Göttliche Tugenden

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Göttliche Tugenden

Die Göttlichen Tugenden werden durch die Taufe eingegossen oder geschenkt. Sie sind die eigentlichen Tugenden des Christen und sind übernatürlich. Man nennt sie auch die theologischen oder göttlichen Tugenden, weil sie Gott selbst zum Ziel und als Grund haben.[1]

Die göttlichen Tugenden (auch christliche Tugenden genannt) sind nach Paulus Glaube, Liebe, Hoffnung.

Inhaltsverzeichnis

Die Weisheit eines Christenmenschen

Alles was von der Summe der christlichen Lehre abgehandelt wird, zielt dahin, dass die wahre Weisheit eines Christenmenschen hergestellt werde, welche in den drei Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe begriffen ist. Durch den Glauben hält sich die Seele kräftig an die Wahrheit Gottes und stützt sich fest auf dieselbe. Durch die Hoffnung aber ergreift sie die Güte Gottes noch mehr die anfänglich durch den Glauben erkannt und begriffen worden ist. Durch die Liebe endlich wird sie mit Gott und dem Nächsten um Gottes willen verbunden und vereinigt. Vom Glauben lehrt das apostolische Bekenntnis, da es uns dasjenige vorhält, was ein Christ hauptsächlich glauben und bekennen muss. Von dem aber, was man hoffen und verlangen muss, lehrt uns das Gebet des Herrn. Zur Liebe endlich gehört, was die zehn Gebote auf den zwei Tafeln uns vorlegen. Vortrefflich spricht Origenes: Ich halte dafür, dass der erste Anfang und Grund des Heiles der Glaube sei. Der Fortgang aber und die Zunahme des Gebäudes die Hoffnung. Die Vollendung aber und der Gipfel des ganzen Werkes die Liebe. Selig daher diejenigen welche das Wort Gottes hören und bewahren, und welche den Willen des Vaters erkennen und tun indem sie in Glaube, Hoffnung und Liebe unter der Leitung Christi wandeln und verharren.[2]

Gebete

A

Erscheinung des Engels Portugals 1916 in Fatima

Mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht glauben, Dich nicht anbeten, nicht hoffen und Dich nicht lieben. (Gebet des Engels in Fatima).

B

Allmächtiger, ewiger Gott, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du uns verheißen hast. Darum bitten wir durch Christus.[3]

Lehramtliches

Klemens VIII.

Literatur

Zusammenhänge

CHristus A&O.JPG
Offenbarung Gottes: wo ? Sittenordnung Licht menschlicher Erkenntnis Universal-
wissenschaften
Tugenden
natürliche im "Buch" der
Schöpfung
Natürliches Sittengesetz
Vernunft: nimmt eine Wahrheit kraft ihrer inneren, mittelbaren oder unmittelbaren Offensichtlichkeit an
Philosophie erworbene Kardinaltugenden
übernatürliche (gnadenhafte) in der Bibel: in Christus und den Sakramenten Christliches Sittengesetz
Glaube: übernimmt eine Wahrheit aufgrund der Autorität des Wortes Gottes, der sich offenbart
(Glaubensgut: Tradition+Bibel)
Theologie geschenkte, eingegossene oder theologale


Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende (Offb 21, 6).

Beziehung zwischen Natur + Gnade


Tabellarischer Zuordnungsüberblick

PetrusPetersplatz.jpg
Göttliche Person Gleichnis:
Lk 15, 11-32
Ämter Christi Wille Gottes
erkennbar durch
Literatur Eingegossene
Tugenden
Heilige Worte[4]
Vater
Gott teilt das Vermögen gerecht Lehramt Papst +
Bischöfe
Katechismus bzw.
Lehramtstexte
Glaube Glaubensbekenntnis
Sohn
Mitleidig läuft Gott dem umkehrenden Sohn in seiner Not entgegen Hirtenamt Heilige Heiligenbiografien Hoffnung Vater unser
Heiliger Geist
Gott küsst den Sohn und hält mit ihm Mahl
(Tisch des Brotes: Opferung- Wandlung-Kommunion)
Priesteramt Priester Heilige Schrift
(Tisch des Wortes) - Offenbarung
Liebe Zehn Gebote Gottes + Gebote der Kirche


Weblinks

Anmerkungen

  1. Pius X.: Katechismus#1. Die Tugenden im allgemeinen. Die göttlichen Tugenden.
  2. Petrus Canisius: Catechismus maior#Von den Geboten der Kirche.
  3. Stundengebet, 30. Sonntag im Jahrskreis, Oration der Laudes.
  4. Petrus Canisius: Catechismus maior#Von den Geboten der Kirche.
Meine Werkzeuge