Jaime Ortega

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Jaime Lucas Ortega y Alamino (* 18. Oktober 1936 in Jagüey Grande, Kuba; † 26. Juli 2019 in Havanna, Kuba) war Erzbischof von Havanna in Kuba und Kardinal.

Biografie

Jaime Lucas Ortega empfing am 2. August 1964 die Priesterweihe. Er verbrachte 1966 acht Monate in einem Arbeitslager. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 4. Dezember 1978 zum Bischof von Pinar del Río. Die Bischofsweihe empfing er am 14. Januar des folgenden Jahres. Am 20. November 1981 folgte der Wechsel nach Havanna. Als Erzbischof von Havanna war er seit 1981 eine wichtige Figur im politischen Reformprozess und gleichermaßen Ansprechpartner für die Regierung Kubas wie für oppositionelle Kreise. Auch als Erzbischof engagierte sich der frühere Jugendseelsorger für die Jugendarbeit. Am 26. November 1994 nahm Papst Johannes Paul II. Ortega als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Aquila e Priscilla ins Kardinalskollegium auf (die erste und bislang einzige Kardinalsernennung eines Kubaners seit der Kubanischen Revolution von 1959). In den Jahren 2005 und 2013 nahm Kardinal Ortega als Wähler an den beiden Konklaven zur Papstwahl teil. Dreimal wählten die kubanischen Bischöfe Ortega zum Vorsitzenden ihrer nationalen Konferenz. Höhepunkte seiner Amtszeit waren die Besuche der Päpste Johannes Paul II. (1988), Benedikt XVI. (2012) und Franziskus (2015) auf der seit 1961 kommunistisch regierten Karibikinsel. Papst Franziskus nahm am 26. April 2016 den altersbedingten Amtsverzicht Ortegas an. Er erlag am 26. Juli 2019 einem Krebsleiden (OR 9. August 2009, S. 3).

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