Avignon

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Avignon ist eine Stadt in Südfrankreich, die durch das so gen. Babylonische Exil der Kirche zu welthistorischer Bedeutung gelangt ist.

Bischofssitz

Avignon ist seit dem 4. Jh. Bistum, von 1475 bis 1801 und wieder seit 1822 Metropolitan-Erzbistum. Die 1793 aufgehobene Universität lebte 1972 neu auf.

Residenz

Während Papst Clemens V. im Dominikanerkloster zu Avignon wohnte, bestimmte Johannes XXII. den bischöflichen Palast mit der Kirche St. Étienne zu seiner Residenz. Erst der frühere Zisterzienser Benedikt XII. hat daraus einen festungsartigen Papstpalast gestalten lassen (Palais vieux). Südlich setzte Clemens VI. einen prachtvollen Neubau an (Palais neuf). Die Paläste sind im Wesentlichen nach dem Stand des 15. Jh. erhalten.

Exil von Avignon

Während des Exils residierten in Avignon zwischen 1305 und 1376 neben den Genannten noch folgende (unumstrittene) Päpste:

beide Letztgenannten unternahmen Rückkehrversuche nach Rom, Gregor XI. erfolgreich. Später residierten in Avignon die Gegenpäpste Robert von Genf ("Clemens VII.") und Pedro de Luna ("Benedikt XIII."), der schließlich alleingelassen nach Aragon verzog.

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