.[1]

Nach dem Willen Buschors, sollte die geistliche Leitung von K-TV auf drei katholische Priester übertragen werden. Deren kollegiale inhaltliche Verantwortung sollte nach seinem Wunsch die klare katholische Linie von K-TV sicherstellen. Die drei Priester, die Buschor seit ca. 2016 auf diese Aufgabe vorbereitete, sind Thomas Maria Rimmel, Werner Maria Hess und Paul Schuler.[2]

Religiöse Beiträge orientieren sich an der Lehre der katholischen Kirche. K-TV sendet rund um die Uhr Beiträge aus Kirche und Kultur.

Entstehung des Senders

Der Sender ging 1995 aus einer Idee von Pfarrer Hans Buschor aus der Diözese St. Gallen (CH) hervor, die „Frohbotschaft Christi“ in einer säkularen Welt über das Fernsehen zu verkünden. Angeregt und ermutigt wurde er durch verschiedene, bereits auf Sendung befindliche TV Programme, wie etwa das italienische Telepace oder das amerikanische, englisch-spanischsprachige Programm von EWTN (Mutter Angelica). Mit dem Gedanken, Teile des Programmes auch im deutschsprachigen Raum zu verbreiten, gründete er in Gossau (St. Gallen, Schweiz) eine Medienstelle und baute nach und nach einen Fernsehsender auf. Als erstes Studio diente ein umgebauter Holzschuppen, in dem mit Improvisation und einfachen Mitteln erste Sendungen produziert wurden. Das Geld dazu stammte aus dem finanziellen Erlös eines Kinofilmes über den heiligen Kapuziner Pater Pio. Diesen Film hatte der heute pensionierte Pfr. Hans Buschor 1968 gedreht und wurde damals im Kino gezeigt. In der Anfangszeit sendete K-TV nur stundenweise. Am 11. September 1999 erfolgte erstmals die Ausstrahlung auf einem eigenen Kanal über das Satellitensystem Eutelsat, das nur für wenige Zuschauer erreichbar war. Einige Zeit später wurde K-TV auch über Kabelnetze in Österreich und der Schweiz verbreitet. Seit dem 1. November 2002 ist K-TV über das Satellitensystem Astra digital zu empfangen. Im Oktober 2004 folgten Kabelnetze in Deutschland. Die Verbreitung über das Internet ist seit Oktober 2006 der dritte Verbreitungsweg. Medienfachleute gaben der Initiative wenig Überlebenschancen. Der finanzielle Aufwand beläuft sich auf etwa 160.000 Euro pro Monat. Der größte Posten ist dabei die Satellitenübertragung, die fast die Hälfte der Kosten beträgt. Das Finanzierungskonzept ist ganz auf die freiwilligen Beiträge der Zuschauer angewiesen. Inzwischen arbeiten rund 15 feste Mitarbeiter im Sender. Dem Sender gelingt es, Monat für Monat das nötige Geld für den Sendebetrieb zu sammeln. Neben einer stetigen Ausweitung der Programmreichweite ist auch ein Wachstum in den Zuschauerzahlen festzustellen – die steigende Zahl versandter Programmhefte wird als Indiz dafür gesehen.

Die Weichenstellungen für eine juristisch solide und auch im kirchlichen Kontext übliche Regelung der Nachfolge legte Buschor bereits 2011 mit der Errichtung der Kephas-Stiftung im Wesentlichen fest. Dadurch wurde die Trennung von geistlicher Leitung bei K-TV und weltlicher Geschäftsführung, sowie die Aufgaben- und Verantwortungsverteilung klar geregelt. Die finanzielle und juristische Verantwortung bewusst abzutreten war für Buschor die Voraussetzung, sich vollständig den geistlichen Aufgaben und den inhaltlichen Zielsetzungen widmen zu können.[3]

Programminhalte

K-TV ist ein in der römisch-katholischen Lehre wurzelnder Fernsehsender. Daraus resultiert die bedingungslose Treue zur römisch-katholischen Kirche. Um Menschen, die auf der Suche nach Sinn und Heil in ihrem Leben sind, oder aber in ihrem Glauben bestärkt und unterstützt werden wollen, Orientierung und Hilfe zu geben, produziert K-TV Dokumentationen, Reportagen und andere Beiträge über christliche und katholische Themen, überträgt Exerzitien, Vorträge und Glaubenskongresse und unterhält Kooperationen mit verschiedenen ähnlich ausgerichteten Sendern, wovon regelmäßige Beiträge etwa von CRTN-Kirche in Not und dem Unio Verlag des Haus St. Ulrich – Pater Hans Buob (Pallottiner) – zeugen.

