Giovanni Sala

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Prof. Dr. phil. Giovanni Sala

Giovanni B. Sala SJ (Dr. phil.; * 18. April 1930 in Ternó d´Isola, bei Bergamo in der Lombardei; † 15. März 2011 in Gauting bei München) war Philosophieprofessor an der philosophischen Fakultät der Jesuiten in München.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Giovanni Sala trat 1947 in die Gesellschaft Jesu ein. Er erwarb das Lizentiat in Philosophie und Theologie an der Universität Gregoriana in Rom. Am 8. Juli 1961 erhielt er die Priesterweihe. Mit einer Dissertation über Immanuel Kant promovierte er zum Doktor in Philosophie an der Universität Bonn. Anschließend dozierte er Philosophie an der Ordensfakultät Alosianum in Gallarate, nördlich von Mailand. Ab 1971 ist er Professor an der philosophischen Fakultät des Ordens in München.

Sein philosophisches Vorbild war die Erkenntnistheorie des kanadischen Jesuitenphilosophen und -theologen Bernard Lonergan (1904-1984)”.[1] Im Jesuitenorden nahm er in der Nachkonzilszeit wegen seiner Glaubens- und Lehramtstreue eine Außenseiterrolle ein. Er wurde zu einem scharfsinnigen Verteidiger der kirchlichen Morallehre gegen den Mainstream deutscher Moraltheologen. Insbesondere zeigte er, dass die Berufung auf das Gewissen, um sich über das Lehramt hinwegzusetzen, wie auch die Berufung auf Zweite Vatikanum zur Verteidigung dieses Gewissensbegriff, missbräuchlich sind.[2]

Er verfasste zahlreiche Artikel und Bücher veröffentlichte Giovanni Sala zur Erkenntnislehre, über Kant und über die Ethik. In der Theologie befasst er sich hauptsächlich mit der Ekklesiologie, mit dem Lehramt und der Christologie. Einen ausführlichen Kommentar zu „Kants Kritik der praktischen Vernunft“ schließt er für die „Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, ab. Pater Sala war durch seine fundierten Leserbriefe in der Tagespost, durch Vorträge bei der Sommerakadmie in Dießen, der Gustav-Siewerth-Akademie Weilheim-Bierbronnen, der Osterakademie in Kevelaer und Veranstaltungen der Initiativkreise katholischer Laien und Priester bekannt.

Seine letzte Ruhestätte ist im Heimatland Italien.

Werke

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Harald Schöndorf SJ in der Tagespost vom 17. März 2011.
  2. Kath-info am 15. März 2021
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