François René de Chateaubriand

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François René de Chateaubriand (*4. September 1768 in St-Malo † 4. Juli 1848 in Paris) war französischer Autor und Politiker.

Biografie

François René Chateaubriand im englischen Exil von 1792-1800 literarisch tätig. Im napoleonischen Frankreich folgte 1814-30 die politische Karriere als Diplomat und Außenminister und ab 1830 als Wortführer der legitimistischen Opposition. Er antwortet durch Romane (z. B. René, 1802), kulturphilosophische Schriften und Memoiren auf die radikalen Veränderungen durch die Französische Revolution. Die Auseinandersetzung mit der nachrevolutionären Situation ließ den Anhänger der Spätaufklärung zum Apologeten werden. Sein Hauptwerk Genie du christianisme (1802), konzipiert als ästhetisch-kulturelle Rehabilitierung der Religion gegenüber der bisherigen philosophischen Kritik. Er würdigt die einmaligen moralischen, poetischen, zivilisatorischen und sozialen Qualitäten, d. h. die Kultur und Fortschritt schaffende Kraft des als Katholizismus verstandenen Christentums. Das Buch, das auf den Index kam, hatte als "Bibel der französischen Romantik" großen Einfluß.

Literatur

siehe auch: Ultramontanismus

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