K-TV will durch sein Programm ein Bindeglied für Menschen zur Kirche sein, die Gott und seine Gebote vergessen haben oder denen durch Krankheit oder ein Leben in der Diaspora der Kontakt zur katholischen Kirche schwer gemacht wird.

Neben der katholischen Liturgie und christlicher Lebenshilfe ist ein weiterer Schwerpunkt Kultur und Unterhaltung. Kinder- und jugendgerechte Anteile ergänzen dieses Programm.

Jeden Mittwoch überträgt K-TV die Generalaudienz des Papstes aus dem Vatikan bzw. Castel Gandolfo, ferner am Sonntagmittag um 12:00 Uhr das Angelusgebet. Grundsätzlich werden alle wichtigen öffentlichen Auftritte des Papstes live übertragen.

Programmstruktur

K-TV sendet ein 24-stündiges Programm, wobei nachts das Programm der Vorwoche wiederholt wird. Die Einzelsendungen werden zudem eine Woche lang zu unterschiedlichen Zeiten wiederholt.

Täglich wird ein Gottesdienst (Heilige Messe live aus der Studiokapelle der Immaculata-Kapelle in Gossau: Sonntag bis Freitag jeweils um 19:00 Uhr, Do, Sa und So um 9:00 Uhr, So 8 Uhr), Meditation und Gebet (Rosenkranz täglich um 8:30, 15:30 und 22:00 Uhr), Fr. 20 Uhr: Heilige Stunde mit Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament übertragen. Von 15 bis 16:00 Uhr wird eine Gnadenstunde der Barmherzigkeit mit anschließendem Rosenkranz ausgestrahlt. Jeden ersten Do im Monat besteht um 15 Uhr die Möglichkeit, Gebetsanliegen in einer Livesendung an die Zuschauer weiterzugeben.

Das Programm lässt sich grob in Glaubenskatechese, Gesundheitstipps, Lebens- und Familienberatung, Dokumentar- und Spielfilme und Kinder- und Jugendsendungen unterteilen. Des Weiteren bietet K-TV auch Musikprogramme und informiert über kirchliche und gesellschaftliche Nachrichten mit einem besonderen Fokus auf dem deutschsprachigen Raum. Täglich (außer Do und Fr) um 20:00 Uhr können Zuschauer per Telefon live im Tagesthema Fragen zu religiösen Themen stellen. Per Liveschaltungen werden die wöchentliche Generalaudienz (Mi. 10:30 Uhr) und das Angelusgebet (So. 12:00 Uhr) des Papstes, sowie große Festgottesdienste und kirchliche Ereignisse aus dem Vatikan, aber auch Weltjugendtage oder Papstreisen, live übertragen.

Empfang

Empfangen werden kann der Sender über Satellit bzw. Kabel mit einem Digital-Receiver (DVB-S bzw. DVB-C), über das Internet mit einem PC oder über ein Internetbox (Set-Top-Box) bzw. einen Medien-Receiver. Diese werden direkt mit dem Fernsehgerät verbunden. Es ist dazu ein leistungsfähiger Breitbandanschluss nötig.

Europaweit kann K-TV über das Astra-Satellitensystem digital empfangen werden

In Österreich und der Schweiz wird K-TV in die meisten digitalen Kabelnetze eingespeist. In Deutschland ist K-TV seit dem 15. Mai 2007 aus Kostengründen nicht mehr über das Kabelnetz von Kabel Deutschland zu empfangen.Es wird aber in die Netze von KabelBW (ab 1. Oktober 2012) und von Unitymedia Hessen/Nordrhein-Westfalen (ab 1. Dezember 2012) eingespeist.

Der Empfang ist auch über Internet möglich.

Kontakt

K-TV Deutschland

Kapellenweg 7a D-88145 Opfenbach Tel.: +49 (0) 8385/394 99 90 Fax: +49 (0) 8385/394 99 99

E-Mail: info.de@k-tv.org

K-TV Österreich

Klaudiastrasse 6 A-6850 Dornbirn Tel.: 0043 (0) 5572/202 49-7 Fax: 0043 (0) 5574/209 920 37-77

E-Mail: info.at@k-tv.org

K-TV Schweiz

Flawilerstrasse 70 CH-9200 Gossau Tel.: +41 (0) 71/385 98 90 Fax: +41 (0) 71/385 98 19

E-Mail: info.ch@k-tv.org

Zuschauerservice

Telefon Deutschland: +49 (0) 8385/394 99 90

Telefon Österreich: +43 (0) 5572/202 49 7

Telefon Schweiz: +41 (0) 71/385 98 90

Montag bis Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Weblinks

Anmerkungen

  1. MARTIN LOHMANN WECHSELT ZUM KATHOLISCHEN FERNSEHEN K-TV am 1. Dezember 2012
  2. 8. März 2017 Die Tagespost
  3. 8. März 2017 Die Tagespost
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