Georg von Hertling

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Dr. Georg Graf von Hertling (*31. August 1843 in Darmstadt † 3. Januar 1919 in Ruhpolding) war Philosoph und Politiker.

Georg Hertling studierte in Münster, München und Berlin und promovierte 1864. Er Förderte den Aufbau des katholischen Verbindungswesens. 1867 war er Privatdozent und 1880 außerordentlicher Professor (verzögert durch den Kulturkampf) für Philosophie in Bonn. Von 1882- 1911 lehrte er als ordentlicher Professor in München. 1876 gründete er die Görres-Gesellschaft mit und war zeitlebens deren Präsident. Von 1896-1912 diente er als Mitglied des Reichstags (seit 1909 Vorsitzender der Zentrumsfraktion), 1891 ist er Reichsrat der Krone Bayerns. Am 9. Februar 1912 wird er bayerischer Ministerpräsident und 1914 zum Grafen. Vom 1. November 1917 bis am 3. Oktober 1918 ist er Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident. Er ist ein Föderalistisch-konstitutionell orientierter Sozialreformer und Vorkämpfer für die Freiheit der Wissenschaft und für Parität der Katholiken.

Werke

  • Albertus Magnus. Köln 1880, 1914 (2. Auflage)
  • Kleine Schreiben zur Zeitgeschichte und Politik, Frankfurt am Main 1897
  • Das Prinzip des Katholizismus und die Wissenschaft, Frankfurt am Main 1899
  • Rechtsstaat und Gesellschaft, Kösel Verlag Kempten 1906, 1917 (4. Auflage)
  • Erinnerungen aus meinem Leben, 2 Bände, München 1919-20
  • Reden, Ansprachen und Vorträge des Grafs von Hertling, gesammelt v. A. Dyroff, Köln 1929
  • Briefwechsel H.-Lerchenfeld 1912-17, hg. v. E. Deuerlein, 2 Bände, Boppard 1973.

Literatur

  • W. Beeker: Georg von Hertling, Bd.1. Mainz 1981; ders.: Georg von Hertling: HJLG 44 (1994) 115-130.

siehe auch: Ludwig von Hertling

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