Christian Würtz

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Christian Würtz (Dr. iur., Dr. theol.; * 31. Mai 1971 in Karlsruhe) ist ernannter Weihbischof im Erzbistum Freiburg.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Christian Würtz wuchs in Karlsruhe mit zwei Geschwistern auf. Er engagierte sich früh in einer katholischen Pfarrei in Karlsruhe, etwa beim Jugendverband KJG und in der Ministrantenarbeit.[1] Nach seinem Abitur und dem Zivildienst studierter er von 1991 bis 1996 zunächst Rechtswissenschaften und war zwei Jahre als Rechtsreferendar tätig. 2002 wurde er mit einer Dissertation über den badischen Juristen Johann Niklas Friedrich Brauer promoviert. Von 1998 bis 2004 studierte er zusätzlich Theologie in Freiburg und Würzburg. Am 14. Mai 2006 empfing er in Freiburg die Priesterweihe und war anschließend Vikar in Gammertingen. 2008 kehrte Würtz als Wissenschaftlicher Assistent am Arbeitsbereich Mittlere und Neuere Kirchengeschichte / Frömmigkeitsgeschichte und Kirchliche Landesgeschichte an die Universität Freiburg zurück und promovierte im Jahre 2011 mit einer kirchengeschichtlichen Arbeit über die Priesterausbildung im Erzbistum Freiburg während des Dritten Reichs. 2010 wurde er zum Pfarradministrator und 2011 zum Pfarrer der Seelsorgeeinheit Vorderes Kinzigtal ernannt. 2013 übernahm Würtz zusätzlich die Aufgabe als Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat Freiburg. Im Mai 2018 erfolgte die Ernennung zum Freiburger Stadtdekan, dessen Stelle er im September darauf antrat. Im Juli 2018 wurde er zum residierenden Domkapitular ernannt. Seit September 2018 war er Dompfarrer am Freiburger Münster.

Weihbischof

Papst Franziskus ernannte Christian Würtz am 26. April 2019 zum Weihbischof in der Erzbistum Freiburg mit dem Titularbistum Germania in Dacia, das zu der Kirchenprovinz Sardica, heute Sofia, Hauptstadt Bulgariens gehörte. Er folgt damit Michael Gerber nach, der Ende März 2019 als neuer Bischof von Fulda in sein Amt eingeführt wurde. Die Bischofsweihe fand am 30. Juni durch Hauptkonsekrator Erzbischof Stephan Burger im Freiburger Münster statt. Nebenkonsekratoren waren die Bischöfe Gebhard Fürst und Peter Kohlgraf. Als bischöflicher Wahlspruch sind die Worte aus dem Vaterunser "Adveniat regnum tuum" (Dein Reich komme vgk. Mt 6,10 EU).[2]

Werke

  • Dissertation Heidelberg 2002/2003: Johann Niklas Friedrich Brauer : (1754 - 1813) ; badischer Reformer in napoleonischer Zeit, Kohlhammer Verlag Stuttgart 2005 (422 Seiten; ISBN 978-3-17-018497-8 Pp.).
  • Dissertation Freiburg im Breisgau 2011: Die Priesterausbildung während des Dritten Reichs in der Erzdiözese Freiburg, Alber Verlag Freiburg im Breisgau - München 2013 (519 Seiten; ISBN 978-3-495-49957-3 Pp.).
  • Der Reichskanzler Constantin Fehrenbach : (1852 - 1926) ; Freiburger Rechtsanwalt und Zentrumspolitiker, Gesellschaft für Kulturhistorische Dokumentation Karlsruhe 2013 (56 Seiten; ISBN 978-3-922596-92-9 kart.)
  • Daniel Gaschick und Christian Würtz: Das Konstanzer Konzil : eine kleine Geschichte, Der Kleine Buch-Verlag Karlsruhe 2014 /137 Seiten; 3. Auflage; ISBN 978-3-7650-8449-2 Pp.)

Weblinks

Anmerkungen

  1. "Die Idee, Priester zu werden, hat mich nicht mehr losgelassen" Katholisch.de am 30. Juni 2019
  2. Papst Franziskus ernennt Christian Würtz zum Weihbischof www.ebfr.de am 26. April 2019
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