Hyazinth von Oppeln

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Der hl. Hyazinth von Oppeln, polnisch: Jacek Odrowąż, latinisiert Hyazinthus Odrovantius (* 1183 in Groß Stein, poln. Kamień Śląski In Schlesien; † 15. August 1257 in Krakau) ist Gründer des Dominikanerordens in Polen.

Der hl. Hyazinth ist Patron der Dominikaner, von Polen, Litauen, Kiew, Pommern, Preußen und Russland. Er wird angerufen gegen Ertrinken und bei Unfruchtbarkeit.

Biografie

Der hl. Hyazinth, der der Apostel des Nordens genannt wird, entstammte der polnischen Adelsfamilie Koński, die zur Wappengemeinschaft Odrowąż gehörte. Da Polen zu dieser Zeit immer wieder von den Prussenen übefallen wurde, die die Religion auszurotten drohten, brachen Hyazinth und sein Verwandter, Bischof Ivo, nach Rom auf, um bei den Dominikanern um Missionare für ihr Land zu bitten. Dieser Wunsch konnte jedoch nicht gewährt werden, weshalb Hyazinth beschloss, selbst dem Orden beizutreten, um gemeinsam mit drei anderen jungen Männern, die seinem Beispiel gefolgt waren, Missionar zu werden.

Ausgesandt vom hl. Dominikus brachen die vier Ordensmänner nach Polen auf. Auf dem Weg dorthin blieb er einige Monate in Friesach (Kärnten), um dem ersten Dominikanerkloster auf deutschem Boden in seinen Anfangsschwierigkeiten zu helfen.

Gründungen von Klöstern und Schulen in Polen, Schlesien, Pommern, Preußen und Russland folgten. Sein Eifer für das Reich Gottes trieb Hyazinth weiter nach Schweden, Norwegen und Gotland.

In Kiew, wo er von 1229 bis 1233 gewirkt hatte, fielen schließlich die Tataren ein. Das feindlich Heer war dabei das Kloster zu erobern, als Hyazinth die heilige Eucharistie feierte. Der Glaubensbote nahm die Hostie in die eine, das Bild der Muttergottes in die andere Hand, schritt durch das feindliche Heer, überquerte zu Fuß den Fluss Dnjepr und kam so ungeschadet nach Krakau. Trotz seines Alters unternahm Hyazinth weitere Missionsreisen nach Asien und China, er starb nach der Rückkehr dieser Reisen am 15. August 1257 im Konvent von Krakau.

Das Leben dieses heiligen Mannes war geprägt von strengen Bußübungen, Fasten und Gebeten. Außerdem wurde ihm die Gnade zuteil, die Muttergottes, zu der er schon als Kind eine außerordentliche Liebe gehabt hatte, zu sehen.

Papst Klemens VIII. sprach ihn am 17. April 1594 heilig.


Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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